Kabarett-Highlights

Die ersten Kabarett-Highlights im Oktober

Erfindet immer neue Arztromanromanzen: Schwester Cordula

Herbsterwachen in der Münchner Kabarettszene. Die Highlights der kommenden Tage und Wochen.

Wie ein nimmermüder Wiesn-Ohrwurm- Hit, nämlich „Around the World“, klingt da auch gleich im leidgeplagten Zeltgängerohr der Titel des neuen Programms von Kathi Wolf.

Sie hechelt sich allerdings durch alle dann doch eher ernsten Großprobleme der Menschheit – vom Klimawandel bis zum Kapitalismus, von Nuklearschlöchern bis Protestwählern und rund um den ganz allgemein dreisten Social-Media-Narzissmus. Herz und Hirn sind gefordert! (Schlachthof, 4.10.)

Apropos Wahnsinn: Wie dem einen oder anderen bestimmt schon aufgefallen ist (etwa beim morgendlichen Stapfen in eine noch bierwarm dampfende Pfütze unklassifizierbarer Konsistenz), gastiert auf der örtlichen Theresienwiese ja derzeit das alle Grenzen der Vernunft locker überspielende Massenphänomen. Zum Glück gibt’s die Wiener ScienceBusters rund um den Komiker und Uni-Lektor Martin Puntigam, die uns den ganzen Trubel einmal streng wissenschaftlich auseinandernehmen. „Ozapftis 2018“ nimmt das Saufen, Schunkeln und Speiben unter die Lupe, das für den Wirtschaftsstandort München so wichtig ist. (Lustspielhaus, 4.10.)

Als Schocktherapie könnte man gleich noch einen Kurs ihrer bewährten „Ehezerrüttung“ bei Noni Höfner empfehlen. Allerdings hat die furchtlose Kabarett-Paartherapeutin diesmal auf ihr mindestens zweites Talent umgeschwenkt und hat sich für ihr „Kabarett meets Swing“-Programm mit den Jazzpressos zusammengetan. Doch natürlich muss sie immer wieder den Beziehungsirrsinn streifen und illustriert das Durcheinander mit dazu passenden Swing-Klassikern. (Fraunhofer, 5.10.)

Bleibt zum Schluss der gebotene Perspektivenwechsel: Wie witzeln die Angelsachsen? Worüber lacht die Welt, wenn sie auch mal wieder an Deutschland denkt? Die internationale Satireschau The Fake Fake News nimmt sich, moderiert von Mel Kelly, all das vor, was Münchner wirklich wichtig finden. und wagt die globale Gegenprobe. Zwei Teams treten dabei zum furchtlosen Pointen- Schlagabtausch gegeneinander an. (Heppel & Ettlich, 8.10.)

Die „Groschenheftsatire“ von Schwester Cordulaseziert mit scharfem Skalpell den ultimativen Arztroman und verabreicht dem selbstverständlich an ihren Lippen klebenden Schmacht-Publikum ein zwerchfellmassierendes, Glückshormone ausschüttendes Elixier – getreu dem Motto: „Heile Welt fürs kranke Gemüt“. Dabei schlüpft sie in Sekundenbruchteilen in die unterschiedlichsten Rollen und weißen Kittel – vom gamsigen Operateur mit den kühlen Fingern bis hin zur natürlich bildhübschen Fachärztin für, schnief, Kinderheilkunde. (Vereinsheim, 10.10.)

Autor: Rupert Sommer

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