Konzert-Highlights

Die Konzert-Highlights im Oktober

Metronomy am 21. Oktober in der Tonhalle

Gut, dass es Bands gibt, denen Stilrichtungen egal sind

Das Quintett TRIBEZ. ist mit ihrer Konzert-Reihe „Loop Sessions“ bereits seit einigen Jahren in Stadt und Land am Start. Normalerweise werden die Musiker Dam Sick (Drums), Ningu Storm (Keys), FunkDogg (Bass), Ben Treimer (Guitar) und Rufflow (Turntables) gemeinsam mit den beiden Hosts Keno von Moop Mama und Maniac von Demograffics von hochkarätigen Gästen aus der deutschen HipHop und Freestyle-Szene begleitet, zum Beispiel von Maeckes, Afrob, Holunder (Blumentopf ) oder Fatoni. 

Jetzt wagen die TRIBEZ allerdings etwas ganz, ganz Neues und holen den großartigen Blues-Rock-Soul-Musiker Jesper Munk mit auf die Bühne, eine musikalische Herausforderung, die für einige spannende musikalische Überraschungen sorgen dürfte. (11.10. Ampere, 12.10. Alte Mälzerei, Regensburg)

„Die Musik der Allah-Las klingt wie ein endloser kalifornischer Sommer“, schreibt der Musikexpress und dem ist recht wenig hinzuzufügen. Nachdem die letzte Tour in fast allen Städten ausverkauft war, kommt das charmante Quartett mit seinem Surf-, Rock- und Psychedelic-Sound nun wieder zurück auf die hiesigen Bühnen. Die Allah-Las gründeten sich 2009 im Umfeld des legendären Plattenladens Amoeba Music in Los Angeles. Die ersten beiden Alben wurden von Nick Waterhouse produziert, der Sound der Band transportiert Freiheit, Mut und Melancholie, man fühlt sich in die späten 1960er Jahre zurückversetzt. (13.10. Freiheiz)

Ilgen-Nur ist zumindest die deutsche Indiepop-Entdeckung des Jahres: Sie singt über Zukunftsängste und Unsicherheiten, aber auch schöne Dinge des Lebens. Sie verbindet lässig Indiepop mit Slacker-Rock-Attitüde und DIY-Ästhetik. Das erinnert schon mal an Kate Nash, vor allem aber an Courtney Barnett. 2017 veröffentlichte sie ihre erste EP „No Emotions“ und dazu ein selbstproduziertes Musikvideo zu ihrem Song „Cool“. Mit gerade 21 Jahren ist sie von Stuttgart nach Hamburg gezogen und findet schnell Anschluss: Paul von Trümmer spielt Gitarre, Max Rieger von Die Nerven produzierte das erste Album „Power Nap“, welches nun vorgestellt wird. (15.10. Import Export)

Endlich neue Musik vom Pop-Chansonnier aus Hamburg: Niels Frevert veröffentlichte im Spätsommer sein neues Album „Putzlicht“. Fünf Jahre nach seinem großen Wurf „Das Paradies der gefälschten Dinge“ gibt es heuer also endlich einen Nachfolger, der auf Grönland erschienen ist und deutlich optimistischer klingt als der Vorgänger. Produziert hat Philipp Steinke, der bereits für Boy oder Kettcar an den Reglern drehte. Mit dabei hat Frevert die Band Karl der Große, die auf dem Reeperbahn Festival letztes Jahr immerhin schon in der Kategorie „Beste Newcomer“ nominiert war. (16.10. Feierwerk Kranhalle)

