TV-Tipps

Unsere TV-Tipps von Mittwoch 01.12. bis Dienstag 07.12.

TV-Tipp The Broken Circle
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The Broken Circle

Scarlett Johansson als „Ghost in the Shell“, Hugh Jackman als „The Greatest Showman“, „Dumbo“ von Tim Burton und Anna Netrebko als Lady Macbeth

Mittwoch 1.12. 

Sorry Angel (Arte, 20.15 Uhr)

Bei einem Besuch in der Bretagne, wo ein Theaterstück von ihm aufgeführt wird, verliebt sich der Schriftsteller Jacques Anfang der 90er-Jahre in den 22-jährigen Studenten Arthur. Der besucht ihn bald in Paris, aber die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft erfüllt sich nicht, denn Jacques fehlt die Zeit - er ist an Aids erkrankt und weiß, dass er nicht mehr allzu lange zu leben hat.

Sehenswert: Ein bewegendes Lebens- und Liebesdrama, das 2018 bei den Filmfestspielen in Cannes Premiere feierte. Ausstrahlung zum Welt-Aids-Tag.

Regie: Christophe Honoré. F 2018. Mit Vincent Lacoste, Pierre Deladonchamps, Denis Podalydès u.a.

Flitzer (3Sat, 22.30 Uhr)

Der Schweizer Deutschlehrer Balz Näf hat das Schulgeld ganz einfach verspielt. Das muss nun wieder her, aber wie? Da kommt ihm eine gute Idee: Mit Wetten darauf, wie lange es einem Flitzer beim Fußballspiel gelingt, auf dem Platz zu bleiben, schafft er gewinnbringend nackte Tatsachen.

Sehenswert: Gelungene Schweizer Provinzkomödie, warmherzig, charmant und witzig – im Dialekt.

Regie: Peter Luisi. CH 2017. Mit Beat Schlatter, Bendrit Bajra, Doro Müggler, Luna Wedler, Dani Mangisch u.a.

Lucky Number Slevin (Nitro, 22.45 Uhr)

Slevin schlüpft obdachlos und abgebrannt in der Wohnung seines Kumpels Nick unter. Dort tauchen ein paar Typen auf, halten ihn für Nick, und weil Slevin auch die Papiere geklaut wurden, kann er den Irrtum nicht aufklären. Schnell gerät er zwischen die Fronten eines Gangsterkrieges zwischen dem „Boss“ und dem „Rabbi“. Bei beiden steht Nick in der Kreide, und Slevin muss es ausbaden. Der eine will Geld, der andere will ihn zu einem Mord zwingen. Als sich ein Profi-Killer einmischt, wird die Lage noch gefährlicher …

Sehenswert: Schräge Thrillergroteske in absoluter Starbesetzung – völlig unverständlich, dass der Film nie im Kino zu sehen war.

Regie: Paul McGuigan. USA/BRD 2006. Mit Josh Harnett, Bruce Willis, Morgan Freeman, Ben Kingsley u.a.

Donnerstag 2.12.

Die Klapperschlange (Tele 5, 20.15 Uhr)

Manhattan im Jahr 1997 ist ein Hochsicherheitsgefängnis, in dem sich Kriminelle frei bewegen, aber nicht raus können. Als der US-Präsident hier mit dem Flugzeug abstürzt, gibt es nur einen Mann, der ihn aus der Schlangengrube wieder rausholen kann: Der inhaftierte Snake Plissken, genannt „Die Klapperschlange“. Polizeichef Bob Hauk verspricht ihm bei Erfolg die Freiheit, lässt Snake aber aus Sicherheitsgründen eine Sprengkapsel in den Hals pflanzen. Der Zeitzünder ist auf 24 Stunden eingestellt …

Sehenswert: Absoluter Kultfilm der New Wave-Generation - die düstere und höchst spannende Vision von einer zerfallenden Zivilisation wurde begeistert aufgenommen, auch wegen der Musik. Achtung: Das Sequel „Flucht aus L.A.“ von 1996 ging gehörig in die Hose, trotz Regisseur Carpenter und Hauptdarsteller Russell.

Regie: John Carpenter. USA 1981. Mit Kurt Russell, Donald Pleasence, Lee Van Cleef, Isaak Hayes, Harry Dean Stanton, Ernest Borgnine u.a.

