Highlights

Die Theater-Highlights im Dezember

Disneys Die Schöne und das Biest im Deutschen Theater

Auf den Münchner Bühnen ist einiges geboten. Unsere Empfehlungen für die kommenden Tage und Wochen.

Wer große Tragik und Liebesleid – darunter auch viele Missverständnisse – nur tänzerisch ertragen kann, der kommt in der prächtigen, opulent bebilderten Ballett-Produktion Romeo und Julia zur Musik von Sergej Prokofjew auf Touren. Pflichttermin! (Gärtnerplatztheater, ab 22.11.)

Im Teufelskreis. Darin steckt auch die junge Elisabeth, die als kleine Verkäuferin von Damenwäsche doch so gerne eine bürgerlich-geordnete Existenz führen wollte. Dummerweise steckt das kalte Land mitten in der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre. Und um an dringend benötigtes Geld zu bekommen, möchte sie ihre Leiche schon zu Lebzeiten für 150 Mark an die Anatomie verkaufen. Tote gibt es allerdings noch und nöcher. Glaube Liebe Hoffnung eher weniger. Intendant Christian Stückl höchstpersönlich setzt den betrüblichen Ödön-von-Horvath-Totentanz in Gang. (Volkstheater, ab 30.11 .)

Lichtblicke hat er immer wieder entdeckt – trotz aller Grauseligkeit. 80 Jahre hat Herbert Achternbusch das jetzt schon durchgehalten. Höchste Zeit, den umtriebigen, jung gebliebenen Sohn der Stadt gebührend zu ehren. Dafür haben sich Volkstheater-, Kammerspiele- und Residenztheater-Schauspieler zusammengetan, um unter dem urbajuwarisch schönen Titel Best of Crazy Bavarian Anarchy die vielen Texte des Streithammels live auf der Bühne zu verlesen. (Volkstheater, 4.12.)

Wie misstrauisch München mit den wirklich Großen umsprang, kann man sich schmerzhaft noch einmal auf der Revolution und Wahnsinn-Performance mit Schülern aus der Otto-Falckenberg- und der Theaterakademie- August-Everding-Lehranstalt vor Augen führen lassen. Mit einem widerlichen Vortrag über „Psychopathen als revolutionäre Führer“ versuchte der Münchner Psychiater Eugen Kahn einst, die führenden Revoluzzer Ernst Toller, Kurt Eisner und Erich Mühsam zu diskreditieren. Nun wird theatral zurückgeschlagen. (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, 1./2.12.)

Wie gut, dass es noch Märchen gibt: Eines der kommerziell erfolgreichsten ist sicher Disney Die Schöne und das Biest. Weltweit mehr als 25 Millionen Musical-Fans haben Belle und dem Plüschmonster schon die Daumen gedrückt. Nun kommt die Originalfassung endlich wieder in die Stadt. Zusammen mit verzauberten Stehuhren und singenden Teekannen. (Deutsches Theater, ab 28.11.)

Mit dem weltberühmten Hänsel- und Gretel-Stoff spielt die Puppentheaterproduktion Knusper Knäuschen. Das Figuren-Musik-Theater für offenherzige Menschen ab vier Jahren wirft die berechtigte Frage auf, ob man nicht gemeinsam tatsächlich stärker als allein ist. (Hoch X, ab 25.11.)

Und dann wäre da noch der „Schnellkurs für Liebende“, den sich die Studenten der Theaterakademie ausgedacht haben. So machen’s alle ist dabei natürlich sehr eng mit der schmissig-pikanten Mozart-Oper „Così fan tutte“ verwandt. (Prinzregententheater, ab 28.11.)

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