9-Euro-Ticket

Ab 1. Juni: Zu den schönsten Seen mit Bahn und 9-Euro-Ticket ab München

St. Bartolomä am Königssee, Schiff auf dem Chiemsee, der Staffelsee bei Murnau und Tegernsee
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St. Bartolomä am Königssee, Schiff auf dem Chiemsee, der Staffelsee bei Murnau und Tegernsee

Ab 1.6. gibt´s Bahnfahrten so günstig wie noch nie. Schippern auf Bayerisch – auch Ausflüge zu unseren Seen werden so wieder deutlich attraktiver 

Schon gewusst? Unsere schönsten bayerischen Seen sind tatsächlich auch bequem mit den Bahnen des Regionalverkehrs erreichbar. Wie große blaue Spiegeleier liegen sie zwischen den Voralpenhügeln, gesäumt von gemütlichen Biergärten, kleinen und größeren Ortschaften, viel Kultur und immer die imposante Alpenkulisse am Bildrand. Besonders reizvoll sind die Perspektiven vom Wasser aus und auch dafür halten Chiemsee & Co reichlich Varianten parat.

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Große Schiffsrundfahrten oder das kleine Inselhopping, mit sentimentalen Raddampfern, fast geräuschlosen Elektrokreuzern, mit Bars und Sonnendecks oder individuell unterwegs mit Elektro- oder Ruderbooten. Von München Richtung Salzburg zum Chiemsee oder zum Königssee und gen Süden zum Tegernsee und Schliersee geht´s mit der Bayerischen Regiobahn (BRB), Starnberger-, Ammer- und Staffelsee sind mit den S-Bahnen bzw. der DB Regio durch das Blaue Land erreichbar. Achtung: Die aktuellen 5% Preisnachlass auf Schiffsfahrten bei Vorlage eines Bahntickets gibt es in Kombi mit dem 9-Euro-Ticket nicht!

Mit der BRB zu Chiemsee und Königssee

Immer noch charmant und im Einsatz – die Feßler-Flotte auf dem Chiemsee

Chiemsee er ist der größte und auch vielseitigste. Rund 100 Kilometer entfernt, die BRB-Züge von München starten stündlich Richtung Salzburg. Nach dem Ausstieg in Prien kann man die rund 1.7 Kilometer zum Hafen zu Fuß gehen, den Bus nehmen oder man gönnt sich eine Achtminuten-Fahrt mit der historischen Chiemseebahn von 1887. Am Wochenende immer mit Dampflock, wochentags dieselgetrieben, für 4.- €. Zu den Inseln bzw. rund um den See gibt es verschieden lange Rundfahrten für rund 10.- bis 14.- €, Fahrtzeiten z.B. zur Herreninsel 15, zur Fraueninsel 20 Minuten, gestartet wird morgens ab 9.00. Unter den 13 Schiffen der Flotte befindet sich übrigens auch ein herrlich nostalgischer Raddampfer von 1926 - die „Ludwig Fessler“, das Aushängeschild des Familienbetriebes.

Bootsverleih: Nur ein paar Schritte vom Dampfersteg entfernt – Richtung Erlebnisbad Prienavera – können bei der Firma Stöffl für den etwas privateren Wasserausflug Elektroboote geliehen werden. Spezielle Kenntnisse bzw. Scheine sind dafür nicht nötig. Die Modelle gibt es für 4 bis 8 Personen, von 500 bis 3000 Watt Leistung und alle mit USB-Port, Liegedeck, Klappdach u.v.m. 17.- bis 30.- € je Stunde. Auch Routenvorschläge, Tipps für lauschige Ankerplätze...etc.

Wo einkehren? Rund um den See und auf den Inseln gibt es generell hervorragende Fischgerichte, im Hotel Luitpold direkt am Hafen in Prien guten Kuchen. Besonders reizvolle Lage, angenehmes Ambiente und Qualitätsküche mit Produkten aus der Region bieten der Klosterwirt auf der Fraueninsel und die Schlosswirtschaft Herrenchiemsee.

Mit dem 9-Euro-Ticket zum Königssee – St. Bartolomä

Königssee Im Gegensatz zu den anderen ist er ein echter Bergsee, meist smaragdgrün, flankiert von steil aufragenden Felsen und mit 200 Metern der tiefste See Bayerns. Auch hier tummeln sich Berühmtheiten wie z.B. die Wallfahrtskirche St. Bartholomä, die imposante Watzmann-Ostwand oder der Nationalpark Berchtesgaden. Mit der BRB geht´s diesmal bis Freilassing, dort Umstieg in die Linie S4 nach Berchtesgaden. Allerdings ohne lästigen Bahnsteigwechsel, die Anschlüsse sind abgestimmt. Mit dem Bus 841 weiter nach Schönau zur Anlegestelle der Linienschiffe. Die Königssee-Flotte verfügt über 19 Elektroboote, alle etwa 20 Meter lang und 3.50 Meter breit, zugelassen für ca. 90 Passagiere. Achtung, an Bord gibt´s keine Toiletten und keine Bewirtung. Im Angebot sind unterschiedliche Rundtouren bzw. Strecken zwischen 7.- und 25.- €. Es lohnt sich übrigens, bis zur Endstation Salet zu fahren. Ein kurzer Spaziergang führt zum Obersee mit herrlichem Blick zur Fischunkelalm und zum Röthbach-Wasserfall - mit über 450 Metern der höchste Deutschlands.

