Event / Interview

13 Jahre Crown’s Club: Oliver Reif im Interview

Party im Crown´s Club

Am Donnerstag feiert der Crown’s Club sein 13-Jähriges. Inhaber Oliver Reif hat uns im Interview erzählt, welche Neuerungen das neue Jahr mit sich gebracht hat.

Man kann über den Crown’s Club denken, was man will, aber mit 13 Jahren darf man sich durchaus eine Institution des Münchener Nachtlebens nennen. Das Publikum ist dem Club über ein Jahrzehnt inklusive Umzug von der Maximilianstraße zur Rosenheimerstraße treu geblieben und feiert nach wie vor jeden Donnerstag und Samstag bin in die Morgenstunden.

Crown’s Club Inhaber Oliver Reif hat uns im Interview erzählt, welche Änderungen und Neuerungen es in diesem Jahr gibt.

Crown´s Club Besitzer Oliver Reif und Minimouse

2017 fing für den Crown’s Club mit einem Umbruch an, nachdem DJ Remake als einer der Residents aufgehört hat – was hat das für euch bedeutet?
Ekrem ist ein unglaublicher Entertainer, er war über zehn Jahre bei uns Resident und hat den Crown’s Club durch seine Stimme und seine Kunst sehr stark mitgeprägt wodurch ich sicherlich auch etwas betriebsblind wurde. Nachdem er uns verlassen hatte, hat sich automatisch auch bei mir ein Perspektivenwechsel eingestellt und ich habe auch erkannt, dass ich teilweise vieles vernachlässigt hatte, aber auch welche weiteren Talente wir eigentlich in unserem DJ-Team haben.

Ich habe es mir in den vergangenen Jahren, aufgrund des Erfolgs, vielleicht irgendwann zu einfach gemacht und nicht mehr das ganze Team gesehen. Ein Fehler, den ich korrigieren musste. Das bin ich den Jungs auch schuldig gewesen.

Zum Beispiel DJ Mo, der bei unserem DJ-Battle gewonnen hat – er hat ein unfassbares Potenzial und dadurch, dass er der deutlich jüngeren Generation entspringt, ist er sehr viel näher an seinem Publikum dran und schafft eine ganz neue und eigene Dynamik. Wir sind in das Jahr gestartet und es haben sich plötzlich so viele neue Möglichkeiten ergeben den Abend musikalisch zu gestalten, durch die Vielfalt und Qualität, die unsere DJs anbieten, was für mich eine wichtige Erkenntnis war und den Crown’s Club musikalisch bunter gemacht hat.

Der Crown’s Club hat immer nur Donnerstag und Samstag geöffnet, wird sich daran in Zukunft etwas ändern?
Die mehr oder minder einzige Ausnahme, die wir heute noch machen ist, wenn Estrada freitags bei uns gastiert, aber Zdenko und sein Team sind auch zu hundert Prozent Crown’s Club und bringen ein Publikum, das die gleichen Sachen liebt, wie unser Stammpublikum. Ich hatte mal erwägt, den Donnerstag auf den Mittwoch zu legen, aber das ist so lange her und wurde auch direkt wieder verworfen. Der Donnerstag ist einfach der Klassiker – der Donnerstag „Misery“ gibt es nun quasi seit es den Crown’s Club gibt und nur wenige Clubs schaffen es auch, ihren Laden donnerstags auf lange Zeit so voll zu bekommen. Vielleicht an dieser Stelle gleich mal ein großes Danke an unsere zahlreichen Stammgäste. Es ist aber auch wirklich schwierig geworden, unter der Woche ein gutes Konzept auf die Beine zu stellen. Was ich toll finde ist zum Beispiel Action Jackson von den Crux Jungs – die schaffen es mit einem Genre-verwandten aber ganz konträren Konzept und Sound ein anderes Publikum anzusprechen und so bietet man an einem Donnerstag eine Vielfalt in diesem Bereich – und Vielfalt belebt das Nachtleben erst.

