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Ronja von Rönne am 26. Oktober im Gasteig

Diese Autoren-Begegnungen liefern eiskalten Extra-Thrill

Warum nicht mal ganz groß denken – und besonders weit spucken. Die beliebte Heyne Hardcore Night, ausgedacht und bereits auf diversen rauschenden Festen im Unter Deck von Verlagsleiter Markus Naegele moderiert, hat sich diesmal die besonders finstere, deutlich geräumigere Bühne gesucht. 

Am Beuteschema des Literatur-Labels, das gerne Thriller, Rock’n’Roll, Gesellschaftspolitisches und Erotisches zusammenbringt und sich dabei ganz fern vom Weichgespülten und Langweiligen hält, hat sich auf der neuen großen Heyne Hardcore Night nichts geändert. Star-Gast des Abends, an dem die ganz Großen durch die Niederungen von Trash und Kult trüffeln, ist diesmal der Schotte John Niven, der mit bitterbösen Romanen wie „Kill Your Friends“ und zuletzt „Kill Em All“ die zynische Musikindustrie aufs Korn nimmt. Ihm zur Seite steht Tot Taylor, eine trotz vieler Anstrengungen über Kennerkreise hinaus weitgehend unbekannt gebliebene Brit-Legende, der sich für sein Roman-Debüt, den tonnenschweren Wälzer „The Story of John Nightly“ viel Zeit gelassen hat. Außerdem mit am Start: die Fetisch-Tattoo-Legende und Porno-Autorin Mimi Erhardt aus heimischen Landen. Und natürlich mit Achim Bogdahn, Friedrich Ani und Fredo Ramone von den Les Millionaires Münchner Szenestars. Musikalisch treiben den wüsten Abend Tot Taylor himself, Philipp Bradatsch und Angela Aux voran. (Milla, 5.11.)

Gute Laune ist auch nicht unbedingt das, was man von einem Lesungsabend mit Andreas Altmann („Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend“) erwarten darf. Allerdings: Geboren im hinterwälderischen Altötting, zog es den begnadeten ReiseAutor schon bald raus in die Welt. Nun liest er aus seinen besten Indien-Reportagen. (Arabella Buchhandlung, Rosenkavalierplatz 11, 30.10.)

Auf die Tagesform kommt es bei Ronja von Rönne an. Auch sie wuchs in der bayerischen Provinz auf, bevor sie Tout Berlin im Sturm für sich einnahm. „Jetzt ist noch viel schlechter“ hat sie ihre aktuelle Auswahl der besten Kolumnen und neuer Texte genannt. Sollte man sich anhören. (Gasteig Carl-AmerySaal, 26.10.)

Garantiert mit einem ganz breiten Grinsen wird man allerdings aus dem Schwedenkrimi-Abend „Opfer ohne Blut“ mit dem kauzigen Karl-Valentin-Wiedergänger Helmfried von Lüttichau herauskommen. Über „Hubert und Staller“ wurde er zum Publikumsliebling. Und das völlig zu Recht. (Hofspielhaus, 3.11.)

Spontane Dichtkunst und Klassik aus dem Barock bringt der WortimAkkord-Abend unter dem kessen Motto „Klassik slams Poetry“ zusammen. Dafür haben sich die drei Musikerinnen vom Ensemble Varié mit der Slam-Legende Frank Klötgen gefunden. Letzterer ist auch Sänger in einer Punk-Band. Und so darf man sich natürlich auch fragen, wie Klassik und Rumpelrock zusammenkommen. (Bahnwärter Thiel, 27.10.)

Und dann wäre dann natürlich noch Münchens feinster Wortdrechsler: Harry Kämmerer liest aus einem neuen Roman „Letzte Reise“. Pflicht! (Hugendubel Fünf Höfe, 5.11.)

Autor: Rupert Sommer

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