Klassik-Highlights

Die Klassik-Highlights im Mai

Anna Pirozzi, Daniel Lozakovich

Große Namen und neue Entdeckungen

Wunderkinder kommen und gehen, aber nur wenigen gelingt nach dem ersten Durchbruch eine derart konstante und beispielhafte Karriere wie Anne-Sophie Mutter. Gut vier Jahrzehnte sind vergangen, seit Herbert von Karajan sie einst als Teenagerin entdeckte und immer noch füllt ihr Name weltweit die Konzertsäle.

Auch bei ihren Auftritten in der Münchner Philharmonie muss man sich meist ranhalten, wenn es um Tickets geht. Vor allem dann, wenn nach ihren Ausflügen ins 20. und 21. Jahrhundert diesmal wieder ein etwas klassischeres Programm wartet. Begleitet vom Kammerorchester Wien-Berlin, das sich aus Mitgliedern der Philharmoniker beider Städte zusammensetzt, interpretiert sie nun die Violinkonzerte Nr. 2, 3 und 5 von Wolfgang Amadeus Mozart. Abgerundet durch die erste Sinfonie des Komponisten. (7.5. Philharmonie)

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Ähnlich wie Mutter, war auch Jungstar Daniel Lozakovich gerade einmal 15, als er vor drei Jahren seinen Exklusivvertrag mit dem Traditionslabel Deutsche Grammophon unterzeichnete. Passend zur begeistert aufgenommenen Debüt-CD, auf der er mit den Violinkonzerten Nr. 1 und 2 von Johann Sebastian Bach zu hören ist, wird Lozakovich nun auch live mit diesen beiden Werken im Prinzregententheater zu erleben sein. Abgerundet durch das Oktett für Streicher in C-Dur von George Enescu. Es spielt das Kammerorchester des BR-Symphonieorchesters unter Leitung von Radoslaw Szulc. (12.5. Prinzregententheater)

Auch in größerer Besetzung bleibt das BR-SO den Geigen treu. Dreht sich doch auch das anstehende Programm im Gasteig um den diesjährigen „Artist in residence“ Leonidas Kavakos, der im Gasteig seine Lesart von Alban Bergs Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels“ präsentiert. Unterstützung kommt dabei von Dirigent Daniel Harding, der sich dann in der zweiten Hälfte des Abends Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5 widmen wird. (9.-11.5. Philharmonie)

Etwas geringer ist der Geigenanteil beim Abonnementkonzert der Philharmoniker, das unter anderem von Musik aus der Feder von Haydn und Ligeti dominiert wird. Bei Béla Bártoks „Rhapsodie für Violine und Orchester dürfte allerdings auch Konzertmeister Sreten Krstič Gelegenheit bekommen, seine Virtuosität ausreichend unter Beweis zu stellen. Gleich doppelt gefordert ist hier Dirigentin Barbara Hannigan, die neben ihrer Aufgabe am Pult ebenfalls als Gesangssolistin bei Kurtágs „Sieben Liedern“ op. 22 zum Einsatz kommt. (4./5.5. Philharmonie)

Gleich zwei herausragende Geigenvirtuosen erlebt man dafür wieder beim Gastspiel der Academy of St. Martin in the Fields. Hier treffen Julia Fischer und Augustin Hadelich aufeinander, um ihre Instrumente nicht nur bei Bachs Doppelkonzert in d-moll gemeinsam erklingen zu lassen. Erwartet das Publikum im Kontrast dazu doch auch noch Alfred Schnittkes Concerto grosso Nr. 1, ehe Musik von Antonin Dvořák den Abend beschließt. (8.5. Philharmonie)

Nach dieser zur Schau gestellten Künstlerfreundschaft lautet auch tags darauf im Herkulessaal das Motto „Amore& Amicizia“. So nämlich ist ein Abend überschrieben, mit dem die neu ernannte künstlerische Leiterin der Arena di Verona, Sopranistin Cecilia Gasdia das Münchner Publikum auf die neue Saison im italienischen Opernmekka neugierig machen will. Stars des Abends sind dabei unter anderem der brasilianische Tenor Martin Mühle, sowie Bariton Simone Piazzola. Das Quartett komplett machen schließlich noch Hui He und die Soprankollegin Anna Pirozzi, die den Besuchern der Bayerischen Staatsoper mit Auftritten in „Nabucco“ und „Un ballo in maschera“ noch in guter Erinnerung sein dürfte. Highlights aus diesen beiden Werken fehlen beim großen Galakonzert ebenso wenig wie Arien und Duette aus „Andrea Chenier“, „Don Carlo“ oder „La Gioconda“. Am Dirigentenpult steht Steven Mercurio. (9.5. Herkulessaal)

Autor: Tobias Hell

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