Klassik-Highlights

Die Klassik-Highlights im Januar

Kontrastreiche Kammermusik mit dem Artemis Quartett

Zurück zu den Wurzeln! Große Sinfonik und Kammermusik-Dauerbrenner erwarten uns im Januar

Wenig Zeit zum Durchatmen gibt es nach dem weihnachtlichen Konzertmarathon. Verzeichnet der Kalender doch auch zum Start ins neue Jahr zahlreiche prominente Gäste, die sich bei uns die Ehre geben.

Interessant werden könnte da unter anderem der Besuch des Leipziger Gewandhausorchesters, das gleich mit zwei thematisch aufeinander abgestimmten Programmen im Gepäck anreist. Eng mit der Geschichte des Klangkörpers verbunden sind dabei sowohl Robert Schumann, der mit seiner Sinfonie Nr. 2 präsent ist, als auch Felix Mendelssohn. Dessen „Italienische“ wird am ersten Abend vom frisch - gebackenen Chefdirigenten Andris Nelsons durch die nicht schon etwas seltener zu hörende Ouvertüre zu „Ruy Blas“ ergänzt. (26.1. Philharmonie)

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Eher unter ihrem Beinamen als unter der Opuszahl dürfte auch Schumanns „Rheinische“ bekannt sein, die am Tag darauf den Abschluss des kurzen Gastspiels markiert. Davor startet man aber auch hier wieder mit seltenerem Mendelssohn, genauer gesagt mit der Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“, die auf den zweiten prominenten Namen des Abends vorbereitet. Begleitet von Nelsons am Pult wird bei dieser Gelegenheit näm - lich niemand geringeres als Hélène Grimaud am Flügel Platz nehmen, um ihre Sicht auf Schumanns Klavierkonzert in a-moll vorzustellen. (27.1. Philharmonie)

Bevor die Philharmoniker sich den Gasteig wieder zurückerobern können, gehört die Bühne dann allerdings auch noch den Damen und Herren des Philharmonia Orchestra London, die unter Leitung von Paavo Järvi ein russisches Programm mit einleitendem Beethoven präsentieren. Nach der „Coriolan“- Ouvertüre ist für Prokofjews Violinkonzert Nr. 1 ein hochkarätiger Name aufgeboten: Stargeigerin Hilary Hahn, die sich damit bei ihren Münchner Fans zurückmeldet, ehe Maestro Järvi im zweiten Teil des Abends mit Rachmaninows zweiter Sinfonie nachlegen darf. (28.1. Philharmonie)

Ein etwas schlanker besetztes Umfeld bevorzugt hingegen Hahns Kollegin Janine Jansen, die bei einem Ab stecher ins Prinzregenten-theater wieder einmal ihrer Leidenschaft zur Kammermusik nachgeht. Der Fokus liegt dabei ganz auf den Werken Wolfgang Amadeus Mozarts, von dem nicht nur das Streichquintett KV 516 erklingt, sondern mit dem Divertimento in Es- Dur ebenfalls sein einziges Werk für Streichertrio. Die Freunde, die sich hinter dem Titel „Jansen & Friends“ verbergen hören auf die Namen Gregory Ahss, Amihai Grosz, Henning Kraggerud und Jens-Peter Maintz. Vier Herren, die man Kammermusikfans nicht mehr groß vorstellen muss und allein schon ein Garant für einen spannenden Konzertabend sein dürften. (30.1. Prinzregententheater)

Zurück zu den Wurzeln geht es für Publikumsliebling Martin Stadtfeld, der sich einst mit seinen frischen Bach- Interpretationen einen Namen gemacht hat. Bei seinem kommenden Münchner Auftritt erklingt mit dem Brandenburgischen Konzert Nr. 3 und dem Klavierkonzert in d-moll jedoch nicht nur die Musik des großen Johann Sebastian. Denn gemeinsam mit den Trondheim Soloists stellt Stadtfeld diesen beiden Klassikern ebenso Werke, die Bach-Söhne zur Seite. (2.2. Prinzregententheater)

Und wenn es ein Werk der Streichquartett- Literatur gibt, das sich den Titel „Klassiker“ ebenfalls mehr als verdient hat, dann wohl Schuberts „Der Tod und das Mädchen“. Bevor sich das gefeierte Artemis Quartett jedoch hierbei seine Kunstfertigkeit unter Beweis stellen darf, wagt man mit Kompositionen von Samuel Barber und Benjamin Britten ebenfalls einen Sprung ins 20. Jahrhundert. Denn wie so oft bei den Auftritten der vier Ausnahmemusiker ist es auch diesmal wieder der Kontrast, durch den man Bekanntes aus neuen Blickwinkeln beleuchtet. (28.1. Prinzregenten theater)

Vielseitigkeit scheint auch das Motto von Bariton André Schuen, der sich nach seinem Einsatz beim traditionellen „Weihnachtsoratorium“ nun als Liedinterpret vorstellt und den Bogen dabei von Franz Schubert bis hin zu Volksliedern aus seiner ladinischen Heimat spannt. Es belgeitet Daniel Heide am Klavier. (23.1. Allerheiligenhofkirche)

Autor: Tobias Hell

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