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Theater in München: Kommende Premieren 2022

Die kommenden Premieren und Highlights der Münchner Theater
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Gärtnerplatztheater, Residenztheater, Kammerspiele und das neue Volkstheater

Auf diese Premieren 2022 kann man sich an Münchens Theaterbühnen wie Residenztheater, Nationaltheater, Kammerspiele, Münchner Volkstheater, Theater am Gärtnerplatz und anderen Spielstätten freuen 

ACHTUNG: Bitte beachten Sie tagesaktuell die Regelungen zum Besuch der Vorstellungen und dem Erwerb von Karten sowie Umtausch auf den Websites der jeweiligen Theater – trotz allgemein gültiger Infektionsschutzverordnungen gelten dort teils individuelle Regelungen.

Hier nun eine vorläufige Auswahl und Übersicht (Stand: 11.01.2022):

Im Sommer 2018 reiste Pandora Pop an die amerikanisch-mexikanische Grenzmauer bei San Diego/Tjiuana – in The Heat oder Ghost Riders In The Sky wird das Dokumentierte mit der eigenen Biografie vermischt. Zäune werden hochgezogen, Mauern errichtet, unsere Vorgärten sind in Gefahr! Eine Produktion des Kollektivs Pandora Pop.
Premiere am 14. Januar. Ort: HochX Theater

Beim Versuch sich zu befreien, verstricken sich zwei Dandys in ein aberwitziges Dilemma: Ernst ist das Leben (Bunbury) ist ein Stück von Oscar Wilde in einer deutschen Fassung von Elfriede Jelinek nach einer Übersetzung von Karin Rausch.
Premiere am 14. Januar. Regie: Philipp Arnold. Ort: Volkstheater

Los geht es im Resi mit den Premieren am 15. Januar mit Das Vermächtnis (The Inheritance) Teil I & II von Matthew Lopez aus dem Amerikanischen von Hannes Becker frei nach dem Roman „Howards End“ von E.M. Forster. Inszenierung: Philipp.
Premiere am 15. Januar ,Ort: Residenztheater

Juli Zeh hat mit ihrem gefeierten Bestseller einen der ersten Romane über die Gesellschaft in Zeiten des Lockdowns geschrieben: Über Menschen. In entlarvenden Dialogen und poetischen Assoziationen zeichnet sie ein Bild unserer Welt, das geprägt ist vom tiefen Wunsch nach einer immer ferner scheinenden Sicherheit. Regisseur Christian Stückl bringt den Roman nun erstmals auf die Bühne.
Premiere am 21. Januar. Ort: Münchner Volkstheater

Jacques Offenbach war es nicht mehr vergönnt, die Uraufführung seiner Oper Hoffmanns Erzählungen mitzuerleben, die einmal als Krönung seines Lebenswerkes gelten sollte. Hoffmanns 200. Todestag bietet Anlass für eine fantastische Neuinszenierung in deutscher Sprache durch Allround-Künstler Stefano Poda. Musikalische Leitung: Anthony Bramall.
Premiere am 27. Januar: Ort: Gärtnerplatztheater

Eine Hommage am Lola Montez hatte Georg Ringsgwandl mit seiner abenteuerlichen Oper Lola M im Sinn, die am 28. Januar Premiere feiert. Inszenierung und Musik: Georg Ringsgwandl.
Premiere am 28. Januar, Ort: Cuvilliéstheater

In der Tristesse des deutschen Winters 1978/79 sucht eine Gruppe junger Menschen Auswege aus den bürgerlichen und kapitalistischen Verhältnissen, die zur fortschreitenden Zerstörung von Welt und Selbst beitragen: Die dritte Generation von Rainer Werner Fassbinder ist die Jahresinszenierung des 3. Jahrgangs Schauspiel der Otto-Falckenberg-Schule. Regie: Charlotte Sprenger.
Premiere am 28. Januar. Ort: Kammerspiele Werkraum

