News & Interview

10 Jahre IWW: Feiern mit Freunden

Die IWW-Crew: Sebastian, Maxâge und Fabian

Gratulation an Maxâge, Fabian Kranz und Sebastian Galvani! Zehn Jahre veranstalten die Jungs nun schon ihre Techno-Partyreihe IWW. Am Wochenende feiern sie den runden Geburtstag im Harry Klein

„Aus Minimal wurde Techno. Aus Techno wurde House. Und wieder zurück. Zehn Jahre sind eine lange Zeit, in der wir uns wie auf einer Achterbahnfahrt befunden haben“, beschreiben die drei Münchner ihre musikalische Entwicklung und ihre Gefühlslage angesichts des bevorstehenden Jubiläums. Am kommenden Wochenende steht ein zweitägiger wilder Ritt mit tollen Künstlern und langjährigen Wegbegleitern auf dem Plan – natürlich an dem Ort, an dem die IWW-Erfolgsgeschichte maßgeblich geschrieben wurde, im Harry Klein.

Zum Auftakt am Freitag haben die Jungs einen der innovativsten und niveauvollsten deutschen Produzenten gebucht: Sascha Ring, vielen besser bekannt unter seinem Pseudonym Apparat oder auch von seinem zweiten Projekt Moderat, das er zusammen mit Modeselektor auf die Beine gestellt hat. Der Berliner, der auch das Plattenlabel Shitkatapult betreibt, wird in der Nacht zu Samstag ein feines elektronisches DJ-Set in die Umlaufbahn schicken. Support bekommt er von der IWW-Chefetage höchstpersönlich. Fabian Kranz, Maxâge und Sebastian Galvani spielen sich bis frühmorgens Rücken an Rücken die Bälle bzw. die Beats zu.

In der darauffolgenden Nacht können sie die Szenerie etwas entspannter beobachten, nur Fabian muss noch mal ran an die Decks mit seinem Projekt Trap10. Darüber hinaus legen die langjährigen IWW-Freunde Andrea di Rocco, James Beyond, Marco Wachs, Michal Zietara und im Separée Tuff Rubber auf. Wer sämtliche Acts an beiden Abenden live erleben möchte, sollte zum „Weekend Pass“ für 15 Euro plus Vorverkaufsgebühr greifen. Wer dagegen nur samstags kommen kann, sollte sich über die IWW-Facebookseite vorab auf der Freundesliste eintragen und dann bis 1 Uhr für nur 5 Euro Eintritt im Harry Klein erscheinen.

Diesen heißen Tipp hat uns DJ Maxâge gegeben, den wir im Vorfeld kurz zu einem Interview getroffen haben:

10 Jahre IWW. Aber ihr drei kennt euch wahrscheinlich schon länger, oder? Erzähl doch mal!
Maxâge: Ganz genau. Wir sind in dieselbe Schule gegangen und haben gemeinsam unsere Liebe fürs Auflegen entdeckt. In Fabians Keller haben wir uns oft ans Mischpult gestellt. Manchmal erst frühmorgens, wenn wir aus unserem Lieblingsclub Harry Klein nach Hause gekommen sind. Darum haben wir den Keller irgendwann auch liebevoll „Harry Schwein“ genannt.

Aber ihr wart mit eurem Event nicht immer im Harry-Klein-Club, richtig?
Maxâge: Wir sind seit acht Jahren im Harry Klein. Das hätten wir uns anfangs gar nicht erträumen lassen. Die allererste „Ich will weinen“-Party (dafür steht das Kürzel IWW eigentlich, Anmerkung der Redaktion) fand im Backstage-Werk statt. Der Event ist super gelaufen. Anschließend haben wir uns gefragt: Wo könnte man es noch machen? Dann kam der Garden Club ins Spiel, dort konnten wir ein Jahr lang jeden Freitag IWW als Regular machen. Jeweils einmal waren wir dann noch im Match Club und im Ampere. Und kurz darauf kam auch schon die Anfrage aus dem Harry Klein, das damals noch auf dem Optimolgelände war.

Wie ist eigentlich der Name „Ich will weinen“ bzw. IWW entstanden?
Maxâge: Wir waren alle zusammen beim Greenfields-Open Air, und Sven Väth hat uns damals in Trance geraved. Da hätten wir vor Freude weinen können, so schön war‘s. Die Erinnerung daran hat uns zu dem Namen geführt. Seitdem wir im Harry Klein sind, nutzen wir aber eigentlich nur noch die Kurzform.

Welche eurer Partys sind euch besonders in Erinnerung geblieben?
Maxâge: Das sind natürlich vor allem die Geburtstage, z.B. unser Dreijähriges im Muffatwerk auf vier Floors. Bei der Größenordnung dort waren wir schon etwas nervös. Es ist aber gut aufgegangen, das war eine richtig fette Party. Oder unser fünfjähriges Jubiläum im Backstage-Werk. Da haben wir Octave One erstmals nach München geholt, das Ganze eskalierte dann bis mittags. Auch noch herausgestochen ist der Abend mit Maceo Plex, den wir zum ersten Mal nach München gelotst haben.

Nach den ersten drei Jahren mit Partys habt ihr dann auch das passende Label dazu gegründet. Was hat euch dazu bewogen?
Maxâge: Wir sind übers Auflegen immer mehr zum Produzieren gekommen. Vor allem Fabian war da unser Pionier. Irgendwann wollten wir dann unsere Musik über eine eigene Plattform verbreiten, daher entstand das Label IWW Music. Wir haben dort acht Platten herausgebracht, bevor wir eine Pause einlegen mussten, weil wir alle ins Berufsleben eingestiegen sind und nur noch wenig Zeit dafür hatten.

Nach dieser ruhigeren Phase wollt ihr jetzt aber wieder mehr mit dem Label machen. Was steht in nächster Zeit an?
Maxâge: Richtig. Wir haben uns zuletzt wieder mehr Zeit genommen, um das Ganze neu zu launchen. Im Februar wird unser neunter Release erscheinen – und zwar von Marco Wachs, der sich in nächster Zeit auch verstärkt um die Labelarbeit kümmern wird. Aber auch wir selbst werden dieses Jahr wieder eigene Produktionen beisteuern.

Und wo fährt der Zug bei euch dieses Jahr musikalisch hin?
Maxâge: Bei uns war das ja schon immer so eine Wellenbewegung. Von Minimal zu Techhouse, dann kam eine eher dunkle Techno-Phase und momentan können wir mit dem Detroit-Style viel anfangen. Wir nennen unseren aktuellen Stil auch gern Happy Techno. Das heißt, der Sound geht nach vorne, ist aber nicht monoton und stumpf, sondern von warmen Beats geprägt.

Mit Apparat habt ihr ja einen echten Konzeptalbum-Künstler gebucht, der eher intelligenten Electronica-Sound macht und auch viel mit Gesang experimentiert. Ein bewusster Gegensatz zu euren Partys?
Maxâge: Wir sind natürlich große Fans von Apparat und wollten zum Zehnjährigen auf jeden Fall, dass das Booking aus dem üblichen Standard heraussticht. Apparat macht einfach tolle Musik, aber seine Sets als DJ sind doch ein ganzes Stück anders. Das ist richtig feine Clubmusik. Ihr werdet es hören.

10 Jahre IWW, Harry Klein, Sonnenstr. 8
Fr/Sa, 2./3.2., 23 Uhr

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