Konzert-Highlights

Die ersten Konzert-Highlights im November

Am 02.11. im Milla: Sepalot Quartett

Akua Naro, Sepalot Quartett, Lord Huron, Lary und Israel Nash... Diese Konzert-Highlights warten auf Euch in den kommenden Tagen...

Ben Schneider, der ein Solo-Projekt gestartet und dann auf Bandgröße zu Lord Huron erweitert hat, kam aus Los Angeles in seine alte Heimat Michigan zurück und verwandelte seine Eindrücke in einen wundervoll reformierten Americana-Sound und bastelte rund um die ersten beiden Alben eine fantasievolle Welt aus Western- Groschenheften, Cowboy-Videos und von Lichtinstallationen durchfluteten Live-Shows. Im April erschien mit „Vide Noir“ die dritte Platte, und dieses Mal stammen die Einflüsse aus seinem kalifornischen Wohnort. Man sieht die nächtliche Stadt förmlich vor sich und macht die ziellosen Fahrten mit, durch das San Fernando Valley, über die Santa Monica Mountains oder entlang des Mulholland Drive und durch die Neon-Canyons in Downtown L.A. bis hinunter an die Pazifikküste. Staubige Balladen, punkige Kracher, Rockabilly- Anklänge und ätherische Elektropassagen wechseln sich hier ab. Support: Malena Zavala (2.11. Technikum)

Sie haben heuer mit „Ein richtiges Leben in Flaschen“ ein neues Album gemacht, nur zwei Jahre nach „Was zählt“ zum erstaunlichen Comeback: Family 5. Die Band hatte man nicht mehr wirklich „auf dem Schirm“, abgesehen natürlich von ihren großartigen Platten ab Mitte der Achtziger, als Xao Seffcheque und Sänger Peter Hein von Fehlfarben die Band gründeten, nachdem sie eine Maxisingle veröffentlicht hatten. „Bring deinen Körper auf die Party“ war als ironischer Kommentar zur gerade sehr modischen Funk-Begeisterung gedacht – aus dem Jux entstand die wichtigste deutsche Soul-Punk-Band, die Hits wie „Japaner in Düsseldorf“ oder „Die kapieren nicht“ aus der Hüfte schüttelte. Partymucke mit Groove und Hirn, unbedingt hingehen! (1.11. Rote Sonne)

Ihre Stimme steht für die Zukunft des weiblichen Hip Hops: Akua Naru. Mit „The Blackest Joy“ veröffentlichte die US-Amerikanerin mit Wahlheimat Köln heuer ein neues Album, mit dem sie nun auch live zu erleben ist. Ihre Musik zeugt nach wie vor von politischer Dringlichkeit und feministischer, intellektueller Poesie. Unter den Jazzund Soul-infizierten Sound der First Lady des Global Hip Hop mischen sich auf dem neuen Material zusätzlich afrikanische Einflüsse, die von einer tiefen Verehrung für die musikalischen Wurzeln des schwarzen Kontinents beseelt und inspiriert sind. (5.11. Ampere)

Er würde Woodstock zurückbringen, schrieb die deutsche Presse, als der texanische Musiker Israel Nash vor drei Jahren das Album „Silver Seasons” vorlegte, international hatte er bereits mit dem Vorgänger „Rain Plans” auf sich aufmerksam gemacht. Eine Platte voll gitarrenlastiger Americana-Klänge, die mit psychedelischen Elementen gewürzt waren und bei der besonderen Wert auf das Songwriting gelegt wurde. Jetzt hat er mit seiner Band in der Abgeschiedenheit seiner Ranch sein mittlerweile fünftes Album „Lifted“ aufgenommen. Das Quintett verspricht darauf eine Zeitreise zurück zum Ideal des kunstsinnigen und friedliebenden Amerikas, einem Land, dem nicht nur viele Musiker nachtrauern. Support: Matthew Logan Vasquez (6.11. Strom)

Nach einer Vielzahl von Alben als Gründungsmitglied der HipHop-Band Blumentopf und fünf Soloalben seit dem Jahr 2005, veröffentlichte Sepalot 2017 die Alben „Hide“ & „Seek“ und legte damit den Grundstein wieder im Verbund einer Band zu arbeiten. Mit dem Sepalot Quartett kehrte Sebastian Weiss zurück und überarbeitet die Songs aus mehr als 10 Jahren Schaffen als Solokünstler neu. Die Liebe zur elektronischen Musik bleibt bestehen und auch der ungeschliffene Druck des HipHop findet sich wieder und doch ist alles auf Anfang mit diesem Projekt: Sepalots Begeisterung für atmosphärisches Sounddesign wird ergänzt um das Element des Jazz. Das kurze Konzert in der Goldenen Bar im Sommer hat Appetit gemacht, nun in voller Länge im Rahmen von sechs Jahre Milla. (2.11. Milla)

„Hart fragil“ heißt das neue Album von Lary und ist wohl als Spiegel ihrer Persönlichkeit voller Wiedersprüche gemeint: oberflächliche Diva und Prolet mit Tiefgang, Einzelgängerin und mitten drin, stark und zerbrechlich. Widersprüche, weiß die gebürtige Gelsenkirchenerin und Wahl-Berlinerin, sind Teil unserer Vielschichtigkeit. Sie singt von Abgründen, von Liebe, Trauer und Lebenslust. Ihre Songs sind auch musikalisch so gegensätzlich wie möglich, atmosphärische Popballaden und Wave-Anklänge, Schlager und HipHop. Live wohl eine der präsentesten Popkünstlerinnen des Landes. (7.11. Ampere)

Auch interessant

Verlosung

Nile Rodgers & CHIC in der Tonhalle

Nile Rodgers & CHIC in der Tonhalle

Nachbericht

So war der Private Gig mit Me+Marie im Telstar-Studio

So war der Private Gig mit Me+Marie im Telstar-Studio

Verlosung

Münchner Oratorienchor: „Messiah“ von Georg Friedrich Händel

Münchner Oratorienchor: „Messiah“ von Georg Friedrich Händel

Verlosung

First Aid Kit am 01.12. im Muffatwerk

First Aid Kit am 01.12. im Muffatwerk