Öffnungsperspektive

Söder: Im Herbst sollen die Clubs wieder öffnen

Der Neuraum in der Arnulfstraße
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Der Neuraum in der Arnulfstraße

Es gibt Hoffnung: Laut Ministerpräsident Markus Söder könnten diesen Herbst die Clubs und Diskotheken in Bayern zumindest für vollständig Geimpfte und Genesene wieder öffnen. 

Im Herbst 2021 sollen Clubs und Diskotheken im Freistaat für vollständig Geimpfte sowie Genesene wieder öffnen. Das stellte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf einer Pressekonferenz nach einer Sitzung seines Kabinetts am Dienstag in Aussicht. Zuvor soll es allerdings noch eine Neuausrichtung der aktuellen Impfkampagne mit niederschwelligen Angeboten geben, die sich explizit an 16- bis 30-Jährige richtet. Dazu sollen – wie in den USA – auch Drive-in-Impfungen mit dem Auto sowie Familiensonntage im Impfzentrum und Reihenimpfungen für Studierende ermöglicht werden.

Der Ministerpräsident betonte vor der Presse: „Impfen ist der Weg zur Freiheit.“ Zuvor hatte er bezogen auf junge Menschen gesagt: “Je mehr junge Leute geimpft sind, und zwar zweifach, desto leichter können wir zum Beispiel auch bestimmte Angebote wie Clubs oder Diskotheken wieder in Erwägung ziehen.” Um die Impfbereitschaft zu erhöhen, müsse man darüber nachdenken, Geimpften mehr Freiheiten zu gewähren – und somit weitere Anreize zu schaffen. Solange die Pandemie-Kennzahlen weiter im Rahmen bleiben, könne man von Herbst an über Öffnungen im Nachtleben nachdenken. Denn bis dahin gibt es wahrscheinlich auch in den relevanten Altersgruppen ausreichend viele geimpfte Menschen.

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Erste Modellprojekte zur Wiedereröffnung von Clubs sind schon gestartet. In Leipzig und Ravensburg beispielsweise durften einzelne Clubs wieder aufsperren und eine gewisse Anzahl an Gästen hereinlassen. Alle Besucher*innen wurden davor per Antigen-Schnelltest oder PCR-Test getestet und namentlich registriert. Bei negativem Testergebnis konnten sie rein in die Clubs und dort sogar ohne Maske und Abstandsgebot tanzen. Ein paar Tage danach wurden die Gäste erneut getestet, um herauszufinden, ob die Veranstaltung als Infektionstreiber gewirkt hat. Bisher hat man noch nichts von einem “Superspreading-Event” gehört – ein positives Zeichen.  

Manche Bundesländer (Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt) beschränken sich nicht nur auf Modellprojekte, sie gehen seit ein paar Wochen schon einen Schritt weiter. In Niedersachsen, wo die Inzidenz stabil unter 35 liegt, sind die Clubs wieder geöffnet. Allerdings gelten Zugangsbeschränkungen, und auf der Tanzfläche muss eine Maske getragen werden. Ähnliche Regelungen gelten auch in Brandenburg. Dort sind Tanzveranstaltungen erlaubt, wenn Personendaten erfasst werden. In geschlossenen Räumen gilt zudem grundsätzlich eine Testpflicht. Außerdem müssen pro Gast mindestens zehn Quadratmeter begehbarer Fläche vorhanden sein. In Sachsen-Anhalt dürfen Diskotheken aufmachen, wenn die Gäste einen negativen Test vorlegen. Bei einer Auslastung von 60 Prozent der amtlich zugelassenen Personenzahl liegt hier die Obergrenze.

Insgesamt sind die Ansätze für eine Rückkehr zur Normalität zwar noch etwas unterschiedlich, aber sie machen wegen ausbleibender Negativschlagzeilen allesamt Hoffnung, dass das Nachtleben auch in Bayern ab dem Herbst wieder an Fahrt aufnimmt.

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