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Die Wochentipps - Welche Stücke man unbedingt sehen muss...

Theater „Ein wenig Farbe“ im Hofspielhaus München
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„Ein wenig Farbe“ im Hofspielhaus

Dunkler Herbst: „Ein wenig Farbe“ im Hofspielhaus ist wichtiger denn je und eine neue Produktion von Franz Wittenbrink im Akademietheater.

„Ein wenig Farbe“

Es sind Zeiten ohne feste Gewissheiten und oft auch ohne Trost. Wie gut, dass Hofspielhaus-Intendantin Christiane Brammer ihren Kopf nicht hängen lässt. Im Gegenteil: Von ihrer Energie kann man sich anstecken und inspirieren lassen. Und wenn sie ein Stück auswählt und selbst Regie führt, dann wirkt das wie ein Garantiestempel: Es wird wichtig. Und das wird schön. Und farbig eben auch. Im Zentrum steht Helena, vormals bekannt als Klaus. Schon als kleiner, einsamer Junge war es sein größter Wunsch, Farbe in sein Leben – und auf seine Lippen – zu bekommen. Keine leichte Reise, die hinter Helena liegt – raus aus dem Geflecht der Lügen, eines unverständigen Umfelds. Doch dann war Helena geboren. Das Musical von Rory Six mit der grandiosen Annette Lubosch verzaubert. Und es nimmt Grübelnde, Düster-Denkende mit auf eine befreiende Herbstreise.

Hofspielhaus, ab Mi 28.10. 19.30 Uhr. www.hofspielhaus.de

„Denn alle Lust will Ewigkeit“

Franz Wittenbrink ist der Meister des intellektuell ansprechenden, sinnlich mitreißenden Medleys. Er trüffelt mit großer Leidenschaft querbeet durch die Musik- und Geistesgeschichte und lässt sich von E- oder U-Wegweisern nicht ablenken. In seinem neuen Musical-Liederabend finden sich drei Frauen mit all ihren sehnsüchtigen, finstern, lüsternen, leidenschaftlichen und eben auch mörderischen Gedanken im Kaffeehaus „Zwischen den Welten“ ein. Und freuen darf man sich auf genial ineinander verwobene Songs von Bach bis Nina Hagen.

Akademietheater, ab Di 27.10. 19.30 Uhr. www.theaterakademie.de

„Vogeltanz – Vogel tanz!“

Am ungewöhnlichen Ort: Schulklassen hält man zurecht an, vor den wertvollen antiken Keramiksammlungen nur ja nicht herumzuhampeln und den Objekten nicht zu nahe zu stolpern. Katherina Markowskaja weiß natürlich was sie tut, wenn sie ihre Arme kreisen lässt und wenn sie das Tanzbein weit streckt. Sie verkörpert Flatterhaftigkeit, gekleidet in die anmutigen Federn eines Kanarienvogels. Menschen können ohne Natur nicht leben. Und ohne Sinnlichkeit erst recht nicht. Das muss einmal in aller poetischen Uneindeutigkeit gesagt – ja: getanzt – werden.

Antikensammlungen, Mi 28.10. 18.00 Uhr. www.antike-am-koenigsplatz.mwn.de

„In Feldern“

Tanz kann auch streng sein. Konzentriert. Jeder Schritt, jede Bewegung sitzt. Und das Parkett wird zum Mathekaroblatt. Ganz so pedantisch ist Stephan Herwig dann doch nicht veranlagt. Aber er erkundet in seiner neuen Tanzproduktion die Bewegungsmuster von Tanz, Raum und Licht. Felder tun sich auf, Stimmungen entstehen und verwehen. Mal trennscharf, mal verwischt, mal real, mal surreal und immer sinnlich. Man bewegt sich in Feldern, aber eben auch in Freiheit.

Schwere Reiter, Fr 30./Sa 31.10. www.schwererereiter.de

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