Konzert-Highlights

Die Konzert-Highlights im November

Soul-Lady gegen Trump: Natalie Prass

Voodoo Jürgens, CHVRCHES, White Denim, The Wave Pictures, Natalie Prass und Taskete! - Diese Konzert-Highlights warten auf Euch in den kommenden Tagen...

40 Jahre nach Veröffentlichung des legendären Albums „Dunkelgraue Lieder“ kommen diese wieder auf die Bühne: Mit viel Respekt vor Ludwig Hirsch, wird Voodoo Jürgens dessen große Hits von der „Omama“ bis zu„ I lieg am Ruckn“ und viele andere neu interpretieren.

Immer schon ein großer Verehrer, gehen auch Voodoo Jürgens musikalische Wurzeln auf diesen „dunkelgrauen“ Liedermacher zurück. Eine tragikomische Sicht auf die Welt verbindet die beiden Österreicher, spätestens seit Veröffentlichung seines Debütalbums „Ansa Woar“ 2016 wird Jürgens als das nächste „große Ding“ aus Wien gefeiert, auch dank seiner Single „Heite grob ma Tote aus“ – und hier schließt sich wieder der Kreis. (11.11. Volkstheater)

Eigentlich sind die drei ja echte Glasgower Punks, die auch eine gehörige Menge an tiefgreifender Melancholie und Wut in sich tragen und so sonnig ihr Synthie-Pop auch sein mag: CHVRCHES sind weit mehr als eine Sommerhit-Band. Auf ihrem neuen Album „Love Is Dead“ haben sie sich nun ihrer Düsternis geöffnet und vereinen die beiden Seiten ebenso wie die der ganzen Welt, die von Empathielosigkeit nur so strotzt – und gleichzeitig aber auch so viel Stärke und Widerstand offenbart. Sonniger Pop gepaart mit schattigen Klängen – das ist der Soundtrack unserer Tage und wird mit Sicherheit auch live schwer abgefeiert werden. (12.11. Muffathalle)

Musik, zu der man trinken, tanzen und sich prügeln kann: Nach über zehn Jahren und sieben Studioalben spinnen White Denim diesen Faden immer weiter. Irgendwo zwischen Black Keys und Jack White, Wilco, T.Rex, Thin Lizzy und den Allman Brothers lag die Musik von Sänger und Gitarrist Petralli und Bassist Steve Terebecki auf ihren jüngsten Platten wie „Corsicana Lemonade“ und „Stiff“. Mit dem neuen Album „Performance“ veränderten White Denim ihr Klangspektrum: Zusammen mit dem neuen Keyboarder Michael Hunter und dem neuen Drummer Conrad Choucroun ist das Quartett dem ursprünglichen Klang Amerikas weiter auf den Grund gegangen: Glam Rock-Stücke, abseitige Jazz-Anklänge, Country-Zitate und allerhand andere seltsame Ausflüge in verschiedene Spielarten, live darf man gespannt sein. (14.11. Milla)

Einige Jahre lang trieben sich The Wave Pictures in Großbritannien, in Frankreich und New York herum und gaben Konzerte unter anderem mit Herman Düne, Jeffrey Lewis und The Mountain Goats. 2007 siedelten die Briten nach London um und kamen mit ihrer Mischung aus Rock, Folk und Pop, versehen mit allerhand Lo-Fi-Attitüde, bei dem Trend-Label Moshi Moshi Records unter Vertrag. Mit dem 2008er „Instant Coffee Baby“ und dem Nachfolger „If You Leave It Alone“ zeigen sie, dass Wohnzimmerproduktionen einen sehr eignen Charme haben. Mit schrammeligen Gitarren, schrägem Gesang und viel Witz überraschen The Wave Pictures seitdem jedes Jahr neu, zu Zeit sind sie auch ein bisschen bluesy unterwegs. (14.11. Import Export)

Die Songs waren schon komponiert und das Studio war gebucht für den Nachfolger des gelungenen Debütalbums von Natalie Prass aus dem Jahr 2015. Doch kurz vor den Aufnahmen entscheidet sie, die Lyrics, die Songs und die Musik in die Tonne zu treten. Der Grund? Trumps Wahlsieg. Alles auf Anfang und so entstand „The Future And The Past“. Die Platte ist ein kraftvolles Statement einer Feministin, politisch und musikalisch auf höchstem Niveau, Protest und Party. Zusammen mit Produzent Matthew E. White entstand ein Album von Gospel über 80er-Pop, R’n‘B der 90er, einer Prise Funk, Soul und Disco bis hin zu brasilianischen Tropikalia – mit Texten, die eben in unsere Zeit passen. Support: H.C. McEntire (15.11. Orangehouse)

Mit lärmiger Riff-Gitarre und mit Trommel-Ding-Dong wollen sie es wissen: Taskete! (japanisch: Obacht!) aber nur als Noiserock-Duo zu bezeichnen, wäre zu kurz gegriffen, denn da sind auch einige schöne Pop-Referenzen und die Spielereien des Mainstreams, die hier mit Wucht zurück in den Underground gezogen werden. Aren Emirze (Harmful, Emirsian) und Flo Weber (Sportfreunde, Bolzplatz Heroes) sind alte Hasen, die Freude an neuer Musik haben und sich kräftig in der Gemischtwarenhandlung des Indie- und Alternativerock bedienen. Support: Les Millionnaires (16.11. Milla)

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