1. Startseite
  2. Stadtleben

Unsere TV-Tipps von Mittwoch 06.07. bis Dienstag 12.07.

Erstellt:

Amy Winehouse: Live at Shepherd‘s Bus
Amy Winehouse: Live at Shepherd‘s Bus © ARTE

Die unvergessene Amy Winehouse live, Eminems Schauspieldebüt „8 Mile“, Ina Müller mit tollen Gästen und eine ARTE-Doku über „Die weibliche Lust in der Popkultur“

Mittwoch 6.7.

Zeugin der Anklage (ONE, 20:15 Uhr)

Eigentlich ist Sir Wilfrid Robarts gesundheitlich noch gar nicht imstande, Leonard Vole vor einem Londoner Schwurgericht zu verteidigen. Aber der berühmte Anwalt kann dem Reiz des Falls nicht widerstehen: Leonard Vole wird beschuldigt, sich aus Habgier an die reiche Witwe Emily French herangemacht und sie ermordet zu haben. Und ausgerechnet Voles Frau Christine tritt als Zeugin der Anklage auf.

Sehenswert: Das „Lexikon des Internationalen Films“ schreibt: „Ein Meisterwerk seiner Gattung“, nämlich des Gerichtsthrillers.

Regie: Billy Wilder. USA 1957. Mit Marlene Dietrich, Tyrone Power, Charles Laughton u.a.

Mission: Impossible (KABEL 1, 20:15 Uhr)

Die CIA soll in Prag eine gestohlene Diskette wiederbeschaffen, die die Namen aller aktiven US-Spione enthält. Doch die Aktion misslingt durch einen heimtückischen Anschlag, den nur Ethan Hunt und die Frau des Kommandochefs Jim Phelps überleben. Hunt wird vom CIA als Urheber des Komplotts verdächtigt. Er taucht unter, um die Verräter auf eigene Faust zu suchen.

Sehenswert: Eineinhalb Jahre arbeiteten Brian De Palma und Tom Cruise an der Spielfilmversion der Kult-TV-Serie der 60er. Der Erfolg war vorprogrammiert: Der rasante Action-Thriller erreichte seinerzeit das beste Startergebnis in der amerikanischen Filmgeschichte.

Regie: Brian De Palma. USA 1996. Mit Tom Cruise, Jean Reno u.a.

Donnerstag 7.7.

Inas Nacht (ONE, 20:15 Uhr)

Inas Nacht
Inas Nacht © ARD

Late-Night-Show mit der Entertainerin, Sängerin und Moderatorin Ina Müller nach Müllerin Art: Talk, Comedy und viel, viel Musik aus der Hamburger Kneipe ‚Zum Schellfischposten‘. An diesem Abend begrüßt Ina Müller zunächst die österreichische Schauspielerin Adele Neuhauser. Zum Gespräch hinzu kommt die Berliner Bestsellerautorin und Moderatorin Sarah Kuttner. Musikgast ist der britische Blues- und Soulstar Rag ‚n‘ Bone Man. Vor fünf Jahren feierte er sein deutsches TV-Debüt bei ‚Inas Nacht‘, jetzt ist er ein zweites Mal im „Schellfischposten“ zu Gast. Für die Multi-Instrumentalisten der deutschen Newcomer-Band „Mar Malade„ hingegen ist der heutige Auftritt ihre TV-Premiere.

Sehenswert: Unbedingt weil drei tolle Frauen und zwei tolle Musik-Acts.

Der Mann aus dem Westen (ServusTV, 20:15 Uhr)

Der vertrauenswürdige Link erhält den Auftrag, für seine Gemeinde eine Lehrerin zu engagieren. Auf der Zugfahrt nach Fort Worth lernt er die hübsche Sängerin Ellis kennen. Räuber überfallen den Zug und bestehlen Link. Allerdings gelingt es dem Cowboy gemeinsam mit Ellis zu entkommen. Wenig später treffen sie erneut auf die Banditen. Link und Bandenchef Tobin kennen sich aus früheren Tagen. Die Vergangenheit hat Link wieder eingeholt. Western von Anthony Mann, mit Gary Cooper und Julie London.

Sehenswert: Ein stilsicherer Westernklassiker von Format.

Regie: Anthony Mann. USA 1958. Mit Gary Cooper, Julie London, Lee J. Cobb u.a.

Freitag 8.7.

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten (PRO 7, 20:15 Uhr)

Sherlock Holmes und sein treuer Langzeit-Begleiter Dr. Watson verdächtigen ihren Erzfeind Professor Moriarty hinter einer Anschlagsserie. Das ist jedoch nicht alles: Moriarty hat es auf Watson abgesehen, der auf dem Weg in die Flitterwochen ist. Um ihn zu schützen, zieht Holmes dafür sogar seinen älteren Bruder und eine Zigeunerin zur Hilfe ...

