Nachtbürgermeister

“Moderation der Nacht” startet in München

München bekommt einen Nachtbeauftragten
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München bekommt einen Nachtbeauftragten

Seit heute ist die Fachstelle Moderation der Nacht (MoNa) in Amt und Würden und kümmert sich vor allem um “verträgliches Feiern” im öffentlichen Raum.  

Der Begriff Nachtbürgermeister wäre sicherlich griffiger gewesen, aber nun heißt das Kind in München eben Fachstelle Moderation der Nacht und ist im Sozialreferat zu Hause. Bei aller amtlichen Anonymität gibt’s auch ein Gesicht dazu, nämlich Kay Mayer, der bisher als Streetworker für Condrobs unterwegs war und nun im Auftrag der Stadt die Hotspots abklappert. Der Zeitpunkt ist gut gewählt, denn so langsam erscheinen auch für die Nachtlebenmacher wieder Lichtstreifen am Horizont nach dem gefühlt ewigen Corona-Shutdown. 

Konflikte zwischen lärmempfindlichen Anwohnern und lauten Partygängern gab es schon lange, hier soll “MoNa” vermitteln. Die Mitarbeiter der Fachstelle kümmern sich insgesamt schwerpunktmäßig um das Thema verträgliches Feiern in der Öffentlichkeit in enger Absprache mit den Clubbetreibern, der Stadtgesellschaft, der Verwaltung und den Feiernden selbst.

Sozialreferentin Dorothee Schiwy erklärte dazu: „Das Nachtleben unterliegt großen Einschränkungen durch die Pandemie. Von diesen Einschränkungen sind vor allem auch junge Menschen betroffen sowie die Betreiber*innen von Nachtkultur – u.a. Bars, Clubs, Kulturschaffende. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir nach und nach wieder ein aktives, lebensbejahendes Nachtleben in der Stadt haben werden. Und dann ist es umso wichtiger, eine Stelle zu haben, die die verschiedenen Bedürfnisse rund um das nächtliche Feiern aufnimmt, sammelt und miteinander in den Austausch bringt. Schon jetzt wird die Fachstelle mit den Nachtkulturbetreiber*innen aktiv in Kontakt gehen, um deren Themen und Bedarfe aufzunehmen.“

Zentrale Aufgaben der neuen städtischen Einrichtung sind der Aufbau eines funktionierenden Netzwerks mit Bar- und Clubbetreibern, die die Zielgruppe der Feiernden besonders gut erreichen können. Unter den Fingern brennen v.a. Themen wie Partytrends, Lärm im öffentlichen Raum, Umgang mit Raucherbereichen, Drogenkontrollen, Geschlechtskrankheiten sowie Sexismus, Diskriminierung und Übergriffe im Nachtleben.

Aber auch die Sicherung guter Rahmenbedingungen für ein vielfältiges, lebendiges Nachtleben und die Vermittlung bei Konflikten zwischen Anwohnern und Clubbetreibern gehören dazu. Darüber hinaus soll ein regelmäßiger “Runder Tisch Nachtleben” eingerichtet werden als Abstimmungsgremium zum Thema nächtliches Feiern in München. Als Modellregion zum Testen von innovativen Lösungen für die Herausforderungen des nächtlichen Feierns ist das Glockenbachviertel vorgesehen.

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