Klassik-Highlights

Die Klassik-Highlights zum Monatswechsel

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Simone Rubino am 4. November im Herkulessaal

Preisgekrönte Solistinnen und Solisten schließen Repertoirelücken

Beim jüngst zu Ende gegangenen ARD-Musikwettbewerb sorgten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schlagzeugkonkurrenz wieder einmal für jede Menge Spektakel auf dem Podium. Und es empfiehlt sich durchaus, gerade die Finalisten weiter im Auge zu behalten. 

Der Sieger von 2014 zum Beispiel hat sich nämlich in der Zwischenzeit schon einen mehr als guten Namen gemacht. Für seinen jüngsten Streich hat sich Simone Rubino nun aber dennoch wieder etwas Verstärkung geholt. Begleitet von OPERcussion, dem Schlagzeuger-Quintett der Bayerischen Staatsoper, interpretiert er in den Räumen der Residenz unter anderem Kompositionen von Tan Dun, Astor Piazzolla und Iannis Xenakis, aber auch aus der Feder seines Lehrers Peter Sadlo. (4.11. Herkulessaal)

Den Startschuss zur Karriere bedeutete ein erster Platz der ARD-Jury auch für das Quatuor Arod, das am selben Abend nur wenige Schritte entfernt seine Rückkehr nach München feiert. Sie bewegen sich musikalisch auf dem ehemaligen K&K-Herrschaftsgebiet und starten zunächst mit Schuberts Quartett Nr. 4 in C-Dur. Fortgesetzt wird das Programm danach mit einer weiteren Nr. 4, diesmal jedoch aus der Feder von Béla Bartók, ehe Alexander Zemlinskys Streichquartett op. 15 das Angebot komplettiert. (4.11. Allerheiligen Hofkirche)

Etwas länger im Geschäft sind bereits die Damen und Herren des Henschel Quartetts. Aus Anlass ihres 25-jährigen Bühnenjubiläums gönnt sich die international gefeierte Viererformation nicht nur einen exklusiven Abend mit Fans und Freunden, sondern ebenfalls eine Auftragskomposition, die in diesem Rahmen zur Uraufführung gelangt. Neben Steffen Wicks „Kaleidoskop“ ist aber unter anderem auch Klavierquintett op. 34 von Johannes Brahms zu hören, für das man sich die Unterstützung von Pianist Amadeus Wiesensee gesichert hat. Den letzten Programmpunkt markiert das berühmte Oktett in Es-Dur von Felix Mendelssohn-Bartholdy, das vom Henschel Quartettt gemeinsam mit dem Delian Ensemble in Angriff genommen wird. (25.10.Allerheiligen Hofkirche)

Mendelssohn dominiert demnächst ebenfalls ein Konzert des Münchner Rundfunkorchesters mit Stargast Sabine Meyer. Neben Auszügen aus der Schauspielmusik zum „Sommernachtstraum“ erklingt hier unter anderem noch das Konzertstück für Klarinette und Bassetthorn mit der Opuszahl 113. Womit Meyers Pensum allerdings noch nicht beendet ist. Steht für sie doch im ersten Teil des Abends auch noch das erste Klarinettenkonzert Carl Maria von Webers auf dem Programm, auf das man mit der Ouvertüre zu einer anderen Shakespeare-Vertonung eingestimmt wird, Webers „Oberon“. Es dirigiert Ivan Repušić, das Horn-Solo übernimmt Reiner Wehle. (26./27.10. Prinzregententheater)

Genau wie Carl Maria von Weber seinem Nachruhm vor allem dem „Freischütz“ verdankt, verbindet man den Namen Engelbert Humperdicks auch in erster Linie mit seiner Märchenoper „Hänsel und Gretel“. Opernfreaks kennen und schätzen freilich auch seine tragischen „Königskinder“, deren zusammengefasste Vorspiele das kommende Konzert der Münchner Symphoniker eröffnen. Dreh- und Angelpunkt sind hier allerdings Gustav Mahlers „Kindertotenlieder“, bei denen es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Gärtnerplatz-Ensemblemitglied Alexandra Petersamer gibt, deren Karriere inzwischen bis zu den Bayreuther Festspielen führte. Am Pult der Symphoniker steht der aus seinen Augsburger GMD-Zeiten noch bestens bekannte Dirk Kaftan, der für den zweiten Teil des Konzerts Tschaikowskys zweite Sinfonie, die sogenannte „Kleinrussische“ ausgewählt hat, die in unseren Breiten zu Unrecht oft im Schatten ihrer ungleich berühmteren großen Schwestern steht. Beste Gelegenheit also endlich eine Repertoirelücke zu schließen. (3.11. Herkulessaal)

Autor: Tobias Hell

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