Klassik-Highlights

Die Klassik-Highlights zum Monatswechsel

Pianistin Beatrice Rana debütiert beim BR

Pianistische Vielfalt von Adès bis Prokofjew

Schaltjahre haben zuweilen durchaus ihre guten Seiten. Auch wenn so mancher Arbeitnehmer womöglich über den zusätzlichen Arbeitstag stöhnen mag. Musikfreunde dürfte der Bonus allerdings diesmal freuen. Nutzen doch Pianist Kirill Gerstein und Komponist Thomas Adès den 29. Februar, um ihr Münchner Gastspiel 24 Stunden zu verlängern. 

Gemeinsam werden die beiden Künstler dabei nicht nur einen öffentlichen Meisterkurs abhalten, sondern am Abend auch noch einmal selbst als Klavierduo im Rahmen eines zwanglosen Clubkonzerts zu erleben sein. Mit Werken von Debussy und Ravel. Aber natürlich auch mit einer eigenen Komposition von Thomas Adès, der schwungvollen Suite zu seiner erfolgreichen Kammeroper „Powder her face“. (29.2. Technikum)

Bereits in den Tagen zuvor kann man das Duo ebenfalls beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks erleben. Wobei Thomas Adès allerdings die Rollen wechseln und ans Dirigentenpult treten wird. Und natürlich erwartet das Publikum auch hier eine Eigenkomposition des Engländers. Das von Kirill Gerstein interpretierte „Concerto for Piano and Orchestra“. Britisch bleibt es trotz Brexit auch nach der Pause, wenn der zweite Teil mit Benjamin Brittens „Suite on English Folk Tunes“ eröffnet wird. Eingerahmt werden diese beiden Werke mit Musik aus der Feder von Leoš Janáček. Zunächst mit „Des Spielmanns Kind“, ehe die „Sinfonietta“ den Schlusspunkt setzt. (27./28.2. Herkulessaal)

Patriotische Züge trägt aber auch das vom Finnen Mikko Franck bestrittene Programm in den Aboreihen des BR Symphonieorchesters. Er dirigiert hier nicht nur die populäre fünfte Sinfonie seines berühmten Landsmannes Jean Sibelius, sondern ebenfalls Einojuhani Rautavaaras „Apotheosis“. Im Zentrum des Abends steht allerdings das Klavierkonzert Nr. 3 von Sergej Prokofjew, mit dem sich die vielfach ausgezeichnete italienische Pianistin Beatrice Rana erstmals beim BR vorstellt. (20./21.2. Herkulessaal)

Wenig Sorgen um Grenzen macht man sich dagegen beim Münchener Kammerorchester. Egal ob Länder oder Epochen. So spannt sich der musikalische Bogen im Prinzregententheater von Luigi Dallapiccolas „Piccola musica notturna“, über Mozarts g-moll Sinfonie KV 550 bis hin zum früh verstorbenen Fausti Romitelli, dessen „Flying down too slow“ unter der Leitung von Clemens Schuldt erklingen wird. Und erneut rundet ein Klavierklassiker das Angebot ab. Diesmal das virtuose Konzert in G-Dur von Maurice Ravel, für das man Evgeni Bozhanov als Solisten gewinnen konnte. (5.3. Prinzregententheater)

Der im Jubiläumsjahr fast schon obligatorische Beethoven-Tipp gilt in dieser Ausgabe zunächst einem musikalisch-literarischen Abend, der wieder einmal das bestens aufeinander eingespielte Duo Sebastian Knauer und Klaus Maria Brandauer betrifft, die sich mit Richard Wagners fiktiver „Pilgerfahrt zu Beethoven“ beschäftigen und dabei den Text des Bayreuther Meisters mit bekannten und weniger bekannten Klavierkompositionen aus Beethovens Werkkatalog verknüpfen. (27.2. Prinzregententheater)

Ein besonderes Highlight dürfte für Kammermusikfreunde aber auch der auf sechs Runden angelegte Zyklus sein, den das Quatuor Ébène dem Jubilar widmet. Zum Auftakt dieses mit Spannung erwarteten Projekts offerieren die französischen Publikumslieblinge ihren Münchner Fans nun gleich zwei absolute Meilensteine im Schaffen des Jubilars. Zum einen, das Opus 59 Nr.1, das erste der sogenannten „Razumowsky Quartette“. Und mit dem Fürsten Nikolay Golizyn hat auch das zweite Werk dieser Matinée einen russischen Widmungsträger. Wobei das Quartett Nr. 13 hier selbstverständlich inklusive seines ursprünglichen Finalsatzes, der „Großen Fuge“ erklingen wird. (1.3. Prinzregententheater)

Autor: Tobias Hell

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