Sehenswert: …wie eigentlich fast alles von Guy Ritchie.

Regie: Guy Ritchie. USA 2011. Mit Robert Downey jr., Jude Law u.a.

Pussy, Pleasure, Power! Die weibliche Lust in der Popkultur (ARTE, 22:55 Uhr)

Pussy, Pleasure, Power! Die weibliche Lust in der Popkultur
Pussy, Pleasure, Power! Die weibliche Lust in der Popkultur © ARTE

Der selbstbewusste Umgang mit der eigenen Lust hat Hochkonjunktur. Und es sind vor allem Frauen, die sie zur Kunst machen. Pussy Power statt Objektivierung - ein Ausdruck von Kontrolle und Selbstermächtigung? Oder die lauwarme Neuinterpretation alter Sexismen mit pseudofeministischem Anstrich?

Sehenswert: Eine sehr sehenswerte Reise durch die sündigsten und ekstatischsten Momente der Popwelt - von Jane Birkin bis Cardi B, von den Spice Girls bis Megan Thee Stallion.

Regie: Nicole Blacha. BRD 2022.

Amy Winehouse: Live at Shepherd‘s Bus (ARTE 23:50 Uhr)

Amy Winehouse: Live at Shepherd‘s Bus
Amy Winehouse: Live at Shepherd‘s Bus © ARTE

Mit nur 24 Jahren erwarb sich Amy Winehouse mit ihrem Album „Back to Black“ den Titel als neue Ikone des Soul-Jazz. Die Titel „Rehab“ oder „You Know I‘m No Good“ brachten sie weltweit an die Spitzen der Charts und öffneten ihr die Tore zu den renommiertesten Festivals der Welt. Ein überwältigender Erfolg, der jedoch ihre Alkohol- und Drogenabhängigkeit nicht aufhalten konnte. Im Londoner Shepherd‘s Bush Empire präsentiert Amy Winehouse ihre stimmliche Kraft und Energie ohne dabei ihren Hang zum Exzess zu verbergen, aufgrund dessen sie dieses Konzert zweimal verschieben musste.

Sehenswert: Mit dem Konzert in Shepherd‘s Bush Empire zeigte uns Amy Winehouse das Ausmaß ihrer stimmlichen Kraft und die Energie ohne ihren Hang zu Exzessen zu verbergen, der sie eben jenes Konzert zweimal verschieben ließ.

Samstag 9.7.

8 Mile (ZDFneo, 20:15 Uhr)

Ein weißer Rapper muss sich in Detroit gegen seine schwarze Konkurrenz behaupten. Die Einwohner von Detroit bezeichnen mit dem Begriff „8 Mile“ die Grenze zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung. Auf dem schmalen Grat dieser Trennlinie bewegt sich der weiße Rapper Jimmy Smith Jr. auf der Suche nach Identität und musikalischem Erfolg.

Sehenswert: Der erste Filmauftritt von HipHop-Megastar Eminem. Die Filmmusik stammt auch von ihm und Dr. Dre.

Regie: Curtis Hanson. USA 2002. Mit Eminem, Kim Basinger u.a.

Toni Erdmann (3sat, 23:25 Uhr)

Winfried, 65, ist ein Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang zum Scherzen. Er lebt mit seinem alten Hund. Seine Tochter Ines ist eine Karrierefrau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren. Vater und Tochter könnten nicht unterschiedlicher sein: Er der sozialromantische Altachtundsechziger, sie die rationale Unternehmensberaterin, die bei einem Outsourcing-Projekt in Rumänien versucht, aufzusteigen und sich in einer Männerdomäne zu behaupten. Vater und Tochter stecken in einer Sackgasse, und es kommt zum Eklat zwischen den beiden. Doch statt wie angekündigt Bukarest zu verlassen, überrascht Winfried Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes Alter Ego.

Sehenswert: „Eine Familiengeschichte, wie man sie in dieser Komplexität und Wahrhaftigkeit selten zu sehen bekommt … ein präzise beobachteter, mutiger, brillant gespielter Film“ (Filmdienst).

Regie: Maren Ade. BRD 2016. Mit Sandra Hüller, Peter Simonischek u.a.

Sonntag 10.7.

