Konzert-Highlights

Die Konzert-Highlights im Januar

Soul mit Punk-Attitüde: Rhonda

Deutschpop und Brexit - Das neue Jahr fängt ja gut an ...

Anna Calvi überrascht immer wieder aufs Neue: Die Britin ist eine der elaboriertesten Musikerinnen der Gegenwart und eine der facettenreichsten Künstlerinnen überhaupt. Sie ist eine großartige Gitarristin und hat ihren Uni-Abschluss auf der Violine gemacht hat.

Sie hat eine Stimme, die einen im Inneren berührt und auch mal an Siouxie Sioux erinnert. Ihre beiden Studio-Alben waren für den Mercury Prize nominiert und nicht umsonst nannte Brian Eno sie „das Beste seit Patti Smith“. Sie hat zusammen mit Robert Wilson die Oper „The Sandman“ geschrieben und ist mit Größen wie Morrissey, Nick Cave oder den Arctic Monkeys unterwegs gewesen. Auf ihrem aktuellen Album „Hunter“ zieht sie wieder alle Register – vom Wall Of Sound bis zu intimen Momenten. Support: Bi Män (16.1. Freiheiz)

Nach der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP im Frühjahr 2013 kamen Klaus Johann Grobe nach Großbritannien und sorgten mit ihren Duo- Auftritten für ersten Gesprächsstoff auf der Insel. Die beiden Schweizer spielten eigene Tourneen und mit Bands wie Unknown Mortal Orchestra, The Growlers oder Temples in den USA, Großbritannien, den Niederlanden, Luxemburg, Belgien, Frankreich, Deutschland, die Schweiz oder auch Spanien. Ein Jahr Auszeit haben sie sich nach ihrem Zweitling „Spagat der Liebe“ genommen, dabei wurde in erster Linie Musik gehört statt gemacht. Erst zu Beginn letzten Jahres setzten sie sich wieder zusammen zum Tüfteln und Produzieren. Ein neuer Synthesizer begann den Sound zu definieren, alles nachzuhören auf dem aktuellen Werk „Du bist so symmetrisch“, das sehr nah an der Tanzfläche angesiedelt ist. (17.1. Rote Sonne)

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Er klingt ein bisschen wie Elton John und Billy Joel – und beide sind auch seine Fans: Tom Odell. Der junge blonde Brite schaut aus wie Mamis Liebling, gehört aber zu den großen Songwritern seiner Generation. Das heißt, eigentlich ist seine Musik zeitlos und reiht sich nahtlos in das Werk der auch von ihm verehrten Künstler (s. oben) ein. Mit „Grow Old With Me“ vom Debütalbum „Long Way Down“ startete er eine steile Karriere vor fünf Jahren, mit dem Doppelalbum „Wrong Crowd“ lieferte er tiefe Einblicke in sein Seelenleben und in die Songwriting-Kunst. Nun kommt er mit dem aktuellen Album „Jubilee Road“ auf Tour, man darf gespannt sein, wie sich die etwas glatt geratene Produktion im Liveformat anhört. (22.1. Tonhalle)

Der Sänger Aaron Brooks stellt dem Münchner Publikum sein Debüt- Soloalbum „Homunculus“ sowohl im akustischen Format mit Streichern sowie auch verstärkt mit Rockband vor. Der gebürtige US-Amerikaner zog 2011 mit seiner ehemaligen Band Simon Soul Charger nach Deutschland und pflegte in Europa und den USA eine wachsende Fan gemeinde. Angesiedelt hat sich die Psychedelic-Rockband damals auf einem Bauernhof in der Nähe von Freising, 2016 löste sich die Formation auf und Aaron Brooks erlebte eher schwierige Zeiten. Nach zwei Jahren Abwesenheit vom Musikgeschäft kommt er nun mit seinem Solodebüt zurück und bietet eine breite Palette von nahezu filmisch-orchestral anmutenden Liedern mit poetischem Anspruch. Man darf gespannt sein. (23.1. Milla)

Er gehört zu den umtriebigsten Musikern aus Bayern, ist europaweit unterwegs und klingt ein bisschen wie Tom Petty: Philipp Bradatsch. Das neue Album „Ghost On A String“ erschien bei Trikont, und man darf froh sein, dass der Gute das Leben des letzten fahrenden Sängers nie aufgegeben hat – zu viele Geschichten stecken hier drin, die sonst verschüttgegangen wären. Geschichten von Heizkörpern, die Herz und Seele wärmen mögen, von den Outsidern, den Abgehängten, von der Zukunft, die vielleicht trotz allem gut wird. Nach Americana klingt das, wie nur wenige Sachen aus Deutschland. Textor & Renz sind zwei Stimmen, Kontrabass und E-Gitarre, lassen das Unnötige weg und schon entsteht ein ganz eigener Klang. Ein Klang, der das Magische in einem einzelnen Ton und in einem einfachen Satz findet und leuchten lässt, nachzuhören auf ihrem Album „Boom-Clack“, das ebenfalls bei Trikont erschienen ist. (24.1. Volkstheater)

Soul-Musik vom Allerfeinsten machen Rhonda. Das hat sich inzwischen auch international herumgesprochen. Paul Weller schwärmt nicht nur in höchsten Tönen von dem Quartett aus Hamburg, sondern hat es schon gleich nach Bandgründung mit auf Tour genommen. Dass auch die Punkrocker von Turbostaat bereits mit Rhonda gemeinsam auf die Bühne gingen, ist dabei kein Widerspruch, denn der Sixties-Soul von Sängerin Milo Milone und ihren Jungs kommt mit einer gehörigen Portion Punk-Attitüde daher. Das spült den ausgewogenen Kompositionen genau die Menge Dreck in den Sound, die ihn so richtig aufregend macht. Auf ihren bislang zwei Alben und vor allem auf der Bühne passt die Balance zwischen Glitzerwelt und Untergrund der Nachfolge- Band der Indie-Rocker Trashmonkeys. Milone, die vormalige Bassistin, hat sich dabei als Glückgriff erwiesen: Ihre unglaubliche gefühlvolle und ausdrucksstarke und mit einem tollen Vibrato gesegnete Stimme ist zum Markenzeichen der Band geworden. (24.1. Milla)

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