Ausblick 2021

Konzert-Highlights 2021: Von Pet Shop Boys über Eric Clapton bis Elton John und Parkway Drive

Pickepackevolle Olympiahalle bei Elton Jons bislang letzter Show in München
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Die gute alte Zeit: Pickepackevolle Olympiahalle bei Elton Jons bislang letzter Show in München

Münchens Veranstaltergilde hat für die Rock- und Pop-Fans unserer Stadt ein paar wunderbare Konzert-Highlights für das neue Jahr gebucht.

Zugegeben, sieht grad alles nicht so richtig super aus, aber die Hoffnung, wir alle wissen das, stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ein Grund, warum sich unsere wackeren Münchner Veranstalter aus der Rock- und Pop-Branche auch gar nicht groß mit Tagesaktualitäten, Inzidenzen oder sonstigem Zeugs rumärgern, sondern – so arg sie auch gebeutelt sein mögen – positiv in die (hoffentlich bald coronafreie) Zukunft blicken.

Einlass nur mit Ticket! … und Impfpass?

Hoffnung macht dabei allen Beteiligten die Zulassung diverser Impfstoffe und Schnelltest und sollten sich diese dann als zuverlässig, praktikabel und wirksam erweisen, kann es gut sein, dass demnächst an den Hallen- und Clubtüren sowie den Stadiontoren neben dem Herzeigen des Tickets auch noch das Impfbuch, wahlweise ein aktueller negativer Coronatest oder gar ein Antikörpertest gezückt werden muss. Wie und was da auch noch alles auf uns zu kommen mag, liebe Leser*innen, bleibt gesund, dem IN-München gewogen und darüber hinaus natürlich zuversichtlich. Wir wünschen in jedem Fall schon mal viel Spaß bei folgenden und/oder gänzlich anderen, Hauptsache irgendwelchen Konzerten in 2021:

Parkway Drive aus dem australischen Byron Bay stehen für ungebremsten Hard- und Metalcore, der auch im neuen Jahr wieder mit Hochgeschwindigkeits-Mosh-Attacken einhergehen wird. Im Vorprogramm tummelt sich mit Hatebreed, Stick To Your Guns und Venom Prison jede Menge Prominenz. (15.4. Olympiahalle)

Das Geheimrezept von Amy Macdonald sind folkige und locker-leichte Melodien zu eingängigen Lyrics, die nie den Bezug zur alltäglichen Realität verlieren. (29.4. Zenith)

„Mode ist vergänglich. Stil niemals.“ Mit diesem Zitat hat Coco Chanel sicher nicht die Pet Shop Boys gemeint und doch könnte es über der langen Karriere von Großbritanniens erfolgreichstem Duo stehen, wenn sie dann im Rahmen ihrer „Dreamworld - The Greatest Hits Live“-Tour auch in München Station machen. (16.5. Olympiahalle)

War schon klar, dass sich das gehörig ballt, wenn dann die Venue-Türen endlich wieder aufgehen. Deswegen der dritte große Streich innerhalb nur einer Woche: Eric Clapton. Begleitet wird Mr. Slowhand von seinen Langzeit-Kollegen Nathan East am Bass, Paul Carrack und Chris Stainton an den Keyboards, Doyle Bramhall II an der Gitarre sowie Sharon White und Katie Kissoon. (21.5. Olympiahalle)

The Girl Is On Fire: Alicia Keys

Eine ebenso packenden wie zwingende und vor allem live mitreißende Mischung aus Indierock, Folk und Elektro präsentieren jetzt im Großformat Giant Rooks. (25.5. Zenith)

Die britische Alternative-Rock‘n‘Roll-Combo um Sängerin Skin feierte jüngst ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum mit einem knackigen Best Of-Programm. So soll es auch diesmal wieder sein...: Skunk Anansie (27.5. Tonhalle)

Motzig-rotziger, enorm intensiver und very britischer Punkrock aus der Geburtstadt des TripHop Bristol, wo auch Massive Attack und Portishead herkommen: Idles (1.6. Muffathalle)

