Klassik-Highlights

Die Klassik-Highlights im November

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Kristiina Poska

Frauenpower! Das Konzertprogramm der kommenden Wochen ist fest in weiblicher Hand. Unsere ersten Klassik-Highlights im November.

Die Zeiten, als manche Orchester Frauen konsequent ausschlossen gehören heute zum Glück der Vergangenheit an. Und auch wenn man sich die jüngsten Entwicklungen bei der Besetzung von GMD-Posten ansieht, beginnen auch hier die Damen zwischen Nürnberg und Birmingham langsam mit ihrer Aufholjagd. Von einem echten Gleichgewicht sind wird dennoch ein gutes Stück weit entfernt.

Und so kommt ein Festkonzert unter dem Motto „Starke Frauen“ gerade recht, mit dem man nun im Gasteig hundert Jahre Wahlreicht für Frauen feiert. Unter Leitung von Kristiina Poska stehen dann ausschließlich Werke von Komponistinnen im Zentrum. Wobei es neben Sofia Gubaidulinas „Märchenpoem“ und Clara Schumanns erstem Klavierkonzert mit Emilie Mayers fünfter Sinfonie, eine echet Rarität zu entdecken gilt. Solistin des Abends ist Pianistin Lauma Skride. (Philharmonie 11.11.)

Bezeichnete man Mayer früher sogar als den „weiblichen Beethoven“, kann man das Original wenig später beim Gastspiel des Swedish Radio Symphony Orchestra hören, wenn Maestro Daniel Harding seine Sicht auf die „Eroica“ vorstellt. Bevor es soweit ist, beginnt der Abend hier allerdings zunächst mit der „Chasse royale et orage“ aus Berlioz‘ monumentaler Oper „Les Troyens“, sowie mit dem Violinkonzert Opus 47 von Jean Sibelius, bei dem es ein Wiedersehen mit Geigerin Janine Jansen gibt. (20.11. Philharmonie)

Auch in der Woche zuvor gibt es bereits internationale Gäste in der Philharmonie zu begrüßen, wenn sich das Orchestre National de Lyon die Ehre gibt. Der französische Klangkörper hat dabei aber unter der Stabführung seines Chefs Leonard Slatkin keineswegs nur Musik von Maurice Ravel im Gepäck, sondern wird mit Mussorgskys „Bildern einer Ausstellung“ und dem von Khatia Buniatishvili interpretierten Klavierkonzert Nr. 2 von Sergej Rachmaninow vor allem im russischen Repertoire fündig. (13.11. Philharmonie)

Femmes fatales“ stehen dagegen bei einer Kammermusikmatinee der Philharmoniker im Mittelpunkt, die in Kooperation mit dem Kompositi onsstudiengang der Hochschule für Musik und Theater realisiert wird. Es spielt das Verdandi-Trio, das sich aus Geigerin Ilona Cudek, Elke Funk-Hoever am Cello und Pianistin Mirjam von Kirschten rekrutiert. Messen lassen muss sich der komponierende Nachwuchs dabei unter anderem mit Kompositionen von Clara Schumann und Lili Boulanger. (11.11. Künstlerhaus)

Auf sich aufmerksam gemacht hat Hanna-Elisabeth Müller einst bereits als Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper. Und zum Glück bleibt die Sopranistin München auch nach ihrer Zeit als festes Ensemblemitglied verbunden. Sei es am Nationaltheater oder, wie jetzt, in der Allerheiligen Hofkirche, wo sie sich ein weiteres Mal als Liedinterpretin präsentiert. Begleitet von Juliane Ruf am Klavier hat sich Müller hierfür neben Werken von Schumann ebenfalls Zemlinskys „Walzergesänge sowie Poulencs „La courte paille“ vorgenommen. (11.11. Allerheiligen Hofkirche)

Autor: Tobias Hell

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