Wo einkehren? Die Traditionsgaststätte St. Bartolomä, traumhafte Lage am Fuß der Watzmann-Ostwand, schönes historisches Gebäude, ansprechender Garten. Absolut sehenswert, Essen und Service mit Luft nach oben. Auch auf der Halbinsel das Fischerstüberl. Superurige Stuben, tolle frisch geräucherte Fische aus dem See zu vernünftigen Preisen. Saletalm, 350 Meter vom Bootsanleger Salet am Südende des Sees. Gemütliche Selbstbedienungshütte mit viel Platz, großer Terrasse und herrlicher Aussicht.

Tegernsee und Schliersee

Berge und Wasser – die ewige Traumkombi (Tegernsee)

…der schillernde Paradiesvogel und sein geerdeter Bruder! Beide sind problemlos mit der BRB via Holzkirchen in einer Stunde vom nördlichen Flügel des Hauptbahnhofs aus erreichbar, in Tegernsee noch 10 Minuten zu Fuß bis zum Landungssteg der Schiffe. Die Rundfahrtenangebote liegen zwischen 12.40 und 16.90 €. Übrigens: Deftiges Special zum Vatertag am 26.5., Schweinshax´n, eine Halbe Bier plus Obstler und Live-Musik 25.- € zzgl. Schifffahrt 16.90 € (inkl. 2 Rundfahrten!). In Schliersee sind´s nur ein paar Minuten zum See. Direkt beim Vitalzentrum startet die „Schliersee“ täglich um 13 und 14.00 im Linienbetrieb über Fischhausen und Schlierseer Hof, bei schönem Wetter von 11.00 bis 17.00 auch im Ausflugsbetrieb, Rundfahrten 7.- €, Teilstrecken weniger.  Falls die Gastronomie auf der Insel Wörth geöffnet hat, wird auch dort gehalten.

Wo einkehren? In Tegernsee natürlich im legendären Bräustüberl, liegt auch direkt beim Landungssteg. In Schliersee empfiehlt sich das Restaurant des Vitalzentrum direkt am See mit Riesenterrasse oder das Hotel-Restaurant Terofal, 6 Gehminuten vom Bahnhof.

Per S-Bahn an Starnberger See und Ammersee

Auch hier ein Seenpärchen mit vielen Gemeinsamkeiten und doch ganz unterschiedlich im Charakter. Der eine etwas feiner, fast unnahbar, der andere offen, natürlich, romantisch. Die S6 des Münchner MVV begleitet den Starnberger See entlang des Westufers und bietet hier 3 Haltestellen mit Zugang zum Schiffsverkehr - in Starnberg, Possenhofen und Tutzing. Die Flotte spielt eindeutig in der Oberliga, die Schiffe sind größer, komfortabler und vermitteln fast Kreuzfahrtfeeling, fast alle bewirten ihre Gäste an Bord. Mit 56 Metern Länge, Tanzfläche, diversen Salons u.v.m. ist der Galerie-Katamaran „Starnberg“ das Flaggschiff der Bayerischen Seeschifffahrt. Rundfahrten von 12.10 bis 22.- €.

In eine ganz andere Zeit versetzt fühlt man sich dagegen am Ammersee. 2 der Schiffe sind nostalgische Raddampfer, inspiriert vom Ambiente der 30er Jahre, mit stilvollem Interieur und einem Hauch von Agatha Christies „Tod auf dem Nil“. Zielbahnhof von München aus mit der S8 ist Herrsching am Ostufer, mit den Zügen der BRB via Geltendorf gibt´s Schiffsanbindung entlang des Westufers u.a. von Schondorf, Utting und Dießen. Schiffsrundfahrten von 13.50 bis 18.- €.

Wo einkehren? Die meisten der Schiffe bewirten an Bord, in Herrsching, direkt am Dampfersteg bietet der Seehof von seinem Biergarten aus einen unvergleichlichen Sonnenuntergang über dem See, gute Wirtshausküche und jeden ersten Freitag im Monat Musikanten Stammtisch. Und auch zum heiligen Berg – nach Andechs – sind´s nur 5.6 Kilometer.

Mit der Werdenfelsbahn an den Staffelsee

Beschauliche Ecke am Staffelsee bei Murnau

Rund 60 Kilometer südwestlich von München und mit 7.7 qkm eher einer der kleineren Seen, aber immerhin mit 7 Inseln. Die DB Regio Strecke Richtung Garmisch bis Murnau, vom Bahnhof zur Anlegestelle ca. 10 Minuten Gehzeit. Die MS Seehausen bedient hier alleine das Fahrgastgeschäft, an Bord gibt´s Toiletten, eine Bar, Getränke und Speiseeis, angelaufen werden 4 Anlegestellen, die große Aussichtstour umrundet zusätzlich die Inseln. Preise zwischen 7.- und 12.- €.

Bootsverleih in Seehausen ca. 10 Minuten Fußweg vom Bahnhof Murnau. Hier gibt es Ruder- Tret- und Elektroboote, sowie Canadier und SUPS. Z.B. Ruderboote 10.-, Elektroboote 18.- € pro Stunde.

Wo einkehren? Das entzückende Künstlerstädtchen Murnau kann sich auch in Sachen Genuss sehen lassen. Viele regionale Spezialitäten, qualitätsbewusste Gastronomie und 2 ausgezeichnete Brauereien. Bestens versorgt wird man z.B, im Griesbräu und im Karg Bräustüberl.

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