Klassik-Highlights

Die Klassik-Highlights zum Monatswechsel

Philippe Jaroussky am 7. Juli im Prinzregententheater

Viel Gutes für entdeckungsfreudige Musikfans

Die großen Premieren und stargespickten Gala-Vorstellungen der Münchner Opernfestspiele sind wie immer schon seit Monaten so gut gebucht, dass man als Kurzentschlossener Fan bestenfalls noch auf kurzfristig freiwerdende Restkarten hoffen kann. 

Aus dem Festivalrummel ausgegrenzt fühlen muss man sich deshalb aber trotzdem nicht. Gibt es beim Auftakt 2019 doch auch so manches musikalische Kleinod, das man bei der UniCredit Festspielnacht spontan bei freiem Eintritt entdecken kann. Rund um die Fünf Höfe erwartet die Besucher ein bunt gefächertes Programm, bei dem sich Klassik-Fans auf die Mitglieder des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper ebenso freuen dürfen, wie auf ARDPreisträger Milan Siljanov, das ATTACCA Jugendorchester und Stargast Pavol Breslik, der hier ebenfalls eine Kostprobe seiner tenoralen Kunst geben wird. (29.6. Fünf Höfe/Odeonsplatz)

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Countertenor Philippe Jaroussky zählt zwar noch nicht zu den regelmäßigen Gästen an der Staatsoper, hat sich durch seine umjubelten Konzerte über die Jahre aber dennoch auch in München eine treue Fangemeinde erarbeitet. Diese wird bei seinem jüngsten Abstecher an die Isar mit einer Auswahl an Glanznummern aus der Feder des venezianischen Tonsetzers Francesco Cavalli. Weltliche Canzonen, geistliche Gesänge aber natürlich auch virtuose Opernmomente, bei denen er von den Barockspezialisten des Ensemble Artaserse begleitet wird. (7.7. Prinzregententheater)

Auf barocken Pfaden wandelt ebenfalls das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz, das bei seinem nächsten Sonderkonzert zu einer Entdeckungsreise durch das französische Repertoire geht. Unter der Leitung von Andreas Kowalewitz stehen dann Kompositionen von Francois Couperin, Marin Marais und Jean-Baptiste Lully, aber auch Maurice Ravels Hommage „Le Tombeau de Courperin“. Solistin des Abends ist Sopranistin Sophie Mitterhuber. (28.6. Gärtnerplatztheater)

Die Musiker vom Gärtnerplatz sind allerdings nicht die einzigen, die einen Spagat durch die Jahrhunderte wagen. Ein noch stärkeres Kontrastprogramm bietet nämlich die Bayerische Kammerphilharmonie unter der Leitung von Gabriel Adorján in der Residenz. Hier verschränkt man Antonio Vivaldis berühmte „Vier Jahreszeiten“ mit Astor Piazzollas mitreißender Tango-Suite „Cuatro Estaciones Porteñas“, ehe Tschakowiskys Streicherserenade in C-Dur den Abend beschließt. Sofern sich die von den Komponisten heraufbeschworenen Naturphänomene auf die Musik beschränken, findet das Konzert im Brunnenhof statt. Sollten die Wettergötter kein Einsehen haben, weicht man in den trockenen Herkulessaal aus. (5.7. Residenz)

Derselbe Plan B, gilt auch für die schon zur liebgewonnenen Tradition gewordene Aufführung der „Carmina Burana“, denen die Arcis-Vocalisten diesmal Mendelssohns „Erste Walpurgisnacht“ gegenüberstellen. Es spielt die Südwestdeutsche Philharmonie Koblenz, die musikalische Leitung liegt bei Thomas Gropper, und in den Solopartien begegnet man Judith Spiesser und Regine Jurda, sowie Sibrand Basa und Andreas Burkhardt. (29.6. Residenz)

Beim BR hat man dagegen zum Saisonausklang eher die entdeckungsfreudigen Musikfans ins Auge gefasst. So wagt man sich etwa das Rundfunkorchester bei der „Space Night“ auf eine multimedial unterstützte intergalaktische Reise, deren Soundtrack sich bei Hollywood-Legenden wie John Williams, John Barry und Jerry Goldsmith ebenso bedient, wie bei klassischen Ohrwürmern und modernen Klassikern von Edvard Grieg, Charles Ives oder John Adams. Es dirigiert Patrick Hahn, Solist ist Jazz-Trompeter Nils Wülker. (2.7. Circus Krone)

Autor: Tobias Hell

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