Jazznotes 

Weitere Jazz-Konzerttipps im Juli

Rolf Kühn, John Medeski und Joachim Kühn

Bevor der Hochsommer den Jazzbetrieb in Kürze lahm legt, jagt ein Festival, ein Konzert-Highlight das andere

Big Band-Nights: am 15. Juli spielt das Christian Elsässer Jazz Orchestra seine ganze Klasse aus. Am 21.7 kommt es dann zum traditionellen freundschaftlichen Battle zweier Schul-Orchester: King Luis und die Pestalozzi Big Band wollen ihre jeweiligen Gymnasien stolz machen. Und noch einmal Nachwuchs: am 22.7. lässt uns das Landes-Jugendjazzorchester Bayern an seinem musikalischen Status teilhaben (alle Konzerte in der Unterfahrt).

Engage heißt eine neue Band des Trompeters Dave Douglas nicht ohne Grund, engagiert er sich mit der Musik dieses Quintetts doch für mehr Humanismus in unserer Gesellschaft (Unterfahrt, 16.7).

Die Neue Jazzschool München zeigt uns bei einem Präsentations-Konzert, was dort von Schülern wie Lehrern geleistet wird (Unterfahrt, 17.7.).

Bar Gabanyi: In einem gemeinsamen Quartett widmen sich der New Yorker Saxofonist Lukas Gabric und der Schlagzeuger Xaver Hellmeier Cedar Waltons Werk „Western Rebellion“ (18.7.).

Die Bantu Jazz Connection, ein Quartett um den Percussionisten Biboul Darouiche, unterfüttert Jazz mit afrikanischen Rhythmen (Unterfahrt, 18.7.).

Die ToneGallery mit Bassist Thomas Stabenow, Saxofonist Steffen Weber, Gitarrist Riaz Khabirpour und Schlagzeuger Holger Nesweda, folgt bei „JazzIt!“ in der Stadthalle Germering den Spuren, die Lennie Tristano hinterlassen hat (19.7.).

Beste unkomplizierte Unterhaltung will das New Yorker Quintett Nuf Said bieten, das Jazz fröhlich mit Funk, R & B, Soul und Hip Hop pimpt (Unterfahrt, 19.7).

In der Philharmonie bringt der Tausendsassa  Chick Corea seine iberische Seite zum Klingen, obwohl er ja eigentlich italienische Wurzeln hat. Er erinnert mit großem Ensemble an seinen 1976 erschienenen Klassiker My Spanish Heart (20.7.). 

Zum 3. Jazzfest Ottobrunn haben die rührigen Gebrüder Kreusch ein anderes Brüderpaar eingeladen: mit dem 89jährigen Klarinettisten Rolf Kühn und dem 75jährigen Pianisten Joachim Kühn tauschen sich zwei Legenden des europäischen Jazz auf der Bühne im Wolf-Ferrari-Haus aus. Der zweite Teil des Konzerts gehört der Gitarristin Susan Weinert und ihrer Rainbow Band (20.7.)

Im Programm „The Beat Goes on“ machen sich Bassist Wolfgang Schmid, Gitarrist Thomas Langer und Schlagzeuger Daniel Messina über Songs her, die sie ein Leben lang begleitet haben (Unterfahrt, 20.7.).

Zwischen dem 22. und 27. Juli feiert der Bayerische Hof im Festsaal, im Nightclub und im hauseigenen Kino seinen Jazz Sommer – mit der bewährten Mischung aus Latin, Fusion und Straight Ahead Jazz. Besonders gespannt bin ich auf das Allstar Quartett Moshulu, weil da mit Keyboarder/Gitarrist David Sancious und Bassist Jeff Berlin zwei meiner Jugendhelden dabei sind. Die beiden teilen sich mit Schlagzeuger Dennis Chambers und Gitarrist Oz Noy die Bühne. Außerdem im Programm: zwei Legenden der Musica Popular Brasileira: Gilberto Gil und Ivan Lins, dann der Hammond B3- Spezialist Joey de Francesco, der Solo-Pianist John Medeski und zwei Sängerinnen von Format: die Amerikanerin China Moses und die Französin Camille Bertault. Im Rahmen-Programm laufen attraktive Jazz-Filme.

Mit ihrer „Munich Summer Jazz Week“ feiert die Saxofonistin Carolyn Breuer ihr 35jähriges Bühnen-Jubiläum. Glückwunsch. Vom 23. – 25. Juli ist sie in der Unterfahrt zunächst mit einem Quartett zu hören, das sie gemeinsam mit der Pianistin Andrea Hermenau leitet. Am 26. und 27. Juli stockt sie den Vierer um ihren Vater, den Pianisten Hermann Breuer und das Eidos Streichquartett auf.

Autor: Ssirus W. Pakzad

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