Klassik-Highlights 

Weitere Klassik-Highlights im Mai

Yuja Wang am 28. Mai in der Philharmonie

Im Mai gibt es junge Stars und vergessene Komponisten neu zu entdecken

Talent ist für eine Karriere zwar wichtig, reicht alleine aber nicht immer aus. Es braucht auch Menschen, die an einen glauben und hin und wieder ein gutes Wort einlegen. Getreu diesem Motto präsentieren sich beim Festival „Stars and Rising Stars“ nun erneut namhafte Publikumslieblinge der klassischen Musikszene Seite an Seite mit jungen Künstlerinnen und Künstlern. 

Den Anfang macht diesmal kein Geringerer als Alfred Brendel, der am Lenbachplatz seine Definition des „A bis Z eines Pianisten“ vorstellt und sich das Rampenlicht dabei mit Filippo Gorini teilt, der zuletzt unter anderem beim Bonner Beethoven Wettbewerb auf sich aufmerksam machte. (23.5. Künstlerhaus) Nach Brendel leisten hier etwa Olga Peretyatko (24.5. Literaturhaus) und Klaus Maria Brandauer (25.5. Pressehaus Bayerstraße) ebenso Starthilfe wie Bratscher Nils Mönkemeyer. Er bestreitet zusammen mit Geigerin Sara Domajanic, Yibai Chen am Cello und Dmytro Choni am Flügel einen Kammermusikabend, dessen musikalischer Bogen sich von Bach und Beethoven bis hin zu Debussy und Fauré spannt. (27.5. Freiheizhalle)

Festivalstimmung ebenfalls beim Jewish Chamber Orchestra, das im Mai Komponist Mieczysław Weinberg in den Fokus rückt. Auch wenn sein Name spätestens seit der späten szenischen Uraufführung seiner Oper „Die Passagierin“ wieder mehr im kollektiven Gedächtnis präsent ist, dürfen die meisten seiner 154 Werke, doch immer noch das Raritäten-Prädikat für sich beanspruchen. Dem steuert das Ensemble von Dirigent Daniel Grossmann nun unter anderem mit einem moderierten Kammerkonzert entgegen (20.5. NS-Dokumentationszentrum). Spannung versprechen jedoch ebenso ein Orchesterkonzert in den Kammerspielen (21.5.), sowie an gleicher Stelle die Münchner Premiere seiner Oper „Lady Magnesia“. In der Titelrolle ist hier Sopranistin Susanne Bernhard zu erleben. (23.5. Kammerspiele)

Immer gut für Entdeckungen ist auch das Münchner Kammerorchester, das bei der beliebten „Nachtmusik der Moderne“ den Komponisten Bent Sørensen zum Gespräch lädt, ehe man unter der Leitung von Dirigent John Storgards einen Querschnitt durch das reichhaltige Schaffen des Dänen offeriert. Besondere Aufmerksamkeit dürfte dabei die Uraufführung der Neufassung von „Schreie und Melancholie“ verdienen. Solist des Abends ist Frode Haltli am Akkordeon. (25.5. Pinakothek der Moderne)

Bereits eine Woche zuvor gibt es eine nicht unbedingt alltägliche Version der „Goldberg-Variationen“ zu erleben. Interpreten dieser Fassung für Streicherstrio sind hierbei Frank-Peter Zimmermann an der Geige, Antoine Tamestit an der Bratsche und Christian Poltéra am Cello. Und da jeder dieser drei prominenten Herren auch in der Musik des 20. Jahrhunderts bestens bewandert ist, kontrastiert man diesen Klassiker kurzerhand mit Arnold Schönberg Trio op. 45. (17.5. Prinzregententheater)

Doppelte Frauenpower dagegen im Gasteig, wo man demnächst das City of Birmingham Symphony Orchestra mit der seiner Chefdirigentin Mirga Gražinytė-Tyla begrüßt. Das Pult teilt sich die Lettin hier bei Schumanns Klavierkonzert in a-moll zunächst noch mit Starpianistin Yuja Wang, ehe dann im zweiten Teil des Abends Strawinskys „Feuervogel“ auf dem Programm steht. (28.5. Philharmonie)

Multikulturell geht es schließlich in der Allerheiligen-Hofkirche zu, wo Schlagzeuger Christian Benning bei einem sportlich angelegten Soloprogramm den Facettenreichtum seines Instruments unter Beweis stellen möchte. Neben einem eigenen Arrangement von Albeniz‘ „Asturias“ und Percussion-Klassikern aus der Feder von Iannis Xenakis sind hier unter anderem auch die Beatles vertreten, deren Welthit „Yesterday“ in einer Marimba-Bearbeitung von Toru Takemitsu erklingt. (24.5. Allerheiligen-Hofkirche)

Autor: Tobias Hell

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