Corona-Maßnahmen

Verband der Münchner Kulturveranstalter fordert weitere Corona-Lockerungen

Sommerbühne im Stadion: Open-Air Festival im Olympiastadion
+
Sommerbühne im Stadion: Open-Air Festival im Olympiastadion 2020

Die aktuellen Corona-Beschlüsse, die den Bürgern wieder mehr Freiheiten erlauben, gehen dem Verband der Münchner Kulturveranstalter nicht weit genug. 

Nachdem die Inzidenz in vielen bayerischen Landkreisen und auch in der Stadt München inzwischen unter 100 gesunken ist, greifen diese Woche eine ganze Reihe von Lockerungen der strengen Corona-Regeln. Auch der Verband der Münchner Kulturveranstalter VDMK begrüßt die neuesten Öffnungsschritte, sieht aber noch erheblichen Nachbesserungsbedarf in Bezug auf Kulturveranstaltungen im Freien.

Auf Unverständnis stoßen beim Verband vor allem die unterschiedlichen Regelungen bzgl. Indoor- und Outdoor-Events sowie die Unterscheidung zwischen Schauplätzen der sogenannten Hochkultur und anderen Locations. So sollen kulturelle Veranstaltungen in Theatern, Opern- und Konzerthäusern sowie in Kinos wieder möglich sein. Dagegen bleiben Veranstaltungen in Clubs oder in den Innenräumen von Gastronomiebetrieben weiterhin untersagt.

Auch die neuen Beschlüsse zur Anzahl der erlaubten Besucher sind für den VDMK weder nachvollziehbar noch konsequent durchdacht. Bei Indoor-Veranstaltungen richtet sich die Gästezahl nach dem Fassungsvermögen des jeweiligen Ortes unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln, während bei Außenveranstaltungen die Besucherzahl pauschal begrenzt werden soll. Derzeit sind 100 Personen im Gespräch. Diese Zahl würde also beispielsweise sogar fürs Olympiastadion gelten – bei einem Fassungsvermögen von 70.000 Menschen. Bei der Außengastronomie ist dagegen die vorhandene Fläche für die Berechnung der Höchstzahl an Gästen entscheidend. Eine irritierende Ungleichbehandlung, findet der VDMK.

Daher fordert der Verband, dass die Corona-Lockerungen für Veranstaltungen und Gastronomie noch einmal überarbeitet werden. Man wünscht sich zumindest eine Gleichbehandlung aller Arten von Kulturveranstaltungen, egal ob es sich um eine Oper im Saal oder ein Open-Air-Rockkonzert handelt. Ins selbe oder zumindest in ein ähnliches Horn bläst auch die bayerische Sektion des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA. Dort fordert man grundsätzlich die Öffnung aller Gastronomiebetriebe für alle Geimpften, Genesenen und negativ Getesteten unabhängig von Inzidenzwerten.

“Wir müssen zügig wieder den Weg zu mehr Normalität ohne Tests nach dem ersten Lockdown 2020 mutig wagen. Unsere Gastgeber müssen auch die Innenbereiche wieder öffnen dürfen, um alle Gästeanfragen und dies bei jeder Wetterlage bedienen zu können. Eine Ungleichbehandlung von Innen- und Außenbereichen ist weder für Kulturschaffende noch für unsere Branche akzeptabel”, erklärte Daniela Ziegler, Kreisgeschäftsführerin München des DEHOGA Bayern, dazu. 

Auch interessant

Jazz

Jazzkonzert: Wollny/Parisien/Lefebvre/Lillinger

Jazzkonzert: Wollny/Parisien/Lefebvre/Lillinger

Festival

aDevantgarde.16: Avantgardistische Musik Live und im Stream

aDevantgarde.16: Avantgardistische Musik Live und im Stream

Ortsgespräch

Flo Kreier von Aloa Input: „Mit Zukunft kann man immer gut leben“

Flo Kreier von Aloa Input: „Mit Zukunft kann man immer gut leben“

Ortsgespräch

LaBrassBanda-Chef Stefan Dettl „Yoga ist mir nicht fremd“

LaBrassBanda-Chef Stefan Dettl „Yoga ist mir nicht fremd“