The Broken Circle (ServusTV, 22.25 Uhr)

Banjo-Spieler Didier und Tätowiererin Elise sind zwei Freigeister, deren Herzen für Bluegrass schlagen und die in der belgischen Provinz den Amerikanischen Traum leben. Die Geburt von Tochter Maybelle macht das Glück perfekt. Doch als das Mädchen mit sechs Jahren an Leukämie erkrankt, schlittert das Paar in die Krise. Elise verpackt Krankheit und Sterben in kindgerechte Erklärungen, während Didier seine Wut herausschreit und durchdreht …

Sehenswert: Absolutes Meisterwerk – großes Glück, pralle Lebenslust, pure Verzweiflung – alles dabei. Der Oscar-nominierte Berlinale-Publikumshit ist auch die belgische Antwort auf das Johnny-Cash-Biopic „Walk the Line“ – nur viel besser.

Regie: Van Groeningen. B/NL 2012. Mit Veerle Baetens, Johan Heldenbergh u.a.

Freitag 3.12.

Ghost in the Shell (Pro 7, 20.15 Uhr)

Nach einem Unfall wurde Miras Gehirn in einen synthetischen Körper verpflanzt, das Ergebnis ist eine Hightech-Kampfmaschine, im Einsatz für die Geheimdienstsektion 9, geleitet von dem ­rätselhaften Aramaki. Geschaffen wurde sie von Hanka Robotics, die Firma ist gefährdet, leitende Angestellte werden von Killerkommandos eliminiert ... Einsatz für Mira gegen den Terroristen Kuze.

Sehenswert: Der Film von Regisseur Rupert Sanders bedient sich bei Masa­mune Shirows Manga von 1989 sowie den nachfolgenden Anime­filmen/-serien, erzählt aber eine ganz eigene Story.

Regie: Rupert Sanders. USA/GB 2017. Mit Scarlett Johansson, Ju­liette Binoche, Michael Pitt, Takeshi Kitano u.a.

Geronimo (3Sat, 22.25 Uhr)

Er überlebte alle Indianerkriege, nie kapitulierte er vor den Weißen. Erst 1884 lässt sich Apachenhäuptling Geronimo vom jungen Leutnant Gatewood ins Reservat führen. Doch der Boden ist so karg, das Leben so trist, dass er und sein Stamm wieder ausbrechen. Verfolgt von der Armee und Kopfgeldjägern, fallen sie über weiße Siedler her. Nach Monaten gelingt es Gatewood und dem Fährtensucher Al Sieber Geronimo und sein halb verhungertes Volk zu finden …

Sehenswert: Der für Filme wie „Warriors“ oder „Nur 48 Stunden“ bekannte Action-Regisseur Walter Hill behandelt die unrühmliche Politik der US-Regierung ungewöhnlich kritisch und verhüten schlichte Schwarz-Weiß-Malerei.

Regie: Walter Hill. USA 1993. Mit Wes Studi, Gene Hackman, Jason Patric, Robert Duvall, Matt Damon u.a.

Das Literarische Quartett (ZDF, 23.30 Uhr)

Das Literarische Quartett

Auch in dieser Ausgabe wird wieder über herausragende Bücher diskutiert, Gastgeberin ist die Schriftstellerin und Publizistin Thea Dorn. Mit drei wechselnden Gästen debattiert sie über jeweils vier markante Neuerscheinungen auf dem deutschsprachigen Buchmarkt. Die heutigen Gäste sind Vea Kaiser, Sibylle Lewitscharoff und Jakob Augstein.

Sehenswert: Heute sind mit dabei Marie NDiaye „Die Rache ist mein“, J.K. Rowling „Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtsschwein“, Edgar Selge „Hast Du uns endlich gefunden“ und Stefan Zweig: „Ungeduld des Herzens“.

Samstag 4.12.

Dumbo (Sat 1, 20.15 Uhr)

Der Artist Holt Farrier kehrt 1919 aus dem Krieg zurück und stößt zu seinem alten Zirkus. Seine Kinder Milly und Joe erwarten ihn sehnsüchtig. Die Mutter ist an der Grippe gestorben, und der Zirkus von Direktor Max Medici steht kurz vor dem Ruin. Ein Elefantenbaby soll die Rettung bringen. Mit seinen riesigen Ohren schreckt das Neugeborene das Publikum aber eher ab. Doch dann stellt sich heraus, dass der kleine Elefant fliegen kann ...

