Tanz- und Theaterfestival

RODEO 2020 - Baustelle Utopia: Das Tanz- & Theaterfestival der Freien Szene München

RODEO 2020 - Silicon Delphi: raststättentheater
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Mediendienst Leistungshölle: Stephanie Müller + Klaus Dietl

Das neue Konzept von „RODEO 2020“ ist schnell erklärt: Es ist gleichermaßen als Festival als auch als Projekt zu verstehen: Unbequem und dabei stets hoch politisch

Als Festival findet das RODEO 2020 mit einem Programm vom 17. Oktober bis einschließlich 1. November 2020 statt. Als Projekt sollen währenddessen Stücke der Freien Tanz- und Theaterszene nicht an den üblichen Spielstätten gezeigt werden, sondern noch unbekannte, ungewöhnliche Bühnenräume erschlossen und die Produktionen in verschiedenen Münchner Stadtteilen inhaltlich und inszenatorisch neu verortet werden. Damit sollen dann interessierte Menschen im ganzen Stadtbereich (und bestenfalls auch noch im Umland) erreicht, künstlerische Impulse neu gesetzt, nachhaltige Verbindungen geschaffen und Begegnungen zwischen den Akteur*innen der Freien Szene und Bürger*innen ermöglicht werden.

Silicon Delphi: raststättentheater

Der künstlerische Beitrag zu politischen Themen der Stadt

​Die Kunst als solche musste und muss sich immer wieder aufs Neue mit den Fragen der Gegenwart auseinandersetzen, um wirklich relevant zu sein. Soweit, so klar! Für die Macher von RODEO 2020 stehen dabei Diversität, kulturelle Teilhabe, soziale Gerechtigkeit sowie die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Rassismus an oberster Stelle. Hier wollen sie Gesicht zeigen und deutlich Stellung beziehen. Die ausgewählten Produktionen werden deshalb nicht nur als Wiederaufnahmen präsentiert, sondern an neuen Orten und in neuen Zusammenhängen mit der Stadt und ihrer Gesellschaft verknüpft. Die Projekte (Tanz, Theater, Diskurs, Performance) schreiben sich in das Gewebe der Stadt ein und werfen Schlaglichter auf steigende Mietpreise, alltägliche Routinen oder auch politische Orte einer von Diversität geprägten Erinnerungskultur. Formate wie die Diskursreihe RODEO_Talkshow und der Open Call: „Das Leben. Gebrauchsanweisung“ nach Georges Perec, ergänzen die ausgewählten Stücke der Tanz- und Theaterszene der Stadt.

Lillys Bus: Maja Das Gupta

​Die Schnittstelle von Kunst und Stadtgesellschaft.

​Die Jubiläumsausgabe von RODEO will sich aktuell mit den Problemen, Werten und Visionen der postmodernen Stadt befassen. Was heißt Zusammenleben in urbanen Räumen? Wer weiß voneinander? Was bedeutet Zugehörigkeit? Ist die Stadt Heimat? Kann Stadt Heimat sein? Wie steht es um Zugänglichkeit? Welche Themen sind im Alltag der Stadt – außer Corona versteht sich – noch virulent? Welche Geschichten werden erzählt? Wer erzählt welche Geschichten? Was kommt zur Sprache? Was wird nicht besprochen? Wer spricht? Und wer wird nicht gehört? Was heißt Freiheit? Was heißt Teilhabe? Was heißt Demokratie? Und wo setzt Kunst an, die sich performativ, theatral oder installativ mit der Stadt und den Menschen, die in dieser Stadt leben, auseinandersetzt? Welche Kunst wird heute in München gemacht? Lassen sich die Baustellen der Stadt mit Utopien füllen? Fragen über Fragen, Antworten gibt es ab 17. Oktober bei RODEO 2020.

Das detaillierte Programm findet man hier: http://www.rodeomuenchen.de/programm

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