Es gibt nur eine geringe Anzahl von Bands, die so viel erreicht und so viele Musiker beeinflusst haben wie Judas Priest. Allein die Anzahl der erfolgreichen Gruppen, die sich nach bekannten Priest-Songs benannt haben, spricht hierbei Bände. Und auch der very Special Guest kann sich hören lassen: Saxon. (28.6. Zenith)

Einem fulminanter Mix aus 70s-Disco, House und Electro: Róisín Murphy

Auf ihrer Welttournee wird Alicia Keys neben ihren neuen Songs natürlich auch Klassiker und Hits wie „No One“, „If I Ain’t Got You” und „Girl On Fire“ performen. Die Fans können sich somit auf ein besonderes multimediales, künstlerisches Erlebnis freuen. Jede Show wird, laut Promoagentur „ein einzigartiges Fest der Liebe und des Lebens, gefüllt mit einer Energie, die es nur bei Live-Musik zu erleben gibt.“ Hach! (14.7. Olympiahalle)

Long time no hear: Nach neun Jahren sind Frontmann Conor Oberst und seine Indie-Folkkapelle Bright Eyes endlich mal wieder live zu hören. (27.8. Muffathalle)

Der Brillenfetischist und Großmeister des gepflegte Piano-Pop Elton John lässt auf seiner Abschiedstournee „Farewell Yellow Brick Road“ freilich sämtliche Hits erklingen. Die Show nimmt das Publikum mit auf eine magische Reise durch seine unglaubliche 50-jährige Karriere mit nie zuvor gesehenen Fotos und Videos, die alle zu einer ganzen Reihe von Eltons beliebtesten Songs aus seinem legendären Katalog arrangiert wurden. (2.10. Olympiahalle)

Neue und alte Soundexperimente mit den Klangforschungsreisenden um Bandleader Blixa Bargeld: Einstürzende Neubauten präsentieren ihr herausragendes aktuelles Album „The Year Of The Rat“ und einige andere Klassiker ihrer Historie. (7.10. Muffathalle)

Die ehemalige Moloko-Sängerin mit einem fulminanten Mix aus 70s-Disco, House und Electro. Mit „Róisín Machine“ gelang Róisín Murphy eines der Alben des Jahres. (8.10. Muffathalle)

Biffy Clyro, jenes sympathische und unermüdlich tourende Trio aus Schottland, begeistert auch 2021 endlich wieder mit einer weiterhin gelungenen Gratwanderung zwischen komplexem Riff-Rock und melodiösem Emo-Core. (17.10. Zenith)

In der urbanen Einöde Niedersachsen, abseits von großen Medien-Hypes, fabrizieren 102 Boyz Kleinstadt-Gangsta-Rap, der es in punkto Energie mit den ganz Großen problemlos aufnehmen kann. (25.10. Tonhalle)

Unwiderstehliche Soul-Legenden: Simply Red

Sage und schreibe mehr als 30 Jahre nachdem sie begannen, Generationen mit ihrem unwiderstehlichen Soul zu begeistern, melden sich Simply Red mit einer Tour zurück, die alle Hits umfasst. Rotschopf Mick Hucknall verspürt wieder große Lust, live zu performen und hat mit „Blue Eyed Sould“ sogar ein neues Studioalbum im Gepäck. (29.11. Olympiahalle)

Eine der Geschichten des Jahres ist die von Heaven Shall Burn-Sänger Marcus Bischoff. Dieser betätigte sich – obwohl er es nach etlichen Nr. 1-Alben und reihenweise ausverkauften Tourneen finanziell ganz bestimmt nicht nötig gehabt hätte – im Lockdown als Intensivpfleger auf einer Corona-Station. Für uns hier beim IN einer der prägenden Menschen 2020. Aber nächstes Jahr ist er dann wieder in seinem Hauptberuf als Metalsänger unterwegs und darauf freuen wir uns dann ganz besonders. Support: Trivium (18.12. Zenith)

Nix dabei? Schade! Aber, nicht verzagen und hier in unserer KONZERTE VORSCHAU in aller Ruhe weiterstöbern...

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