TV-Tipp

5 Gründe, warum die Serie Oktoberfest 1900 ein echtes Fernsehschmankerl ist

Brigitte Hobmeier als Colina Kandl in der Serie Oktoberfest 1900
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Brigitte Hobmeier als Colina Kandl in Oktoberfest 1900

Oktoberfest 1900, das deutsche Serien-Highlight des ausgehenden Sommers, ist ab sofort in der ARD-Mediathek und ab nächsten Dienstag in der ARD zu sehen. 

Erzählt wird in den sechs Folgen die Geschichte des fränkischen Brauers Curt Prank, der ohne Schanklizenz auf dem Oktoberfest expandieren möchte. Dabei kommt es mit großen und kleinen Brauereien der Stadt München zu gewaltvollen Reibereien und diverse Intrigen werden geschmiedet. Nicht umsonst wird die Serie am 1.10. auf Netflix unter dem Titel Oktoberfest: Beer & Blood veröffentlicht.

Wir haben für sie fünf Gründe gesammelt, aus denen Sie sich das Fernseh-Event nicht entgehen lassen sollten:

1. Oktoberfest 1900 kann sich sehen lassen.

Als „High-End-Serie auf internationalem Niveau“ von der ARD angepriesen, stehen die sechs Episoden bekannteren US-Serien wirklich in nichts nach: Schnelle Schnitte, beeindruckende Optik, und eine hervorragende Ausstattung machen Oktoberfest 1900 zu einem Augenschmaus.

2. Authentizität und Lokalkolorit.

Ja, gedreht wurde das Serienspektakel größtenteils in Prag und Ja, Hauptdarsteller Mišel Matičević hat kürzlich die Bombe platzen lassen, dass er überhaupt noch nie auf der Wiesn war, aber trotzdem: Mit viel Liebe zum Detail wurden hier die rustikal-elegante Kleidung und Einrichtung des ausgehenden 19. Jahrhunderts nachempfunden. (Nebenbei: Hier kann man als Tracht-Fan lernen, dass grelles Pink in traditionellen Dirndln eher selten auftauchte.) Dazu noch das schöne Bairisch, das DarstellerInnen wie Brigitte Hobmeier und Maximilian Brückner sprechen und schon ist die Reise ins München vor 120 Jahren rundum glaubhaft.

3. Die Serie wird unweigerlich zum Gesprächsthema der Stadt.

Bereits im Vorfeld waren manche Wiesnwirte in Angst: „Kann es sein, dass diese Serie unseren Ruf schädigen wird? Wird dann der Bierverbrauch bei der nächsten realen Wiesn von den 7,3 Millionen Mass, die 2019 ausgeschenkt wurden auf läppische 7,25 Millionen abfallen?“ Diese unterstellte und ähnliche real getätigte Aussagen haben die ZuschauerInnen in den letzten Wochen nur noch heißer auf das Serienspektakel gemacht. Man kann also davon ausgehen, dass viele MünchnerInnen in den Mittagspausen kommender Wochen wohl über die Serie reden werden. Wenn man beim Talk of the Town mitratschen will, sollte man also auch mal reinschalten.

4. Sowas wie Oktoberfest 1900 gab es schlichtweg noch nie.

Natürlich gibt es tolle Münchner Serien: Monaco Franze, Die Hausmeisterin, München 7… um ein paar gern gesehene Klassiker zu nennen. Auch neue Titel wie Servus Baby oder Der Beischläfer können sich sehen lassen. Doch eint sie alle eines: Der Hang zu Charme und Humor. Das ist insgesamt natürlich etwas Positives und spiegelt die bayrische Lebensart auch gut wieder. Dennoch macht es Oktoberfest 1900 mit seinem eher ernst-historischen „Babylon Berlin“-Style zu einer Besonderheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

5. Endlich wieder entspannt auf der Couch sitzen.

Nachdem wir alle die letzten sechs Monate Arm in Arm den Sommer ausgekostet haben und völlig unproblematisch barrierefrei durch die Welt reisen konnten, ist ein wenig Zeit in den eigenen vier Wänden doch auch wieder was Schönes… Ach so… ja, stimmt. Wir saßen eh alle recht viel zuhause rum. Hm. Naja, aber dennoch: Auch nach sechs Monaten Zwangs-Streaming auf der Couch ist Oktoberfest 1900 immer noch tolle Unterhaltung. Und das heißt wirklich was!

Oktoberfest 1900 in der Mediathek: www.daserste.de/unterhaltung/serie/oktoberfest-1900/

In der ARD: Folgen 1 + 2: Di 15.9. 20:15 Uhr, Folgen 3 + 4: Mi 16.9. 20:15 Uhr, Folgen 5 + 6: Mi 23.9. 20:15 Uhr

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