Konzert-Highlights

Weitere Konzert-Highlights im September

Foreign Diplomats am 15. September im Milla

Gute Menschen, böse Lieder und ein Kater, der gerne Whisky trinkt

Vor zwei Jahren landeten sie mit „Queens + Kings“ einen kleinen IndieHit und sorgten bereits für gute Besprechungen und Aufmerksamkeit auch in der deutschen Presse- und Clublandschaft. Nun sind Foreign Diplomats zurück mit ihrem neuen Album „Monami“, das diesen Juni erschien. 

Wer die Band einmal live erlebt hat, weiß sowohl von einer unglaublichen Energie zu berichten, aber eben auch von einem der interessantesten künstlerischen Projekte, das die kanadische Musikszene derzeit zu bieten hat. Als Referenzen seien hier Metronomy, Talking Heads und MGMT genannt, trotzdem hat das Quintett aus Montreal einen ganz eigenen Stil. Wird man wohl bald in größeren Hallen sehen ... Support: The Kiez (15.9. Milla)

Jason Williamson und Andrew Robert Lindsay Fearn sind nicht mehr oder weniger als ein Sprachrohr im Vereinigten Königreich: mit ihrem Duo Sleaford Mods stehen sie für politisch geladene Texte, die nicht nur in Zeiten des Brexit zum Nachdenken anregen. Das Duo hat den Geist der Mods vergangener Tage in die Moderne überführt und fühlt sich in der Arbeiterklasse verankert. Ähnlich wie Mike Skinner aka The Streets erzählen sie in teils bitterbösen Liedern vom Leben auf der Straße und gesellschaftlichen Missständen, ohne den Zeigefinger zu heben. Im Gegenteil, ihre Konzerte sind eine schweißtreibende Angelegenheit, wenn Williamson dem Publikum seine Lyrics entgegenschleudert, mit vollem Körpereinsatz, versteht sich. (16.9. Backstage Werk)

Die Zwillinge Jack und Pat Pierce beehren uns schon wieder: nach Support Shows für Tash Sultana im September haben die Pierce Brothers bereits im vergangenen Jahr einen überragenden Eindruck hinterlassen und gezeigt, welche Energie man nur zu zweit und mit zwei Händen voller Instrumente verbreiten kann. Das Indie-Folk-Duo aus Melbourne hat das Handwerk von der Pike auf gelernt. Zunächst auf den Straßen ihrer Heimatstadt unterwegs, begannen sie Schritt für Schritt und australienweit zunächst kleinere und dann immer größere Hallen auszuverkaufen. Im vergangenen November erschienen mit der EP „My Tired Mind“ und der Single „Follow Me Into The Dark“ neue Songs, eine Mischung aus Folk-Gitarre, australischer Roots-Musik und stimmigem Harmoniegesang. (18.9. Strom)

Hinter Dope Lemon verbirgt sich kein Geringerer als Angus Stone, der mit seiner Schwester Julia eines der erfolgreichsten Pop-Folk-Duos der Welt betreibt. Wer die beiden schon einmal live gesehen hat, weiß warum – selten war Folk so sexy und so schön verkifft - die beiden wirken, als wären sie einer Vogue-Ausgabe entsprungen, für die Johnny Depp verantwortlich war. Für den bärtigen Australier war es 2016 so weit, sein erstes Album unter dem Namen Dope Lemon zu veröffentlichen – der Name gibt die Richtung vor, das Herz von Angus schlägt für psychedelischen Rock der Sechziger und Sieb - ziger Jahre. Diesen Sommer beglückt der Exzentriker aus down under die Welt mit einem neuen Album namens „Smooth Big Cat“, das er auf seiner Ranch aufgenommen hat. Eine Whisky trinkende Kreatur soll das titelgebende Wesen sein, das dem Müßiggang frönt und Musik am liebsten auf dem Plattenspieler hört. Das Ganze erinnert stellenweise an Bob Dylan oder Led Zeppelin, definitiv große Vorbilder von Angus Stone. (21.9. Muffathalle)

Bereits seit 25 Jahren existiert inzwischen das Band-Kollektiv Archive um die Masterminds und Produzenten Darius Keeler und Danny Griffiths. Die lange und erfolgreiche Karriere des Londoner Projekts umfasst zwölf Studioalben, jedes einzelne für sich ein besonderes Werk und Zeugnis für eine überragende musikalische Entwicklung. Auch wenn der typische Sound immer erkennbar bleibt, gleicht doch keine dieser Platten den anderen. Das beweist auch die Kompilation mit dem passenden Namen „25“, die Archive nun zum Jubiläum veröffentlichten. Das Kollektiv hat für sich und ihre Fans zur Jubiläumstour nun auch einen ganz besonderen Rahmen ausgesucht, und wer die Band jemals live gesehen hat, ahnt ungefähr welche akustische und optische Wucht da zu erwarten ist. (22.9. Philharmonie)

Kanada war immer schon ein gutes Pflaster für außergewöhnliche Musikprojekte abseits des Mainstream: Stars aus Toronto, mittlerweile in Montreal ansässig, starteten ihre Karriere, um die Geschichten zu erzählen, die sie in den dunkelsten aber auch hoffnungsvollsten Teilen ihrer Seele trugen. Die nachdenkliche Schönheit von Amy Millans Stimme entwickelt sich vor allem im Zusammenspiel mit dem melancholischen Gesang und Trompetenspiel des zweiten Frontmanns Torquil Campbells. 2004 erschien das Album „Set Yourself On Fire”, Durchbruch, Paukenschlag und Karrieresprung für die Band, welches in ihrer Heimat Kanada sogar mit Goldstatus prämiert wurde. Songs, wie „Your ExLover Is Dead“ und „Ageless Beauty“ verlieren auch nach 15 Jahren nicht an Faszination und man darf sich darauf freuen das komplette Album wieder einmal live zu hören. (22.9. Strom)

Er ist ein Anti-Popstar, wird aber von seinen Fans frenetisch gefeiert und verehrt: Stephen Malkmus. In den Neunziger Jahren erlangte er große Popularität mit seiner Band Pavement (Fans der Band drehen jetzt schon durch, da eine Reunion für 2020 angekündigt wurde, unter anderem beim Primavera Festival in Barcelona) und auch solo ist der Gitarrist und Sänger mit seiner Band The Jicks recht erfolgreich. Nachdem das Album „Sparkle Hard“ vom Rolling Stone zu einem der besten Rockalben 2018 gewählt wurde, schlug Malkmus heuer einen anderen Weg ein und veröffentlichte mit „Groove Denied“ ein eher elektronisches Werk, das er im Alleingang aufgenommen hat. Man darf gespannt sein. (24.9. Feierwerk Kranhalle)

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