Sehenswert: Der Märchenerzähler mit der Kamera Tim Burton machte aus dem Zeichentrickklassiker (1941) ein Live-Action-Remake. Die animierten Tiere sind sensationell, das Setdesign ist liebevoll und die Verweise auf das Original sind clever gesetzt. Großes Staunen für die ganze Familie.

Regie: Tim Burton. USA 2019. Mit Colin Farrell, Danny DeVito, Eva Green, Michael Keaton, Lars Eidinger u.a.

The Greatest Showman (Sat 1, 22.35 Uhr)

P. T. Barnum sagte einst: „Das Glück begünstigt die Mutigen.“ Die Geschichte erzählt aus Barnums Leben, von seinen holprigen Anfängen bis hin zur Eröffnung seines Zirkus, der in abgewandelter Form 146 Jahre existierte.

Sehenswert: Mit einem Musical, das nicht auf einem Bühnenstück basiert, haben die Macher viel Mut bewiesen. Die Musik stammt von Benj Pasek und Justin Paul, die für „City of Stars“ („La La Land“) einen Oscar bekamen.

Regie: Michael Gracey. USA 2017. Mit Hugh Jackman, Michelle Williams, Zac Efron, Zendaya, Rebecca Ferguson u.a.

True Grit (ZDFNeo, 22 Uhr)

Der trinkfeste Ex-Marshal Rooster Cogburn und der eitle Texas Ranger LaBoeuf reiten ins Indianergebiet, um einen Mörder zu fassen: Tom Chaney hat den Vater von Mattie erschossen. Die vorlaute 14jährige Auftraggeberin besteht darauf mitzureiten, und zeigt unterwegs, dass sie nicht nur ein großes Mundwerk, sondern auch ziemlich Mumm hat.

Sehenswert: Großartiges Remake des John-Wayne-Films von 1969, großartig gespielt und mit lakonischem schwarzen Humor gewürzt.

Regie: Joel und Ethan Coen. USA 2010. Jeff Bridges, Josh Brolin, Hailee Steinfeld, Matt Damon u.a.

Sonntag 5.12.

Polizeiruf 110: Herrmann (ARD, 20.15 Uhr)

Polizeiruf 110: Herrmann

Die ermordete Bauingenieurin Daniela Nowak arbeitete für Karl Winkler, der in Cottbus einen millionenschweren Häuserblock saniert. So kehrt Adam Raczek an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück, wo er auf die geschätzte Ex-Kollegin Alexandra trifft. Die beiden haken beim aus Israel angereisten Zvi Spielmann und dessen Tochter nach. Er wuchs in einem der zu sanierenden Häuser auf, und Nowak besaß angeblich Dokumente, die sein Eigentum an der Immobilie beweisen. Ansprüche melden aber auch die im Haus wohnende Elisabeth Behrend und ihr Sohn an. Elisabeth und Zvi kennen sich aus Deutschlands düstersten Tagen …

Sehenswert: Mit Fingerspitzengefühl inszenierte der in Israel lebende Regissuer Dror Zahavi eine kluge, unter die Haut gehende Episode um die Erben des Holocausts und den Umgang mit Schuld und Verzeihen.

Regie: Dror Zahavi. BRD 2021. Mit Lucas Gregorowicz, Gisa Flake, Dov Glickman u.a.

The Gentlemen (Pro 7, 20.15 Uhr)

Marihuana-King Mickey Pearson will sein Imperium abstoßen. Der exzentrische US-Milliardär Berger scheint interessiert, auch Triadenboss Lord George und dessen durchgeknallter Handlanger Dry Eye. Schon bald gibt es ziemlich viel Action um das Gras ...

Sehenswert: Mit fiesen Typen, rotzigen Sprüchen und dreckigen Gags findet Guy Ritchie mit seinem Starensemble zu alter Stärke zurück – höchst unterhaltsam!

Regie: Guy Ritchie. GB 2020. Mit Colin Farrell, Matthew McConaughey, Charlie Hunnam, Michelle Dockery, Jeremy Strong u.a.

