Klassik-Highlights

Die Klassik-Highlights zum Jahresanfang

Alice Sara Ott´s Nightfall, Daniel Hope

Neben dem Feuerwerk am Himmel lässt man es zum Jahreswechsel auch in den Konzertsälen gerne knallen

Wo unsere Philharmoniker und Symphoniker auf Beethovens „Ode an die Freude“ schwören und in Wien kein Neujahr ohne die Strauß- Dynastie komplett wäre, gibt es aber auch Ensembles, die unseren musikalischen Horizont bei dieser Gelegenheit ein wenig erweitern.

Die von Alexander Gilman geleiteten LGT Young Soloists etwa haben ihre Vielseitig bei uns zuletzt bereits im Rahmen der Langen Nacht der Musik unter Beweis gestellt und kombinieren jetzt auch für ihre Silvestergala wieder bekannte Klassiker mit spannenden Entdeckungen. So bunt gemischt wie die 15 Nationen, aus denen die jungen Musikerinnen und Musiker stammen, ist folglich die Liste der Komponisten, deren Werke man im Gasteig interpretiert. Die reicht von Vivaldi, Bruch und de Falla bis hin zu Leroy Anderson und Astor Piazzolla. (31.12. Carl Orff Saal)

Eine tagesaktuelle Übersicht aller Klassik-Konzerte finden Sie hier!

Kaum grenzen auferlegt hat sich ebenfalls das Kammerorchester der Münchner Philharmoniker, das beschwingt ins neue Jahr startet und sich dafür Christoph Well als scharfzüngigen Moderator und Trompetensolist mit ins Boot geholt hat. Schließlich wären die Operetten von Strauß, Lehár und Kálmán, aus deren Melodien sich ein Großteil des Programms rekrutiert doch ohne bissig satirischen Humor nur halb so unterhaltsam. Die musikalische Leitung liegt bei Konzertmeister Lorenz Nasturica-Herschcowici, die Gesangspartien übernehmen Mezzo Cornelia Lanz und Tenor Manolito Mario Franz. (8.1. Prinzregententheater)

In großer Formation geht es für das Orchester der Stadt dann keine 24 später in der Philharmonie weiter, wo der finnische Dirigent Santtu-Matias Rouvali ans Pult tritt und den Abend mit dem Opus 9 seines Landsmannes Jean Sibelius eröffnet, „En Saga“. Abgerundet wird das Programm durch Prokofjews Sinfonie Nr. 5, sowie das berühmte Cello- Konzert von Edward Elgar. Ein Klassiker, bei dem es ein Wiedersehen mit der Niederländerin Harriett Krijgh gibt. (9./11.1. Philharmonie)

Die Konkurrenz schläft freilich nicht, bietet das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks doch beinahe zeitgleich Daniel Harding als Gastdirigenten auf, der in der Residenz seine Sicht auf Beethovens „Pastorale“ vorstellt. Bevor es soweit ist, sind im Herkulessaal aber zunächst noch alle Augen und Ohren auf Isabelle Faust gerichtet, die im ersten Teil des Abends mit dem Violinkonzert von Arnold Schönberg zu erleben sein wird. (10./11.1. Herkulessaal)

Nach diesem Klassiker der Moderne bewegt sich Fausts Kollege Daniel Hope bei seiner „Baroque Journey“ auf der Zeitachse in entgegengesetzte Richtung. Hinter dem Titel verbirgt sich dabei eine aufregende musikalische Reise durch das Europa des 17. und 18 Jahrhunderts, auf der man Bach, Telemann und Händel ebenso begegnet wie dem vor allem durch seinen berühmten „Kanon“ bekannt gewordenen Pachelbel, den Hope gemeinsam mit dem Ensemble Air von seinem Ruf als One Hit Wonder erlösen möchte. (12.1. Prinzregententheater)

Hope ist natürlich nicht der einzige Musiker, der sich auf dramaturgisch ausgefeilte Programme versteht. Auch Pianistin Alice Sara Ott stellt mit „“ ein Projekt vor, das sich, anders als es der anglophile Titel vermuten lassen würde, vor allem auf Komponisten französischer Herkunft konzentriert. Mit der regelbestätigenden Ausnahme von Frédéric Chopin, der aber immerhin doch einen Vater mit französischer Geburtsurkunde vorzuweisen hatte. Neben seinen „Nocturnes“ erlebt man im Prinzregententheater Virtuoses von Erik Satie und Claude Debussy, sowie mit Ravels abgründigem „Gaspard de la nuit“ einen echten Prüfstein für alle Klaviertitanen. (15.1. Prinzregententheater) Nightfall

Autor: Tobias Hell

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