Konzert-Highlights

Die Konzert-Highlights im September

In den kommenden Tagen Live erleben: Darwin Deez, Julien Baker, Everlast und The Wood Brothers

Langsam nimmt sie Konzertsaison wieder Fahrt auf und bietet in den kommenden Tagen einen fulminanten Mix von Rock bis Hip-Hop

In ihrem Genre ist sie vermutlich eine der am meisten gelobten Newcomerinnen der vergangen Jahre. Mit fragilem Songwriting, sanfter Gitarre und einer berührenden Stimme hatte sich Julien Baker mit ihrem im Jahr 2015 erschienen Debütalbum „Sprained Ankle“ in die Herzen der Indie-Folk-Fans gesungen. Im Herbst kehrt die aus Memphis stammende Ausnahme-Künstlerin mit ihrer aktuellen Platte „Turn Out The Lights“ auf die Bühne zurück. Und sogar noch in einem größeren Sound-Gewand, als man es noch von ihrer ersten Scheibe kennt – das steht ihr und ihrer Musik ganz fantastisch. Support: Becca Mancari (16.9. Ampere)

Der Mann gehört zu den vielseitigen amerikanischen Künstlern und schrieb Songs für seine Punkpopband Boys Like Girls genauso wie für Mainstreamkünstler wie Hannah Montana, Avril Lavigne oder Taylor Swift: nun hat Martin Johnson sein Solodebüt unter dem Projektnamen The Night Game veröffentlich, auf der Vorabsingle „The Outfield“ war als Gastsänger der belgisch-australische Sänger Gotye zu hören. Mit The Night Game gelingt es Johnson den etwas antiquierten aber wieder schwer angesagten Eighties-Pop in die Moderne zu bewegen und einen fulminanten Mix aus New Wave-Ästhetik und hymnischen Pop-Hits der Gegenwart zu erzeugen. Und manchmal klingt der Mann auch ein bisschen wie Sting… (16.9. Strom)

Die Brüder Oliver und Chris Wood haben erst spät wieder zueinandergefunden, nachdem sie zuvor separat in verschiedenen Gegenden der USA musizierten. Chris hatte seit den frühen 90ern in NYC mit dem international renommierten Jazz-Trio Medeski, Martin & Wood für gut zwei Jahrzehnte Erfolge gefeiert, und Oliver leitete zwischen Mitte der 90er und 2005 in Atlanta die lokal beliebte Roots- und Blues-Rock-Combo King Johnson. Ab 2005 entwickelten sie ihr gemeinsames Ding mit einem deutlicheren Bezug zu den musikalischen Wurzeln ihrer Jugend: Blues, Bluegrass, Mountain Folk, Country und Soul. The Wood Brothers haben das Duo um einen Drummer erweitert, auf dem sechsten Studioalbum „One Drop of Truth“ des Trios aus Nashville, klingt jeder Song wie ein eigener Kurzfilm. Support: Logan Bill (17.9. Strom)

Einfach aufhören zu spielen? Das war keine Option für die italienische Sängerin Adele Nigro, als sie sich mit dem Ende ihrer alten Band und mit ihrer Zukunft beschäftigte. So entstand die Band Any Other, die mit ihrer Indie-Rock-Haltung an die 90er und Gruppen wie Modest Mouse und Built To Spill, aber auch an aktuelle Songwriter wie Waxahatchee erinnert. In ihren Songs beschäftigt sich Adele Nigro mit Geschichten über das Erwachsenwerden, schwierige Trennungen und den starken Wunsch, sich an den schlechten Ereignissen des Lebens zu rächen. Sehr gut. (17.9. Unter Deck)

Bands wie die Eagles oder Crosby, Stills & Nash müssen sich keine Sorgen um ihr Erbe machen, denn mit der US-Formation High South ist eine Gruppe angetreten, die die Harmoniegesänge und das Feeling Kaliforniens der 70er Jahre wieder mit Leben füllt. Mit ihrem Debütalbum „Now“, aufgenommen im Studio von Mark Knopfler und mit dem Segen von Eagle Don Felder versehen, waren die Amerikaner überraschenderweise vor allem in Europa erfolgreich. Mit geradlinigem intelligentem Westcoast-Rock und lässigem Satzgesang werden sie nicht nur bei Eagles-Fans für leuchtende Augen sorgen. Support: Carina Corell (19.9. Muffatcafé)