Chucky – Die Mörderpuppe (Tele 5, 22.25 Uhr)

Der sechsjährige Andy ist glücklich, als Mama ihm eine „Good Guy“-Puppe kauft. Was niemand ahnt: Kurz vor seinem Tod hat der Serienkiller Lee Ray seine böse Seele in den sprechenden Apparat transferiert. Von Andys Kinderzimmer aus plant er die Rache an dem Polizisten, der ihn im Spielzeugladen erschossen hat …

Sehenswert: Der mit viel Ironie gezeichnete Horrorfilm zog vier Fortsetzungen von gut bis völlig misslungen nach sich. Nichts für schwache Nerven.

Regie: Tom Holland. USA 1988. Mit Alex Vincent, Catherine Hicks, Brad Dourif, Chris Sarandon u.a.

Montag 6.12.

Misfits - Nicht gesellschaftsfähig (ARTE, 20.15 Uhr)

Ex-Stripperin Roslyn hat gerade eine Blitzscheidung in Reno hinter sich, in Nevada schließt sie sich dem Autoschrauber Guido und den Cowboys Gay und Perce an. Sie machen Jagd auf Mustangs. Roslyn ahnt nicht, dass die Pferde zu Hundefutter verarbeitet werden sollen …

Sehenswert: Die Mischung aus rauer Prärie-Action und weisen Dialogen (von Dramatiker Arthur Miller, Ex- Ehemann von MM) blieb Monroes letzter Film und vielleicht ihre beste schauspielerische Leistung vor ihrem mysteriösen Tod 1962.

Regie: John Huston. USA 1961. Mit Marilyn Monroe, Clark Gable, Montgomery Clift u.a.

Wir können nicht anders (ZDF, 22.15 Uhr)

Uni-Professor Sam folgt seiner Barbekanntschaft Edda in die ostdeutsche Heimat – kein guter Plan, denn dort gerät er ziemlich schnell in einen Komplott aus Mord und Eifersucht ...

Sehenswert: Ein blutiger Thriller, der zugleich die Trostlosigkeit der Provinz zeigt. Regisseur Buck versucht sich an den Coen-Brüdern, das hat Unterhaltungswert.

Regie: Detlev Buck. BRD 2020. Mit Kostja Ullmann, Alli Neumann, Sascha Alexander Gersak, Sophia Thomalla, Merlin Rose, Peter Kurth u.a.

Dienstag 7.12.

Giuseppe Verdi: Macbeth (ARTE, 20.15 Uhr)

Mailänder Scala

Nach gewonnener Schlacht wird dem königlichen Heerführer Macbeth von drei Hexen prophezeit, dass er selbst einmal König von Schottland sein werde. Von den Überredungskünsten seiner Frau verleitet, geht er buchstäblich über Leichen, um an sein Ziel zu gelangen. Doch von Schuldgefühlen gepeinigt, verfallen die Macbeths bald in Wahnvorstellungen und werden zu Opfern der eigenen Herrschsucht. Saisoneröffnung der Mailänder Scala: Die Oper nach der Shakespeare-Vorlage zählt zu den Frühwerken des italienischen Komponisten. Es spielen und singen das Orchester und der Chor der Mailänder Scala.

Sehenswert: Starsopranistin Anna Netrebko übernimmt den Part der Lady Macbeth, Bariton Luca Salsi singt die Titelrolle.

Regie: Arnalda Canali. F/I 2021

Dungeons & Dragons (Tele 5, 23.55 Uhr)

Im Fabelreich Izmer sorgen die Pläne der jungen Kaiserin Savina für Aufruhr. Dem niederträchtigen Magier Profion missfällt die Idee. Gemeinsam mit seinem tumben Handlanger Damodar will er Savina stürzen. Beistand erhält sie von den Dieben Ridley und Snails, Zauberschülerin Marina, der Elfe Norda und einem Zwerg …

Sehenswert: Fantasyklassiker nach einem Rollenspiel in eindrucksvollen Bildern, die vor zwanzig Jahren für Aufregung sorgten – vor allem bei Jugendlichen.

Regie: Courtney Solomon. USA/CZ 2000. Mit Thora Birch, Jeremy Irons, Bruce Payne, Richard O’Brian u.a.

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