Restart der Clubs

Club-Wiedereröffnung im Oktober: Sweet-Clubbetreiber fordert staatliche Unterstützung

Der Sweet Club am Maximiliansplatz
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Der Sweet Club am Maximiliansplatz

Nur noch ein Monat, dann dürfen die Clubs in Bayern auch endlich wieder öffnen und Geimpfte, Genesene und Gäste mit negativem PCR-Test empfangen. Der teure Test ist allerdings ein Problem. 

Nur knapp eine Stunde nach der Pressekonferenz von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, bei der er unter anderem die Wiedereröffnung von Clubs und Diskotheken im Freistaat im Oktober ankündigte, meldete sich Alexander Spierer, Betreiber des Sweet Clubs am Maximiliansplatz und mehrerer Corona-Schnelltestzentren, bei unserer Redaktion. Bei aller Freude über die positiven Aussichten brachte er einen interessanten Aspekt zur Sprache. Die PCR-Tests, die künftig für nicht Geimpfte und Genesene (wozu bei der jüngeren Zielgruppe noch recht viele gehören) zum Clubbesuch nötig sind, haben einen hohen Preis von um die 50 Euro.

Betreiber des Sweet Clubs: Vroni und Alexander Spierer

Alexander Spierer erklärte uns gegenüber: “Die Ankündigung ist natürlich ein Lichtblick und freut mich riesig, aber die Freude währt nur kurz. Denn 50 Euro für einen PCR-Test zusätzlich zum Eintritt zu zahlen, das macht niemand. Ich habe daher eine Forderung an die Politik: Unterstützt uns in diesem konkreten Fall finanziell oder helft uns, eine preisgünstigere Lösung mit den Testlaboren zu finden. Der Staat hat jetzt schon Gott und die Welt unterstützt, warum nicht auch uns! Außerdem bringt es dem Staat ja auch steuerlich etwas, wenn wir mehr Umsatz machen können.”

Wenn man davon ausgeht, dass letztendlich etwa ein Viertel der Bevölkerung aus welchen Gründen auch immer ungeimpft bleibt, würde bei weiterhin hohen Preisen für PCR-Tests schon ein nicht zu vernachlässigender Teil der Besucher wegbleiben. Keine guten Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Clubbetrieb. Man könnte Alexander Spierer bei seiner Forderung nun vorwerfen, er würde ja doppelt profitieren, weil er ein Schnelltestzentrum im benachbarten Pacha Club betreibt. Dort werden allerdings aktuell nur Antigen-Schnelltests vorgenommen, die eben nicht ausreichend sind für einen Clubbesuch. 

Ein ganz anderes Detail bei der Wiedereröffnung der Clubs sieht Spierer dagegen recht gelassen: die Lüftungsproblematik. Bayern will sich hier an Baden-Württemberg orientieren, wo die Clubs schon geöffnet sind. Die Diskotheken im Ländle müssen ein ausreichendes Lüftungskonzept mit hoher Luftwechselrate nachweisen können. Falls dies nicht gegeben ist, gilt die 2G-Regel und eine Maximalauslastung von 70 Prozent. “Bei uns sind die Clubs ja von vornherein behördlich verpflichtet, eine ausreichende Lüftung einzubauen. Wir sind da im Sweet Club sehr gut ausgestattet. Ich denke, das passt bei den meisten”, gibt sich Spierer optimistisch. 

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