Buchkritik

Hard Boiled made in Germany

Linus Geschke: Tannenstein

Ein Ermittler im Kampf gegen Serienkiller und Russenmafia

Der Autor berichtet über Tauchen (in Buchformat und für diverse Medien, u.a. spiegelonline) und hat mit seinem Kommissar Jan Römer bereits eine dreiteilige Krimireihe ins Leben gerufen. Nun hat er mit „Tannenstein“ einen Thriller geschrieben, der auf drei Teile angelegt ist.

Hier ermittelt ein ehemaliger Kriminalbeamter namens Alexander Born, der straffällig wurde (die rührende Geschichte, warum und wieso, sei hier erspart), aus dem Knast kommt und einem Serienkiller-Phantom namens „der Wanderer“ hinterherjagt, das unter anderem im titelgebenden Kaff an der tschechischen Grenze 11 Menschen ermordete und auch für den Tod von Borns Kollegin und „der einzigen Frau, die er liebte“ verantwortlich war. 

Im Hintergrund agiert wieder die unvermeidliche Russenmafia in Gestalt eines sadistischen Tschetschenien-Veteranen und seinen noch sadistischeren Handlanger-Zwillingen, denen man bei Folter und Sex Gesellschaft leisten darf. Geschkes „Hard Boiled made in Germany“ ist leider eine etwas krude Testosteron-Übung mit ziemlich simplen Charakteren, schade, denn die kurzen Kapitel paralleler Handlungsstränge böten eigentlich spannende Lektüre.

Autor: Rainer Germann

Linus Geschke: Tannenstein, Verlag: dtv
384 Seiten, 15,90 Euro, ISBN 978-3-423-26218-7

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