Klassik-Highlights

Die Klassik-Highlights im Januar

Diyang Mei mit den Münchner Symphonikern am 25. Januar im Prinzregententheater

Münchens Orchester starten beschwingt ins neue Jahrzehnt

Z um Start in die 20er Jahre des neuen Millenniums geben sich die Münchner Philharmoniker diesmal bei ihrem alljährlichen Festival „MPHIL 360°“ leicht nostalgisch und entführen das Publikum genau 100 Jahre zurück, ins Paris der 1920er Jahre. Viel ist hier geboten. 

Vom Familienkonzert mit Maurice Ravels Märchenballett „Ma Mère l’Oye“ bis hin zu den „Sieben frühen Liedern“ von Alban Berg, die vom Münchner Publikumsliebling Anja Harteros interpretiert werden. Ebenso mit von der Partie sind hier aber auch das Ensemble des Mariinsky Balletts, die Ravels „Daphis und Chloé“ in einer Choreografie von Vladimir Varnava zur Aufführung bringen. Abgerundet wird das reichhaltige Programm, durch die Preisträgerinnen und Preisträger des jüngsten Moskauer Tschaikowsky Wettbewerbs, sowie Igor Strawinsky „L‘histoire du soldat“. An allen drei Tagen am Pult steht wie gewohnt Workaholic Valery Gergiev. (31.1.- 2.2. Philharmonie / Muffathalle)

Eine zweite Gelegenheit, Strawinskys teuflisches Märchen zu erleben, bekommt man zeitnah auch in der kleinen aber feinen Kammermusikreihe des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Hier ist unter anderem Erwin Windegger als Erzähler im Einsatz, dessen sonst im Orchestergraben sitzende Kollegen sich nun im Foyer des Hauses ebenfalls mit Schostakowitschs Klaviertrio Nr. 1 in c-moll, sowie mit Alexej Gerassimez‘ „Piazonore“ präsentieren. Letzteres in einem ungewöhnlichen Duo aus Vibraphon und Klavier. (26.1. Gärtnerplatztheater)

Und mit Pianist George Li gibt sich auch ein weiterer ehemaliger Preisträger des Tschaikowsky-Wettbewerbs bei uns die Ehre. Sobald Valery Gergiev und sein Orchester die Philharmonie räumen und fürs Finale Ihres Festivals in die Muffathalle umziehen, nehmen nämlich die Moskauer Philharmoniker den Gasteig in Beschlag. Unter der Leitung von Yuri Simonov begleiten sie den Amerikaner bei Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1, welches pikanterweise in Lis Geburtsstadt Boston seine Uraufführung erlebte. Ein weiterer Klassiker aus dem Werkverzeichnis des Komponisten erwartet das Publikum dann ebenfalls nach der Pause, die Sinfonie Nr. 6, besser bekannt als „Pathetique“. (2.2. Philharmonie)

Wer sich angesichts von Bodenfrost und Raureif lieber an Sandstrände unter Palmen träumt, dem wird im Prinzregententheater geholfen. Hier offeriert das Rundfunkorchester in konzertanter Form Reynaldo Hahns Oper „L‘île du rêve“. Eine polynesische Idylle in drei Aufzügen, inklusive tragischer Liebesgeschichte, die durch Lieder von Hahns Lehrmeister Jules Massenet abgerundet wird. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Hervé Niquet. Und auch in den Gesangspartien begegnet man einigen Namen, die den regelmäßigen Besuchern der Sonntagskonzerte noch in bester Erinnerung sein dürften: unter anderem Sopranistin Hélène Guilmette und Mezzo Anaïk Morel, sowie Tenor Cyrille Dubios. (26.1. Prinzregententheater)

Abschied nehmen heißt es beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, wo man Solohornist Eric Terwilliger in den wohlverdienten Ruhestand entlässt. Doch zuvor hat man Gelegenheit, den in Amerika geborenen Wahl-Münchner noch einmal in prominenter Funktion zu erleben, mit dem Hornkonzert Nr. 2 aus der Feder von Richard Strauss. Am Pult begleitet von Sir Simon Rattle, der das musikalische Angebot des Abends mit Schumanns Ouvertüre zu „Genoveva“, der Liebesszene aus Berlioz‘ „Roméo et Juliette“ sowie der „Les Boréades“-Suite von Jean.Philippe Rameau komplettiert. (30./31.1. Herkulessaal)

„Schwerelos“ ist dagegen das Motto bei den Münchner Symphonikern. Ein Titel, hinter dem sich unter anderem Mozarts Sinfonie concertante KV 364, sowie die virtuosen Variationen „La Follia di Spagna“ seines Zeitgenossen und engen Freundes Joseph von Eybler. Das gemäßigt moderne Gegengewicht hierzu liefert Francis Poulenc mit seiner Sinfonietta aus dem Jahr 1947. Es dirigiert Michael Balke, die Solopartien übernehmen Geiger Mohamed Hiber, sowie ARD-Preisträger Diyang Mei an der Bratsche. (25.1. Prinzregententheater)

Autor: Tobias Hell

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