The Fe.Mail Trail ist ein Nick-Cave-Abend von und mit Katherina Bach & Band aka bitchboy. Bach ist an diesem Abend Orpheus und drischt mit ihren Bitchboys Textskulpturen und ein Konglomerat aus Nick Cave Songs in den Theaterorkus.
Premiere am 29. Januar. Ort: Kammerspiele Schauspielhaus

Im Januar feiert die Oper Das schlaue Füchslein von Leoš Janáček (1924) Premiere. Der Text stammt vom Komponisten nach Rudolf Těsnohlídeks Novelle „Die Abenteuer der schlauen Füchsin“. Aufführung in tschechischer Sprache, mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache. Musikalische Leitung: Mirga Gražinytė-Tyla. Inszenierung: Barrie Kosky.
Premiere am 30. Januar. Ort: Nationaltheater

George Orwell schrieb die Fabel Animal Farm 1945 als Allegorie auf die russische Revolution. In der Volkstheater-Inszenierung erscheint sie darüber hinaus aber als grundlegende Reflexion über Macht und die Dialektik von gesellschaftlichen Veränderungen. Regie: Sapir Heller.
Premiere am 21. Januar. Ort: Münchner Volkstheater

Ich hab Angst um uns in meiner Utopie ist ein Kaleidoskop an szenischen Auseinandersetzungen mit den Themen unserer Zeit. Mit dabei sind ganz persönliche Schicksale, philosophische Gedankenspiele und absurde Geschichten, geschrieben und gespielt vom Jugendclub. Leitung und Regie: Sascha Fersch und Mira Huber.
Premiere am 8. Februar. Ort: Hofspielhaus

TURBOVOLK3000 widmet sich dem Musikgenre „Turbofolk“ und setzt sich mit identitätsstiftenden Strukturen auseinander. In einer Live-Radioshow führt ein Moderator durch einen Abend voller Kitsch, Nostalgie, Genuss und Exzess. Konzept & Inszenierung: Demjan Duran.
Premiere am 10. Februar. Ort: HochX Theater

Nach „Agnes Bernauer“ steht mit der Premiere von Der Drang ab 22. Februar ein weiteres Stück von Franz Xaver Kroetz auf dem Programm des Resi. Wie immer bei Kroetz sind seine Stücke beides: Skandal und normal. Inszenierung Lydia Steiner.
Premiere am 22. Februar. Ort: Marstall

Ein Gastspiel des Sensemble Theaters Augsburg: Waisen von Dennis Kelly ist ein Psychodrama, das rasant an Spannung und Fahrt aufnimmt. Werte, Begriffe wie Recht und Unrecht werden radikal auf den Prüfstand gestellt. Inszenierung von Jörg Schur.
Premiere am 22. Februar. Ort: Theater ... und so fort

Die Oper in drei Akten Peter Grimes von Benjamin Britten feiert Ende Februar Premiere. Der Text stammt von Montagu Slater nach dem Gedicht von George Crabbe. Aufführung in englischer Sprache mit Übertiteln in Deutch und Englisch. Musikalische Leitung: Edward Gardener. Inszenierung: Stefan Herheim.
Premiere am 28. Februar. Ort: Nationaltheater

Der Nobelpreisträger Eugene O’Neill untersucht in Gier unter Ulmen, uraufgeführt 1924 in New York, wie unterdrückte Begierden und fehlende Empathie zu Verrohung und Einzelkämpfer*innentum führen. Inszenierung Evgeny Titov.
Premiere am 3. März, Ort: Residenztheater

Hyper ist das absurd-komische Porträt eines jungen Menschen, der nach einer Begegnung mit dem Tod eine Faszination für den Übergang des Körpers in einen anderen Zustand entwickelt. Um diese erfahrbar zu machen, sucht der Videokünstler Florian Schaumberger nach einer Erzählweise, die digitale und analoge Formen assoziativ verknüpft.
Premiere am 4. März. Ort: Münchner Volkstheater

