Event-Tipp

Für immer jung – der NY. Club feiert 14. Geburtstag

Das Team des NY. Clubs: Ken Koch (Mitte)

Ken Koch ist mit Herz und Seele Gastgeber in seinem NY. , über Münchens Grenzen hinaus bekannter Gay-Diskothek. Wir haben ihn vor den Feierlichkeiten gesprochen.

Ganz herzliche Gratulation zum 14. Geburtstag von Deinem NY. Club! Was hast Du denn für die Geburtstagsfeier im NY. geplant? Ken Koch: Wir starten um 22 Uhr eine Stunde früher für Friends and Family. Am DJ-Pult ist eine Neuentdeckung: Alex Lo aus Mexiko. Er war schon einmal zum CSD da und ist nun zum zweiten Mal in Deutschland. Dazu sind Tänzer gebucht, es wird künstlerische Einlagen geben – und natürlich auch ein paar noch geheime Überraschungen!

Wie fühlen sich 14 Jahre NY. an?
Ken Koch: Nicht wie 14 Jahre! Eher so wie vier Jahre. Das liegt freilich auch daran, dass es seit 2017 ein neues NY. in der Elisenstraße 3 gibt. So wirkt alles noch sehr frisch und neu. 2005 habe ich das NY. übernommen. Jetzt ist es schier nicht vorstellbar, wie lange schon ich den Laden habe.

Hast Du Dich in der neuen Location gut eingelebt und was zeichnet sie aus?
Ken Koch: Die neue Location ist sehr, sehr gut. Es war dennoch bitter, so einen Standort wie die Sonnenstraße 25 im top Zustand aufgeben zu müssen. Das war irre schwer, das Haus wurde abgerissen und das muss man erst einmal verarbeiten. Jetzt im Nachhinein und im dritten Jahr gesehen war es eine Fügung. Jetzt ist es genau das Richtige. Zum Beispiel die riesengroße Terrasse, die bewirtschaftet werden darf, ist in München etwas ganz besonderes. Es sind für mich Dinge zum richtigen Zeitpunkt geschehen. Da glaube ich an das Universum. Es war doch Zeit für einen Wechsel, denn der Trend geht auch zu kleineren Clubs. Ein großer Club, der nur auf’s Tanzen ausgerichtet ist, hat es zur Zeit schwer. Mit unseren großen Bars im Club, plus der Terrasse, die auch im Winter funktioniert, haben wir das beste aus beiden Welten – Club und Bar.

An wie vielen Locations gab es den NY. Club schon?
Ken Koch: Wir sind die vierte Location. Erst gastierte das NY. kurz im alten Old Mrs. Henderson, wo jetzt das Paradiso ansässig ist. Kurze Zeit darauf ging es direkt an den Sendlinger-Tor-Platz, wo gerade der Folk's Club beheimatetet ist. Dann ging es 1986 in die Sonnenstraße 25, wo ich dann, wie gesagt, 2005 den NY. Club übernommen habe.

Wie würdest Du den Stellenwert vom NY. in der Gay-Community bezeichnen?
Ken Koch: Ich würde sagen, wir sind mittlerweile einzigartig in München, vielleicht sogar in Deutschland. Denn das NY. ist ein schwuler Club, der schwul betrieben wird. Selbst in Berlin ist jetzt alles total gemischt. So sind wir einmalig.

Was für ein anderes, nicht schwules Publikum besucht Dein NY.?
Ken Koch: Wir haben uns schon seit 2005 anderen Personenkreisen geöffnet. Denn ich finde ein Ghetto prinzipiell nicht gut! Allerdings habe ich mir damals in der Szene so einige Feinde damit gemacht. Aber unsere tolle Mischung von LGBTQ und Freunden macht uns aus. Das NY. ist ein Club für Menschen, die offen sind und somit ist jeder offene Mensch willkommen. Wenn Du zum ersten Mal zu uns kommst fällt vielleicht nur auf, dass mehr Jungs da sind. Wir sind aber auch ein Wohnzimmer für unsere Stammgäste. Man trifft bei uns eigentlich immer jemanden, den man kennt und bleibt nicht alleine. Es ist nicht anonym. Auch das Personal geht auf die Gäste ein. Und es arbeiten im Service schon seit Jahren die gleichen Leute, egal in welchen Bereichen, sei es Türe, Bar oder Garderobe!

Hast Du schon große und spezielle Pläne für die nächsten Jahre?
Ken Koch: Ganz sicher: Kommendes Jahr heißt es dann „40 Jahre NY. Club“! Schon jetzt sammele ich Ideen, was man so machen könnte… Es wird eine ganz große Geschichte werden!

NY.Club, Elisenstr. 3,
Sa., den 19.10., 23 Uhr, www.nyclub.de

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