Fußball-EM 2021

Update: Bis zu 14.000 Fans bei Spielen der Fussball-Europameisterschaft...

Die Münchner AllianzArena
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Geplanter Austragungsort für die Fussball-EM: Die Münchner AllianzArena

München bleibt Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft im Sommer.

Update vom 04. Juni 2021:

Jetzt ist es offiziell: Für die vier Fußball-EM-Spiele in München werden jeweils 14.000 Zuschauer zugelassen. Das entspricht 20 Prozent der Stadionkapazität bei internationalen Spielen.  

Update vom 23. April 2021:

Die Stadtspitze und die bayerische Landesregierung gaben ihr Einverständnis für das sogenannte “EM-Leitszenario”, das trotz der Corona-Pandemie eine Zuschauerzahl von jeweils mindestens 14.500 vorsieht. Die Organisatoren vom UEFA-Exekutivkomitee zeigten sich mit dieser Zusage zufrieden.

Bundestrainer Joachim Löw kann sich also auf drei Heimspiele seiner Nationalelf in der Allianz Arena freuen. Am 15. Juli tritt die Mannschaft gegen den amtierenden Weltmeister Frankreich an, am 19. Juni ist Europameister Portugal der Gegner und am 23. Juni trifft man auf Ungarn. Auch das vierte Spiel in München, ein Viertelfinale am 2. Juli 2021, kann offenbar mit reduzierter Zuschauerzahl stattfinden.

Ursprüngliche Meldung:

Eine Fußball-EM ohne Fans im Stadion darf es laut UEFA nicht geben. München steckt daher in einer Zwickmühle: Zuschauer zulassen oder auf vier Spiele verzichten? 

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter kann wegen der Corona-Pandemie aktuell nicht versprechen, dass die drei Vorrundenspiele mit der deutschen Nationalmannschaft (15., 19. und 23. Juni) sowie ein Viertelfinalspiel (2. Juli) vor Zuschauern in der Allianz Arena ausgetragen werden können. Sowohl der Kontinentalverband UEFA als auch der Deutsche Fußball-Bund DFB machen aber Druck auf die Stadt, mit der Zusage einer mindestens 20-prozentigen Stadionauslastung bis kommenden Montag (19. April) die Wogen zu glätten. Andernfalls droht München nämlich den Status als Ausrichterstadt zu verlieren.

Ähnlich ergeht es übrigens auch weiteren Wackelkandidaten bei dieser paneuropäischen Europameisterschaft, die vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 stattfindet. Bilbao und Dublin fechten ebenfalls gerade einen politisch-sportlichen Kampf zwischen Inzidenz- und Zuschauerzahlen aus und müssen um die Spiele fürchten. Für Rom hat die italienische Regierung am Dienstag eine offizielle Zuschauer-Garantie abgegeben. Die restlichen acht Ausrichterstädte hatten bereits zuvor zugesagt, die Stadien mit mindestens einem Fünftel der theoretisch zugelassenen Fans zu füllen.

Allzu viel Optimismus möchte OB Reiter momentan nicht verbreiten. In einer offiziellen Mitteilung der Stadt erklärte er Anfang der Woche: “Ich hoffe, dass wir unter Einbeziehung zusätzlicher Hygienemaßnahmen und Teststrategien wie von der UEFA angestrebt einen gewissen Prozentsatz der Plätze in der Allianz Arena für Zuschauer freigeben können. Aber es ist aus heutiger Sicht natürlich leider nicht auszuschließen, dass aufgrund des Infektionsgeschehens und entsprechender Vorgaben der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zu den Spielterminen im Juni keine Zuschauer*innen zugelassen werden können.”

DFB-Präsident Fritz Keller wäre schon mit einem Fünftel Kapazitätsauslastung zufrieden: “Wir brauchen einfach die Garantie oder zumindest die Möglichkeit, dass wir mit 20 Prozent Zuschauern hinkommen, wenn die Pandemielage das erlaubt“, sagte er am Dienstag im ZDF. Diese 20 Prozent entsprechen einem der drei von der Stadt bei der UEFA eingereichten Szenarien, die anderen beiden sind Geisterspiele ohne Fans und eine 40-prozentige Auslastung. Ob diese dreigleisige Absichtserklärung dem europäischen Fußballverband ausreicht? Ein Lichtblick: Keller will innerhalb der UEFA-Gremien nach eigenen Angaben herausgehört haben, die Organisatoren würden München und damit den deutschen Markt unbedingt dabei haben wollen.  

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gab sich gegenüber dem Fachmagazin “Kicker” ebenfalls recht optimistisch. Es sei auch durch die fortlaufenden Impfungen „nicht mehr unvorstellbar, Zuschauer reinzulassen, die geimpft oder negativ getestet sind.“ Bis Mitte Juni werden tatsächlich etliche Millionen Bundesbürger geimpft sein, so dass dieses Szenario realistisch erscheint. Ein offizielles Schreiben mit einer positiven Zuschauer-Absichtserklärung von Seiten der bayerischen Landesregierung soll UEFA-Präsident Aleksander Ceferin nun für die entscheidende Sitzung am Montag gnädig stimmen.

Ein positives Indiz für München als Austragungsort der Fußball-EM ist außerdem, dass die UEFA für kommenden Donnerstag (22. April) an ihrem geplanten Stopp in der Stadt mit der “Trophy Tour” festhält. Bei dieser Gelegenheit soll der EM-Pokal auf einem Truck der Öffentlichkeit präsentiert werden. Wir hoffen, dass dabei keine langen Gesichter am Straßenrand zu sehen sein werden …

Ein Update nach der Entscheidung am Montag folgt...

Alex Wulkow

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