Eure Bookings sind ein Alleinstellungsmerkmal gewesen – von Jason Derulo, Chris Brown über Method Man bis Rick Ross – es gibt wahrscheinlich keinen großen Namen, der nicht schon mal von euch gebucht worden ist – damit ist jetzt allerdings Schluss – warum?

Mit dem Booking von Rick Ross haben wir meiner Meinung nach eine Art Olymp erreicht – jetzt ist die Luft sehr dünn geworden und wiederholen wollen wir uns auch nicht. Das Booking von Rick Ross war aber aus diversen Gründen ein Zeichen, dass es wohl eher vorbei ist mit den Bookings. – er hat sich keine Zeit für die Gäste genommen und war definitiv sein Geld nicht wert. Auch sind die Preise, die inzwischen für solche Namen aufgerufen werden, inzwischen so absurd und schaden auch in gewisser Hinsicht dem Charakter der Künstler, da die nicht mehr begreifen, dass sie nicht für das Geld kommen, sondern für ihre Fans.

Mir ist es wichtig, dass wir alles, was wir tun und worein wir Geld investieren für unsere Gäste tun, damit die einen perfekten Abend haben. Das fängt natürlich bei der Musik an, aber mir ist es ebenso wichtig, dass das Ambiente perfektioniert wird, dass die Qualität der Drinks stimmt – bei uns haben wir beispielsweise als einziger Club, den ich kenne, Grey Goose als Standardwodka im Spender und verkaufen ihn zu einem sehr fairen Preis und dann natürlich noch die eher kleineren großen Freuden in Form von Give-Aways und Mixtapes, etc…

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Personal bei euch – es gibt wenige Clubs, die so viel in ihr Personal investiert, vom Barkeeper über die Security bis zu Guestrelation, warum ist euch das so wichtig?
Meine Mitarbeiter und meine Geschäftsführer und guter Freund Nayel sind für mich die Personifizierung des Crown’s Club. Alle identifizieren sich mit dem Club und die Leute sind nicht einfach nur da um Geld zu verdienen, sondern weil es ihnen Spaß macht mit unseren Gästen zusammen den Abend zu gestalten. Neu dazugekommen ist nun, dass wir für jeden Reservierungsbereich und auch am Dancefloor eine eigene Guestrelation haben, es gibt für jeden und immer einen Ansprechpartner, um zu garantieren, dass jeder bei uns einen schönen Abend verbringt.

Insgesamt haben wir 70 Mitarbeiter im Service, die in Rotation an den 2 Tagen in der Woche, die wir geöffnet haben, dafür sorgen, dass es allen gut geht. Ich habe insbesondere bei meinen vielen Reisen ins Ausland gemerkt, was für einen Unterschied es macht, wenn immer jemand da ist, der sich darum kümmert, dass du alles bekommst, was du willst. Das ist etwas, was in der deutschen Clublandschaft oftmals ein Fremdwort zu sein scheint und mir ist es wichtig, dass wir da versuchen den Ton mit anzugeben.

Was habt ihr zum 13. Geburtstag am Donnerstag geplant?
Meine Devise lautet: ob Geburtstag oder Silvester, es soll so wie immer sein, nur besser. Wir versuchen uns einfach zu toppen. Meine Gäste sollen jeden Abend bei uns ihre Probleme mit an der Garderobe abgeben und ausgelassen feiern – das ist mir gerade an einem Geburtstag wichtig. Große Umbauten wird es in diesem Jahr nicht geben, aber wir haben ein paar kleinere Überraschungen für unsere Gäste und ich freue mich auf einen Abend, an dem ich viele Freunde begrüßen darf, die auch das ganze Jahr über gerne bei uns feiern.

Interview: Antje Seidel

13 Jahre Crown’s Club, Rosenheimerstr. 145h
Donnerstag, den 11. Mai, ab 21.30 Uhr

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