Christopher Street Day

CSD: Die Veranstalter*innen lassen erstmals über Themenschwerpunkt und Motto 2021 abstimmen

Die Flagge des Christopher Street Day
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CSD-Flagge

Bis zum 6. Dezember können alle aus der Community den CSD-Veranstalter*innen mitteilen, welche Themen sie umtreiben und was sie bewegt, wenn es um LGBTI*, gleiche Rechte und Akzeptanz geht. 

Seit 40 Jahren demonstrieren Lesben, Schwule, Bi, Trans* und Inter* in München für gleiche Rechte und Akzeptanz. Bei der größten Veranstaltung der LGBTI*-Community im süddeutschen Raum finden innerhalb einer neuntägigen „PrideWeek“ normalerweise mehr als 60 Veranstaltungen statt. Heuer waren es knapp 30. Höhepunkte sind die Politparade durch die Innenstadt mit bis zu 155.000 Teilnehmer- und Zuschauer*innen (2019), das zweitägige Straßenfest rund um den Marienplatz und das Party-Event RathausClubbing. Im Corona-Jahr demonstrierten über 300 Menschen an 45 Demo-Spots und; der Live-Stream brachte durchgehend immerhin so ca. 1000 Zuschauer*innen zusammen.

Kontaktbeschränkungen dank Corona stark eingeschränkt

Mitten in der Pandemie bringt der Münchner CSD in einer großen Mitmach-Aktion die Lesben, Schwulen, Bi-, Trans* und Inter* der Stadt wieder zusammen.  Münchens LGBTI*-Community entscheidet nun erstmals gemeinsam über Themenschwerpunkt und das Motto für den CSD 2021. Bislang oblag diese Aufgabe dem Szenestammtisch, an dem sich die Vertreter*innen der LGBTI*-Organisationen treffen, um über die Belange der Lesben, Schwulen, Bi, Trans* und Inter* der Stadt zu sprechen. Jetzt dürfen alle ran. „Corona macht es allen Menschen schwer, soziale Kontakte aufrecht zu erhalten“, sagt Thomas Niederbühl, politischer Sprecher des CSD und Stadtrat Rosa Liste. LGBTI*, deren Mitglieder oft auf Schutzräume angewiesen sind, leiden aber besonders darunter.“ Vielen fehlt der persönliche Kontakt, den Anlaufstellen wie LeTRa, Sub, Diversity, die Trans* Inter* Beratungsstelle etc. derzeit nur eingeschränkt bieten können. „Wir freuen uns deshalb besonders, dass der Münchner CSD jetzt der Community ermöglicht, zusammenzurücken und sich auszutauschen“, ergänzt Julia Bomsdorf, Sprecher*in des CSD und der Lesbenberatungsstelle LeTRa. 

Und so geht’s

Schritt 1: Bis einschließlich 6. Dezember können alle aus der Community den CSD-Veranstalter*innen mitteilen, welche Themen sie umtreiben, was sie bewegt, wenn es um LGBTI*, gleiche Rechte und Akzeptanz geht. Und zwar auf allen gängigen Social Media-Kanalen wie Facebook, Instagram oder YouTube, per Telefon-Mailbox (0151-74381075) und natürlich per Mail. Der CSD sammelt Vorschläge für mögliche Themenschwerpunkte. Die Leitfragen dazu lauten: „Wofür wollt Ihr kämpfen, was gilt es zu verbessern, wo müssen wir handeln?“

Schritt 2: Die Themen, die über die Community reinkommen, stellen die Verantwortlichen am 12. Dezember vor und diskutieren sie mit allen Interessierten und Szenevertreter*innen in einer großen Live-Sendung, die ab 15 Uhr online aus dem Münchner Schwulen Zentrum Sub ins Netz übertragen wird. Auch neue Vorschläge sind freilich willkommen.

Schritt 3: Zu den Themenschwerpunkten, die aus der Podiumsdiskussion im Sub entstanden sind, erarbeitet der CSD anschließend in einem Workshop mit Szenevertreter*innen mögliche Mottos, die dazu passen.

Schritt 4: Vom 18. Januar an stellt der CSD die erarbeiteten Mottos nochmal in einem Online-Voting für alle zur Abstimmung ins Netz. Deadline soll hierfür der 31. Januar sein. Der Münchner CSD soll im kommenden Jahr auf jeden Fall wie geplant am zweiten Juli-Wochenende stattfinden. Ob er in gewohnter Form abgehalten wird, ist allerdings offen, denn das „hängt sehr von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab“ stellt CSD-Geschäftsführer Alexander Kluge fest. Er und sein Team gehen deshalb eher davon aus, dass der 2021er Pride als eine Mischform aus analogen und virtuellen Elementen daherkommt. 2020 hatte die Corona-Version des CSD mit seinem Live-Stream-Programm und den dezentralen Demo-Spots eine große Zahl Besucher*innen vor die Bildschirme und in die Innenstadt gelockt. 

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