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Musikclips aus München

Die Band Aloa Input
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Melden sich hörenswert zurück: Aloa Input

Neue Singles und Videos von tiduz., Briada, Aloa Input, Murena Murena, Don Marco & die kleine Freiheit und Vero Reiser & And The Pretty Damn Amazing

tiduz.

„Liquido auf dem Schützenfest“, die aktuelle Single des Münchner Rappers tiduz. erzählt eine trostlos-angehauchte Coming-of-Age Geschichte aus der westfälischen Provinz, wo er aufwuchs, bevor es ihn nach München verschlug. Im Bermudadreieck zwischen Schützenfest, Vorgarten und Einkaufsstraße steigert sich das jugendliche Verlangen nach Abwechslung und Alternativen. „Der Geist ist groß, nur der Platz viel zu klein“, rappt tiduz. über seine persönliche Vergangenheit und lässt dabei auch einen Schimmer Nostalgie durchblitzen, die wohl niemals wirklich verblasst, vielleicht ein bisschen so wie der One-Hit-Wonder-Song „Narcotic“ der Sinsheimer Alternative-Rockband Liquido, auf den sich tiduz. hier bezieht.

Zugabe:

Briada

Nach diversen Band-Projekten haben sich die beiden Brüder Male und Chris Scheitzeneder als Duo neu formiert und machen etwas auf Bayrisch, was es so noch nicht gibt: Briada huldigen dem Pop dabei auf Bayrisch, jener Popmusik also, die eher an Coldplay und Malik Harris denkt als an die alten bayrischen Helden. Einfach mal ein bisschen frischer Wind von zwei jungen, gutaussehenden Jungs, die auch auf Social Media schon in wenigen Wochen viele Fans auf sich aufmerksam machen konnten.

Zugabe: Noch keine.

Aloa Input

Fünf Jahre sind seit dem letzten Album von Aloa Input vergangen. Eine für diese Allstar-Band, bestehend aus Florian Kreier, Marcus Grassl und Cico Beck, ungewöhnlich lange Zeit. Was nicht groß verwundert, sind sie doch allesamt auch noch bei anderen Indie-Größen wie Sepalot, Angela Aux, The Notwist, Joashino u.a. oder wie Grassl als Booker im Heppel & Ettlich beschäftigt. Bei Sessions in Ateliers, Kinos und Kellerräumen in München, Mexico City und Montreal entstanden knapp 50 Stücke. Am Ende blieben 14 übrig, die im ersten Konzeptalbum der achtjährigen Bandgeschichte mit dem Titel „Devil’s Diamond Memory Collection“ gipfelten, welches Mitte Mai erscheint. Die erste und bislang einzige Singleauskopplung „The Other Rainbow“ stimmt schon mal perfekt auf den mit Spannung erwarteten Release ein…

Zugabe:

Don Marco & die kleine Freiheit

Don Marco & die kleine Freiheit sind das aktuelle musikalische Betätigungsfeld von Markus „Don Marco“ Naegele, seines Zeichens Verlagschef bei Heyne Hardcore. Nach zwei englischsprachigen Alben als Songwriter, Sänger und Gitarrist der Indie-Garage-Rockband Fuck Yeah ist er als Don Marco zur deutschen Sprache übergewechselt. Unterstützt wird er dabei von Kristof Hahn (Swans), Tim Jürgens (Superpunk, Liga der gewöhnlichen Gentlemen), Philip Bradatsch u.a. Hier hat er nun Velvet Undergrounds „After Hours“ kurz mal eingedeutscht und in „Feierabend“ umgetauft. Dazu Don Marco: „Die Coverversion als eigene Kunstform ist und bleibt umstritten. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Fan und Sammler guter, origineller Coverversionen bin. Im Fall von `Feierabend´ (geschrieben von Lou Reed, gesungen von Mo Tucker) ist es so, dass ich das Original sehr mag, ein naives, unschuldiges Mitpfeiflied im Tin-Pan-Alley-Stil.“

Zugabe:

Vero Reiser & And The Pretty Damn Amazing

„The Windshield Wipers Creep“ basiert auf einer wahren Begebenheit, wie Sängerin Vero Reiser zum aktuellen Video ihrer Band erklärt: „Ein (un)heimlicher Verehrer hinterließ mir Blumen am Auto, unter die Scheibenwischer gesteckt und später noch einen `Liebesbrief´ im Briefkasten. Woher er meine Adresse hatte, weiß ich nicht und bis heute bleibt der Absender unbekannt. Seine Absichten waren sicherlich keine bösen. Trotzdem unheimlich. Von diesem Unbehagen erzähle ich hier mit einem Augenzwinkern.“ Verpackt hat Reiser dieses spooky Erlebnis in einen ebenso stilsicheren wie smarten Soul-Brass-Mix der einen sympathisch an US-Bands wie etwa die wunderbaren Delines erinnert und aus diesem Grund auch sofort in seinen Bann zieht.

Zugabe:

Murena Murena

Klarer Fall: Große Kunst! Oder auch „Pop Noir“ wie es die Kollegin Mio Michaela Obernosterer vom angesehen österreichischen Skug-Magazin beschrieb. Daniel Murena aka Murena Murena ist hauptberuflicher Musiker und Komponist für Film und Theater, was man seinen Songs, so auch der hier vorliegenden ersten Singleauskopplung aus seinem Ende Mai erscheinenden dritten Album „Take Care Of Me“, problemlos anhört. „Dark Twine“ klingt dystopisch und verbreitet so mühelos beklemmende Endzeitstimmung, wie eine – um noch einmal die Kollegin vom Skug zu zitieren – „berauschte oder sonst wie betäubte Karaoke-Version einer Nick-Cave’schen `Murder Ballad´“. Mehr dann auch hier, wenn das Album erscheint…

Zugabe:

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