Pretty Woman (RTL, 20:15 Uhr)

Das liebenswürdige Callgirl Vivian Ward trifft zufällig auf den verführerischen und vermögenden Geschäftsmann Edward Lewis. Nach einer bezahlten Liebesnacht macht Edward Vivian ein fragwürdiges Angebot: Vivian erhält 3.000 Dollar, wenn sie eine Woche bei wichtigen Geschäftsterminen als unbekannte Schöne an seiner Seite agiert... Sie stolpert in die luxuriöse Welt der High Society und Edward stolpert in die Liebe seines Lebens.

Sehenswert: Ein romantischer Komödien-Dauerbrenner.

Regie: Garry Marshall. USA 1990. Mit Richard Gere, Julia Roberts u.a.

No Country For Old Man (SAT.1, 22:40 Uhr)

1980 in Südwest-Texas: Llewelyn Moss lebt mit seiner Frau ein bescheidenes Leben in einem Wohnwagenpark. Beim Jagen in der Prärie stolpert er über ein Massaker; ein Drogendeal ist offensichtlich schief gelaufen. Mehrere Leichen liegen herum, lediglich ein Mexikaner hat schwer verletzt überlebt. Llewelyn hilft dem Sterbenden nicht, auch die Drogen lässt er liegen, sichert sich stattdessen lieber die 2,4 Mio. Dollar in einem Koffer. Doch dann begeht er einen schweren Fehler…

Sehenswert: Lobeshymnen rauf und runter, von „meisterhaft“ (Chicago Sun-Times) über „beängstigend intelligent und einfallsreich“ (Time Out London) bis „grandios“ (SZ).

Regie: Ethan und Joel Coen. USA 2007. Mit Josh Brolin, Javier Bardem, Tommy Lee Jones, Woody Harrelson u.a.

Montag 11.7.

Die besten Jahre unseres Lebens (ARTE, 20:15 Uhr)

Fred, Al und Homer sind drei Veteranen des Zweiten Weltkriegs. Fred ist ein Kriegsheld, der sich, da er nicht mit höher qualifizierten Arbeitern konkurrieren kann, bei seinem alten Arbeitgeber in einem schlecht bezahlten Job verdingen muss. Der Bankmanager Al gerät in Schwierigkeiten, weil er Veteranen günstige Kredite anbietet. Und Homer kehrt, nachdem er im Krieg beide Hände verloren hat, zu seiner Verlobten zurück, die er heiraten und mit der er eine Familie gründen wollte. Was bleibt, ist der Kampf der Heimkehrer um einen Platz im Leben, das nicht mehr das alte ist.

Sehenswert: Der bewegende, realistische Film wurde für acht Oscars nominiert, von denen er sieben gewann plus einen zusätzlichen Ehrenoscar für den versehrten Darsteller Harold Russell.

Regie: William Wyler. USA 1946. Mit Myrna Loy, Frederic March, Dana Andrews u.a.

Die Reifeprüfung (NDR, 23:50 Uhr)

Als Benjamin „Ben“ Braddock nach einem glänzend bestandenen Examen zurück zu seinen Eltern nach Los Angeles fliegt, ist er sich keineswegs sicher, was er nun künftig anfangen wird. Auf einer Party, die sie ihm zu Ehren geben, fühlt er sich auch nicht besonders wohl. Zu den Gästen gehört Mrs. Robinson: Sie bittet den jungen Mann schließlich, sie nach Hause zu fahren; dort zeigt sie sich mehr als entgegenkommend…

Sehenswert: „Eine temporeiche Gesellschaftssatire … mit musikalischem Elan, schicken Pop-Elementen und spitzem Humor inszeniert.“ Oscar für die beste Regie. Musik: Simon & Garfunkel.

Regie: Mike Nichols. USA 1967. Mit Dustin Hoffman, Anne Bancroft, Katharine Ross u.a.

Dienstag 12.7.

Sterben für Anfänger (ServusTV, 22:15 Uhr)

Daniel ist alles andere als ein Organisationstalent. Mit der Trauerfeier für seinen verstorbenen Vater scheint er überfordert. Unter den zahlreichen Versammelten befinden sich sein aus New York angereister Bruder Robert sowie Cousine Martha mit Bruder Troy, einem Chemiestudenten und Hobbydealer. Doch der seltsamste Beerdigungsgast ist ein zwergenhafter Mann, der ein Verhältnis mit Daniels Vater hatte. Die Feier gerät zunehmend aus den Fugen.

Sehenswert: Ein perfektes Drehbuch, sichere Dramaturgie, abstruse Ideen, disziplinierte Darsteller und ein kammerspielhaftes Setting machen die Stunden vor einer Beerdigung zu einem zwerchfellerschütternden Abenteuer voller aberwitziger Pointen.

Regie: Frank Oz. GB / BRD / USA 2007. Mit Matthew Macfadyen, Andy Nyman, Ewan Bremner u.a.

Auch interessant