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Die ersten Theater-Highlights im Oktober

Familientrubel, zeit- und raumübergreifend: Das Ende des Regens

Zum Monatsanfang erwarten Sie besondere Theater-Inszenierungen. Unsere Empfehlungen für die kommenden Tage und Wochen.

Ins Familiäre, aber sicher nicht ins weniger Aufwühlende zieht die Premiere von Andrew Bovells Das Ende des Regens seine Zuschauer. In wilden Zeitsprüngen, verteilt über zwei Kontinente hinweg, erzählt er perspektivisch gebrochene Lebensgeschichten in einer tragischen Chronik, die von Schweigen, Einsamkeit, Verbrechen, Verlust, aber auch von Liebe und Versöhnung geprägt ist. Und immer wieder brechen Naturkatastrophen herein. Selbstverständlich regnet es auch. (Metropoltheater, ab 4.10.)

Ohnehin lohnt es natürlich immer, nach Freimann in das wohl beste freie Stadttheater der Republik zu pilgern. Dort warten neben der großen Herbst-Premiere auch gleich einige Wiederbegegnungen. Darunter mit Im Auftrag des Herrn die hauseigene musikalische Verneigung vor Tom Waits, der im Haus dort schon oft so wichtig war (Metropoltheater, ab 6.10.), sowie Duncan MacMillans emotionale Achterbahnfahrt Atmen. Die berichtet von einem Großstadt-Paar, das vieles richtig machen möchte, aber aus dem übergroßen ökologischen Fußabdruck eben doch nicht so leicht herauskommt. (Metropoltheater, ab 9.10.)

Eine packend-beklemmende Außenseitergeschichte bietet das Theaterstück Der Tunnel nach dem gleichnamigen Roman des Münchner Autors Bernhard Ganter. Joseph Staudinger geht in der dunklen unterirdischen Einsamkeit Tag für Tag mit seinem Hammer die U-Bahn-Gleise ab und prüft über einen Schlag und einen Klang, ob alles noch in Ordnung ist. Eines Tages nimmt sein Leben eine dramatische Wendung, als während einer Zugfahrt Aisha, die Zweitfrau eines reichen arabischen Touristen, unter mysteriösen Umständen verschwindet. (Pasinger Fabrik, ab 10.10.)

Was gibt es Passenderes, als einen Text mit dem wohlmeinenden Hinweis auf den FeierAbend abzuschließen? Dahinter verbirgt sich eine satirisch-musikalische Revue, die sich fürs beherzte „Weiter so“ stark macht. (Theater Viel Lärm um Nichts, ab 11.10.)

Autor: Rupert Sommer

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