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CSD München: Pride Weeks 2022

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Von: Andreas Platz

Auch das Münchner Rathaus steht ganz im Zeichen der Pride Week
Auch das Rathaus steht ganz im Zeichen der Pride Week © Raffaela Hoffmann / InMagazin Verlags GmbH

Der CSD München wird so groß wie nie und läuft mit den Pride Weeks bis 17 Juli 2022

Nach zwei Jahren in abgespeckter Form startet der CSD München 2022 wieder voll durch: Bis 17. Juli gibt es unzählige Partys, Ausstellungen und andere Veranstaltungen für die LGBTIAQ*-Gemeinde und alle Interessierte. Unter dem Motto LESS ME, MORE WE fordert die Münchner LGBTIQ*-Community mehr Solidarität mit- und untereinander, insbesondere mit der Ukraine und kämpft für einen Aktionsplan zur Gleichstellung queerer Menschen in Bayern.

Lange mussten die Münchner*innen auf diesen Moment warten: Nach zwei Jahren Pandemie kehrt der CSD am 16. und 17. Juli auf die Straße zurück, um sichtbar für gleiche Rechte und Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen einzustehen. Am 2. Juli begannen die PrideWeeks mit zahlreichen Veranstaltungen rund um das diesjährige CSD-Motto LESS ME, MORE WE, das für Gemeinschaft und Solidarität in der Community, aber auch darüber hinaus steht. Der Wunsch danach sei angesichts der zunehmenden Spaltung in der Gesellschaft, der Gewalt gegen LGBTIQ* und des Kriegs in der Ukraine verständlich, findet Thomas Niederbühl, politischer Sprecher des CSD München und Stadtrat Rosa Liste.

Die Solidarität der Münchner Community gilt in diesem Jahr auch den Menschen in Münchens Partnerstadt Kyjiw, insbesondere LGBTIQ*, die in der Ukraine unter Putins Krieg leiden, weil sie ohne Einkommen sind, ausgebombt wurden oder fliehen müssen. Beim CSD läuft die Gruppe mit Gästen von KyivPride, Gay Alliance Ukraine und OdesaPride sowie Geflüchteten aus der Ukraine an der Spitze der PolitParade. Ein Euro vom Eintritt des RathausClubbing geht an die Ukraine-Nothilfe von Munich Kyiv Queer; die Veranstalter*innen verkaufen einen Soli-Wodka. Außerdem findet am Vorabend des CSD, dem 15. Juli, im lesbisch-queeren Zentrum LeZ eine Benefizparty für LGBTIQ* in der Ukraine statt.

PrideWeeks: Zwei Wochen Programm

Solidarität, Ukraine, Aktionsplan –die Themenschwerpunkte des diesjährigen CSD prägen die PrideWeeks. Über zwei Wochen läuft das Begleitprogramm im Vorfeld des CSD-Wochenendes dieses Jahr erstmals. Bis 17. Juli lädt die Münchner Community zu Sport, Politik, Kunst und Workshops.

Zu den Highlights der Saison gehören das lesbische Filmevent „Nico“ am 8. Juli, Sylwia Makris queer-kritisch interpretierte Meisterwerke der polnischen Malerei in der Kunsthalle und der TinQmarch für mehr Sichtbarkeit von trans*, inter*, nicht-binären und queeren Menschen am 15. Juli.

PolitParade auf neuer Strecke

Höhepunkt der beiden Pride-Wochen ist das Wochenende vom 16. auf den 17. Juli. Vom Tal haben die Veranstalter*innen den Startpunkt der PolitParade erstmals auf den Mariahilfplatz in der Au verlegt. Der Demonstrationszug war in den vergangenen Jahren immer größer geworden, am neuen Ort ist mehr Platz für die Aufstellung. Außerdem bringt der neue Weg mehr Sichtbarkeit.

Die etwa vier Kilometer lange Strecke läuft ab 12 Uhr über Ohlmüllerstraße, Reichenbachbrücke, Fraunhofer-, Klenzestraße, Gärtnerplatz, Reichenbach-, Rumford-, Müllerstraße, Sendlinger-Tor-Platz, Oberanger zum Rindermarkt (Demo-Ende Fußgruppen) und weiter über Rosental und Viktualienmarkt zum Alten Rathaus (Demo-Ende Fahrzeuge).

Straßenfest und RathausClubbing

Im Anschluss beginnt das Straßenfest wie gewohnt mit zwei Bühnen am Marienplatz und in der Kaufinger Straße, Infoständen in der gesamten Innenstadt, der Party Area am Rindermarkt, und einem Bereich für Regenbogenfamilien auf dem Frauenplatz vor dem Dom. Abends lädt der CSD wieder zum RathausClubbing. Der Samstag kann auf YouTube, Facebook und www.csdmuenchen.de im LiveStream verfolgt werden. Am Sonntag präsentieren die Veranstalter*innen auch wieder ein PumpsRace.

Alle Infos und das vollständige Programm unter www.csdmuenchen.de

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