Klassik-Highlights

Die ersten Klassik-Highlights im August

Thomas E. Bauer beim Carl-Orff-Fest im Kloster Andechs von 8. bis 11. August

Ungewöhnliches für entdeckungsfreudige Opernfans und Kammermusikliebhaber

Münchens Theater und Orchester mögen sich langsam aber sicher in den wohlverdienten Urlaub verabschieden. Doch langweilig wird es für Opern- und Musikfans deswegen auf keinen Fall. Der Sommer ist nämlich auch jenseits der Festspielorte Bayreuth und Salzburg die Zeit für Experimente. 

So zum Beispiel mit Christoph Hagel, der mit seiner „Zauberflöte Reloaded“ im Prinzregententheater seine Zelte aufschlägt. Wie schon bei seinen Projekten „Flying Bach“ oder „Breakin‘ Mozart“ mischen sich auch hier Breakdance und Hip Hop in die originale Partitur, um der meistgespielten Oper aller Zeiten einen neuen Twist zu geben. Und Puristen müssen keine Angst haben. Auch wenn Papageno hier zum Rapper mutiert, die berühmten Arien für Christina Roterbergs Pamina und der Darlene Dobischs Königin der Nacht bleiben selbstverständlich unangetastet. Es spielen die Berliner Symphoniker. (6.-11.8. Prinzregententheater)

Mozart steht in diesem Jahr auch beim Carl-Orff-Fest in Andechs als Gegengewicht zum Namensgeber auf dem Spielplan. So unter anderem das von Margarita Oganesjan interpretierte Klavierkonzert KV 466. Interessant dürfte aber vor allem die damit verknüpfte Bayerische Erstaufführung von Orffs „Gisei“ sein. Der von asiatischen Philosophien inspirierte Opernerstling des Komponisten steht unter der musikalischen Leitung von Hansjörg Albrecht, der neben den Münchner Symphonikern ein fünfköpfiges Solistenensemble dirigiert, das von Bariton Thomas E. Bauer und den Damen Ezgi Kutlu und Ulrike Malotta angeführt wird. (8./10./11.8. Kloster Andechs)

Nicht ganz so weit fahren muss man für Orffs Dauerbrenner, die „Carmina Burana“, die wenig später im Brunnenhof der Residenz zu erleben sind. Angestimmt wird das berühmte „O Fortuna“ hier vom Philharmonischen Chor Fürstenfeld, zu denen sich in den Solopartien Heidi Manser, Oscar de la Torre und Alexander Krunev gesellen. (15.8. Brunnenhof)

Ebenfalls im Brunnenhof zu Gange sind die Damen und Herren der Camerata München, die hier ein breit gefächertes Programm präsentieren, das mit Dvořáks Opus 22, der Serenade für Streichorchester eröffnet wird, ehe Solist Alexander Crnojević sich an Mozarts erstes Hornkonzert wagt. Im zweiten Teil des Abends tauscht er dann mit Geigerin Alexandra Kakutia, die mit Saint-Saëns‘ „Havanais“ zu erleben ist. Die Gesamtleitung des Abends liegt in den Händen von Bernhard Koch. (9.8. Brunnenhof/Allerheiligen Hofkirche)

Ähnlich bunt gemischt ist das Repertoire, das die Wiener Streichersolisten bei ihrem jährlichen Abstecher auf Schloss Schleißheim im Gepäck haben. Klassiker von Vivaldi, Beethoven, Elgar und Donizetti, neben denen aber natürlich typisch wienerische Namen wie Josef Lanner und Johann Strauß nicht fehlen dürfen. Das ist für die elf Musiker, die sonst in den Reihen der Wiener Philharmoniker ihren Dienst leisten, Ehrensache. (10.8. Schloss Schleißheim)

Autor: Tobias Hell

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