Buchtipp

Die Tinktur des Todes von Ambrose Parry 

Die Tinktur des Todes von Ambrose Parry 
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Die Tinktur des Todes von Ambrose Parry 

Will Raven ist ein Name wie aus einem „Harry Potter“-Roman, trotzdem dürfte „Die Tinktur des Todes“ eher weniger für junge Leser geeignet sein. 

Ein meist düsteres Edinburgh ist der Schauplatz dieses historischen Thrillers, in dem der junge Mediziner-Famulus Will und das Hausmädchen Sarah einem Frauenmörder auf der Spur sind, der sich unter schwangeren Dienstmädchen und Dirnen seine Opfer sucht. Angestellt sind die beiden bei dem brillanten Arzt und Geburtshelfer Dr. Simpson, der wiederum dabei ist ein geeigneteres Anästhetikum als den jüngst eingeführten Äther zu suchen, da dieser oft bei falscher Dosierung die gebärende Mutter tot im Kindsbett hinterlässt.

Allerlei unheimliche und geheimnisvolle Gestalten tummeln sich dabei in der detailliert beschriebenen Old Town von Edinburgh, dass auch Will ein dunkles Geheimnis birgt, macht die Sache umso spannender. Dem Autorenpaar Christopher Brookmyre und Marisa Haetzman, das unter dem Pseudonym Ambrose Parry arbeitet, ist hier ein sehr gelungener und gut recherchierter Thriller gelungen, nicht zuletzt weil Brookmyre ein wortgewandter und preisgekrönter Autor ist und Haetzman zwanzig Jahre als Anästhesistin gearbeitet hat. Lust mal wieder in die schottische Hauptstadt zu fahren, macht das Buch außerdem.

Autor: Rainer Germann

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