In the Name of ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit der systematischen Entwendung von Kindern aus ihren Familien im 19. und 20. Jahrhundert. Autor Liat Fassberg wurde 2021 nach der Teilnahme an einer Autor*innen-Residenz an den Kammerspielen mit dem Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik ausgezeichnet, der mit zwei Uraufführungen über zwei Spielzeiten an den Kammerspielen verbunden ist. Joël-Conrad Hieronymus stellt sich mit der ersten eigenen Inszenierung am Haus diesem formal anspruchsvollen Text zwischen lyrischer Musikalität und berührender historischer Recherche.
Premiere am 11. März. Ort: Kammerspiele Werkraum

In der Weimarer Republik war Johnny spielt auf von Ernst Krenek wohl das vielleicht erfolgreichste Bühnenstück nach der „Dreigroschenoper“ - ab 1933 wurde die Oper von den Nazis verboten. Der erst 27jährige Krenek bildete die damalige Moderne ab: er nutzte Jazz, Foxtrott und Tango, temporeiche Szenenwechsel und spektakuläre Schauplätze. Regie: Peter Lund. Musikalische Leitung: Michael Brandstätter.
Premiere am 11. März: Ort: Gärtnerplatztheater

Die Geschichten von Alexander Kluge erzählen immer wieder davon, dass Eigensinn und Urvertrauen Menschen zu beständiger Glückssuche anspornen. Wer immer hofft, stirbt singend ist die „Reparatur einer Revue“, nach Geschichten und Motiven von Alexander Kluge. Inszenierung: Jan-Christoph Gockel.
Premiere am 12. März. Ort: Kammerspiele Werkraum

Tove Ditlevsens Die Kopenhagen-Trilogie ist keine Autobiografie, sondern Autofiktion, in der die Autorin mit ihren Leser*innen brillant zu spielen weiß. Die schwedische Regisseurin und Choreografin Therese Willstedt wird den Stoff erstmals für eine deutsche Bühne adaptieren und gibt damit ihr Premieren-Debüt.
Premiere am 25. März. Ort: Residenztheater

Im Rahmen der Ballettfestwochen 2022 wird Passagen nach den Motiven „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski (Choreografie: Alexei Ratmansky), „Affairs Of The Heart“ von Marjan Mozetich (Choreografie: David Dawson) und „Kreation“ von Unsun Chin (Choreografie: Marco Goecke) uraufgeführt.
Premiere am 26. März. Ort: Nationaltheater

Johann Strauss’ ebenso schwungvolle wie doppelbödige Operette Die Fledermaus über die Brüchigkeit gesellschaftlicher Fassaden sorgt seit der Uraufführung 1874 für Champagnerlaune. Das Gärtnerplatztheater präsentiert den Klassiker in einer Neuinszenierung von Staatsintendant Josef E. Köpplinger. Musikalische Leitung: Anthony Bramall.
Premiere am 7. April. Ort: Gärtnerplatztheater

Johanna von Orleans von Friedrich Schiller ist entschieden, kämpferisch und aufopferungsvoll. Aber sie ist keine heilige Jungfrau. Sie ist eine Hexe. Nicht die Mutter Gottes spricht mit ihr, sondern sie beschwört ihre eigenen Geister. Eine Neuinszenierung von Nikolas Darnstädt.
Premiere am 7. April. Ort: Münchner Volkstheater

Knut Hamsuns „Kareno-Trilogie“ zeichnet die Geschichte eines Menschen, der sich von den tonangebenden Eliten übersehen und um gesellschaftliche Anerkennung betrogen fühlt. Nach Judith Herzbergs „Die Träume der Abwesenden“ inszeniert Stephan Kimmig mit Spiel des Lebens nun zum zweiten Mal am Resi.
Premiere am 8. April. Ort: Residenztheater

„Tartuffe“ war jene Komödie Molières, die unmittelbar nach ihrer Uraufführung 1664 in der Blüte des Barocks mit Aufführungsverbot belegt wurde. Der Autor und Musiker Peter Licht löst das für uns heute nur unzureichend lesbare Sittengemälde aus der gesellschaftspolitischen Realität des französischen Absolutismus und nimmt in seiner Neudichtung Tartuffe oder das Schwein der Weisen die Gegenwart ins Visier.
Premiere: 29. April. Ort: Residenztheater

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