Lesungen

Die interessantesten Lesungen der kommenden Wochen auf einen Blick

Thomas Gottschalk am 10. September im Hugendubel am Stachus

Neue Lese-Weisheiten, an denen man sich orientieren sollte

Sie bestimmt die Debatten in der Stadt. Und sie holt die große weite Welt ins beschauliche München. Oder bringt über die Ibiza-Affäre die österreichische Regierung zu Fall. Doch unnahbar will sie nicht wirken. Deswegen veranstaltet die „Süddeutsche Zeitung“ bereits zum 13. Mal ihre Nacht der Autoren

Über 90 Redakteure und Autoren sind diesmal dabei – auf 34 Lesungen, Gesprächen, Live-Aktionen und Diskussionsrunden an sechs Locations. So kann man sich im Künstlerhaus von Leila Al-Serori, Oliver Das Gupta, Peter München sowie Frederik Obermaier und Bastian Obermayer noch einmal ganz genau erklären lassen, wie betrunken Hans-Christian Strache nach dem letzten Wodka-Red-Bull-Glaserl wirkte. Einblicke in die Finsternis des NSU-Prozesses kann man sammeln oder sich von „Streiflicht“- Autoren besonders schnurrige Geschichten nacherzählen lassen. Ein Fest mit einer Zeitung zum Anfassen. (Diverse Orte, 7.9.)

Immer ein Thema für die spitzen Federn nicht nur der „SZ“ ist natürlich Thomas Gottschalk. Der nimmermüde, zweitfrühlingshafte BR-Radio-DJ und Ex-„Wetten, dass ...?“-Moderator setzt mit „Herbstbunt“ die Reihe seiner Lebensrückblicke fort. Lebensklug und selbstironisch fabuliert er über die komischen und über die schmerzhaften Seiten einer Existenz jenseits der 65. (Hugendubel Stachus, 10.9.)

Die Ruhe längst gefunden hat der Brite Robert Macfarlane, vielfach ausgezeichneter Meister des „Nature Writings“. Er kann wie kaum ein Zweiter Großstädter dazu animieren, endlich wieder die Wanderschuhe zu schnüren und raus ins Grüne aufzubrechen. In seinem neuen Mutmacherbuch „Im Unterland“ geht es in atemberaubende Höhlenlandschaften in England und Slowenien, zu unterirdischen Flüssen, aber auch in die Katakomben von Paris. (Literaturhaus, 12.9.)

In ihrer eigenen, liebevoll mit skurrilen Typen und trostlosen Kreisverkehren eingerichtete Welt hat sich Rita Falk eingenistet. Ihr Niederkaltenkirchen, das in real gar nicht existiert, kennen nicht nur die Millionen an Kinofans. Und wie der Eberhofer Franz dekoriert mittlerweile fast jeder zweite Leberkäsjunkie Münchens seine Brotzeit mit dem schönen Senfherz. Nun steht mit „Guglhupfgeschwader“ die neue Mordsgaudi an, die Falk – unterstützt von Christian Tramitz – ihren Fans persönlich vorstellt. (Circus Krone, 8.9.)

Ein preisgekrönter Drehbuchschreiber ist Daniel Speck, der mit „Piccola Sicilia“ ein Familienrätsel verfasst hat. Schatztaucher haben ein altes Flugzeug aus dem Wasser gezogen. An Bord war ein Deutscher, dessen Spuren sich im Zweiten Weltkrieg verloren hatten. Nun wird’s knifflig: Eine fremde Frau behauptet, seine Tochter zu sein. Nina, eine deutsche Archäologin und Enkelin des Verunglückten, kann nicht glauben, dass ihr Opa ein Doppelleben geführt haben soll. (WeWork, Oskarvon-Miller-Ring 20, 5.9.)

Zurück zur schönen Tradition kehrt der Substanz Poetry Slam. Er meldet sich mit starken Gästen aus der Sommerpause wieder. (Substanz, 8.9.)

Und Stefan Erz und Frank Klötgen stemmen sich dem Verstummen in ihrem Lieblingskiez entgegen. Die neue Bühnen-Reihe Die letzten Nächte der Westend-Bohème will jeweils am ersten Samstag im Monat hochkarätigen Gästen aus Musik, Poetry, Kabarett und sonstiger Artistik einen Auftrittsort ermöglichen. Los geht’s mit dem Lesebühnen-Impresario Volker Keidel, der Musikkabarettistin Christin Henkel sowie dem liedermachenden Radikal-Poeten Weiherer. (Stragula, 7.9.)

Autor: Rupert Sommer

Auch interessant

Comic

Schatzsuche vor Gericht

Schatzsuche vor Gericht

Buchtipps

Die Buchtipps im November

Die Buchtipps im November

Lesungen

Die interessantesten Lesungen der kommenden Wochen auf einen Blick

Die interessantesten Lesungen der kommenden Wochen auf einen Blick

Lesungen

Die interessantesten Lesungen der kommenden Wochen auf einen Blick

Die interessantesten Lesungen der kommenden Wochen auf einen Blick