Haus der Bayerischen Geschichte

Sterben unsere bayerischen Wirtshäuser aus?

Wirtshaussterben - dramatische Entwicklung eines tief bayerischen Kulturgutes
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Wirtshaussterben - dramatische Entwicklung eines tief bayerischen Kulturgutes

Wirtshaussterben - das Haus der Bayerischen Geschichte zeigt vom 30.4. bis 11.12. die Historie der bayerischen Wirtshauskultur. Auftaktfest 29.4. – 1.5.2022.

Wirtshaussterben? Wirtshausleben! Der Bayer und sein Wirtshaus – eine untrennbare Symbiose! Bayerische Wirtshauskultur ist Ausdruck eines einzigartigen Lebensgefühls und wird weltweit imitiert. Nicht zuletzt ist dieses Lebensgefühl auch ein leistungsfähiger Motor des bayerischen Tourismus. In Bayern selbst sterben allerdings seit den 60ern die authentischen Wirtshäuser aus - also nicht erst aufgrund der Pandemie. Fast pünktlich zum Tag des Bieres (23.4.) zeigt das Haus der Bayerischen Geschichte vom 30.4. bis zum 11.12. in seinem Museum in Regensburg neben dem kometenhaften Erfolg des typisch weißblauen Phänomens auch die vielfältigen Ursachen für dessen aktuell traurigen Werdegang. Zum Flyer.

Von der römischen Taverne bis zum Bierpalast

Die Ausstellung erkundet die natürlich auch unterhaltsame Entwicklung von der römischen Taverne über das griabige Wirtshaus bis hin zu den pompösen Bierpalästen des 19. Jahrhunderts wie z.B. das Hofbräuhaus oder der Mathäser. Besonders die Weltausstellungen im 19. Jahrhundert haben das bayerische Wirtshaus und bayerisches Bier mit Glanz und Gloria, mit inszenierten Alpenkulissen und Großgaststätten international bekannt gemacht. Beleuchtet wird aber auch der harte Alltag von Wirten und Kellnerinnen, die Armut der Kleinhändler, Raufereien, politische Gewalt und Alkoholismus. Aussagestarke Originalexponate erwecken spaßige, aber auch nachdenkliche Szenen ihrer Zeit wieder zum Leben. Für die Besucher gibt´s passende deftige Kost, dazu Bier oder Frankenwein, Theateraufführungen, gemeinsames Wirtshaussingen u.v.m. Geöffnet Dienstag bis Sonntag/Feiertag 9 bis 18.00, Eintritt sieben Euro.

Mitmachstationen, Medien und kreative Rettungsprojekte

Der Lage entsprechend kreist die Bayernausstellung um ein Kunstwerk in der Saalmitte: eine „Explosion“ des bayerischen Wirtshauses mit Lichteffekten, einer bewegten Bodenprojektion und über 400 schwebenden Objekten aus Gaststube und Küche.  Das Haus der Bayerischen Geschichte verfolgt mit der Ausstellung und dem begleitenden 30-minütigen Dokumentarfilm im HdBG-Kino die dramatische derzeitige Situation, aber auch den Aufstieg der bayerischen Wirtshauskultur zu Weltruhm und zeigt Lösungen für die aktuelle Krise auf.

Großes Auftaktfest zur Ausstellung

Offizielle Eröffnung der Bayernausstellung „Wirtshaussterben? Wirtshausleben!“ mit Festansprache des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder am 29.4. um 13.00. Freier Eintritt, mit verlängerten Öffnungszeiten am Samstag und Sonntag (9 bis 21.00) und opulentem Rahmenprogramm: Auf dem Donaumarkt am Flussufer direkt vor dem Museum dreht sich alles um das Thema Bier, es gibt Verkostungen, Vorträge, ein Sensorium zum Riechen, Schmecken, Tasten, Spielstationen für Kinder u.v.m. Anfahrt per Bahn München-Regensburg ca. 130km, mit Regionalbahnen Direktverbindung ca. 1.30 Stunden.  www.bahn.de