Kaum einer Band ist die Verbindung von Rock und Pop mit Klassikelementen so kongenial geglückt wie dem Electric Light Orchestra, kurz ELO. Mastermind Jeff Lynne verband die unterschiedlichen Pole zu einer genialen Symbiose und nahezu 60 Millionen verkaufte Alben und 26 Hitsingles sprechen für sich. Jeff Lynne ist und bleibt die kreative Kraft von ELO, als dessen Produzent, Songschreiber, Arrangeur, Leadsänger und Gitarrist er nach wie vor wirkt. Darüber hinaus hat er als Gründungsmitglied der Traveling Wilburys gemeinsam mit Bob Dylan, Roy Orbison, George Harrison und Tom Petty Musikgeschichte geschrieben. Er arbeitete als Produzent und Kollaborateur mit einigen der größten Künstler aller Zeiten, darunter die Beatles, Paul McCartney, Tom Petty und kürzlich Bryan Adams. Nun dürfen sich Fans auf Hits wie „Can’t Get It Out Of My Head“, „Evil Woman”, „Telephone Line” und „Mr. Blue Sky” freuen, alles dargebracht im konzertanten Rahmen einer Supergroup. Support: Billy Lockett (21.9. Olympiahalle)

Der irisch-stämmige US-Amerikaner Everlast begann seine Karriere bei Ice-T´s Rhyme Syndicate Cartel. Später wurde er Teil der irisch-amerikanischen Rapper House Of Pain, die von ihrem selbstbetitelten Debüt prompt eine Million Alben an den Fan brachten. Als der Erfolg nachließ, startete Everlast eine Solo-Karriere. Mit seinem zweiten Album „Whitey Ford Sings The Blues“ nahm er die Tradition des Talkin´ Blues wieder auf. Aber nicht nur: ein Kennzeichen von Everlast ist der Mix von Stilen wie Blues, Country, Soul, Rock, Irish Folk und sogar Klassik. Er kann auf zahlreiche Gastauftritte bei Songs und Remixen anderer Künstler zurückblicken, zum Beispiel bei Madonna, Kurupt, Cypress Hill, Sick Of It All, Xzibit und Korn. (23.9. Backstage)

Das war eine gute Idee: das Duo John Flansburgh und John Linnell gründete They Might be Giants 1982 in New York, nachdem sie aus einem kleinen Kaff in der Nähe von Boston nach Brooklyn übersiedelten. Die Indiepop/Collegerock-Helden der späten 80er und 90er Jahre begründeten mit ihrem ersten erworbenen Anrufbeantworter im Jahre 1984 ihren legendären „Dial-A-Song-Service“, der auch bis vor kurzem noch Bestand hatte und jeden Monat für zwei neue Songs sorgt, die man sich unter einer Telefonnummer anhören konnte. In der damaligen Zeit war das eine kleine Sensation und irgendwie ist die Idee immer noch ziemlich witzig. Mit dem Album „Flood“ landeten sie 1990 einen Alternative-Hit, nun kommen sie mit ihrem neuen Werk „I Like Fun“ vorbei, um zu zeigen, dass es munter weitergeht. (25.9. Ampere)

Gibt es eigentlich noch Hippies? Wenn ja, Darwin Deez ist einer. Der zottelhaarige Frontmann der gleichnamigen Band stammt aus South Carolina. Seine Eltern waren Anhänger des indischen Gurus Meher Baba, Darwin schrieb seinen ersten Song mit elf, nachdem sein Vater ihm ein paar Akkorde auf der Gitarre beigebracht hatte. Er kam über Nirvana zu Fugazi und Superchunk, gründete eine Band, irgendwann nahm er sein Debütalbum auf, daheim, mit einer viersaitigen Gitarre in eigenartiger Stimmung und ein paar Casios. Der Erfolg stellte sich sofort ein, Hits wie „Radar Detector“ und „Up In The Clouds“ eroberten die Indie-Charts und vor allem die Tanzflächen. Man hört das große Talent für griffige Hooks, schöne Melodien und Harmonien und die Gabe, im nächsten Moment mit der Fuzzgitarre dazwischenzufahren. Support: Pom Poko (27.9. Feierwerk Kranhalle)

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