Hier gibt es was zu hören: Von schwarzer bis weißer Musik, von Doo-Wop über Synthiepop bis Garagenrock haben Die Türen schon vieles vermischt, Vergleiche mit den Eklektizismus-Großmeistern von Ween bieten sich an. Neben den Gründungsmitgliedern Ramin Bijan, Gunther Osburg und Sänger Maurice Summen spielen seit 2012 auch noch Andreas Spechtl von Ja, Panik und Trommler Chris Imler mit. Live darf man sich auf eine Umsetzung ihres Dreifach-Albums „Exoterik“ freuen, da heißt es Zeit mitbringen und Freude an psychedelischen Soundcollagen. Immer noch: Geheimtipp! Special Guest: Stefanie Schrank (17.10. Rote Sonne)

Das Stuttgarter Trio Wolf Mountains, bestehend aus Reinhold Emerson (Mosquito Ego), Kevin Kuhn (Die Nerven, Karies) und Thomas Zehnle (Levin Goes Lightly, All diese Gewalt), beschränkt sich noch nicht mal auf einen groben Musikstil. Garage Rock, Psychedelic, Lo-Fi-Punk, ein bisschen College Rock hier, ein wenig Slacker-Pop da – diese wilde und ganz großartige Mischung hatte bereit ihr zweites Album „Superheavvy“ zu bieten, nun kommen sie mit dem dritten Werk „Urban Dangerous“ vorbei, auch hier hatte schon wieder Produzent Max Rieger seine Finger am Pult und im Spiel. (17.10. Unter Deck)

John Garner bringen nur ein Jahr nach ihrem Debüt „Writing Letters“ ihr zweites Album auf den Markt: „See You There“ heißt das neue Werk des Augsburger Trios, dem man anmerkt, dass über 100 Konzerte, innerhalb kürzester Zeit, ihre Spuren hinterlassen haben. Viele der Songs sind auf Reisen durch Europa entstanden und man spürt bei jedem einzelnen die Emotionen wie Einsamkeit und Trauer, Euphorie und Freude, Hoffnung und Sehnsucht – aber vor allem eines: Liebe. Nun haben sich die drei Garners hochkarätige Verstärkung geholt und plötzlich sind auch Bass, Schlagzeug und Piano zu hören. Support: Philomenas Tailors (19.10. Drossel & Zehner)

Metronomy haben mit „The English Riviera“ Anfang des Jahrzehnts eine wegweisende Elektro-Pop-Platte geschaffen. „Love Letters“ konnte 2014 noch einmal an das Meisterwerk anschließen, danach kam das eher schwächere „Summer 08“ und man dachte, das war’s. Nach Veröffentlichung der beiden Singles „Lately“ und „Salted Caramel Ice Cream“ ist nun das neue und sechste Album „Metronomy Forever“ erschienen, das wieder auf ganzer Linie überzeugt und dem Credo des Mastermind Joseph Mount folgt, gleichzeitig nach vorne und zurück zu schauen. Neben Mount und Oscar Cash wird die Band live durch Anna Prior, Gbenga Adelekan und Michael Lovett zum Quintett vervollständigt und sorgt für schweißtreibende Konzerterlebnisse. (21.10. Tonhalle)

Mit ihren Liedern über Liebe und Tod haben sie schon das lauteste Publikum zu staunendem und ehrfürchtigem Schweigen gebracht: The Slow Show hatten längere Zeit nichts mehr von sich hören lassen, als sie Anfang des Jahres eine exklusive Show in Berlin spielten, wo sie bereits Stücke des neuen Albums „Lust And Learn“ vorstellten. Die Stimme von Sänger Rob Goodwin verschmilzt dabei mit der Band, mit den Streicher- und Bläserarrangements und alles wird in sich steigernden Stücken zu einer dynamischen Einheit. (22.10. Technikum)

Nach langer Zeit veröffentlichten Tito & Tarantula in diesem Sommer das lang erwartete, neue Album „8 Arms To Hold You“. Für die Aufnahmen wählte Tito Larriva das legendäre Sonic Ranch Studio in seiner Heimatstadt El Paso, Texas. Und so klingt es auch, fängt die Farben und Gerüche der Wüste musikalisch ein, rockt leidenschaftlich und auch mal romantisch. Zusammen mit Titos elektrisierenden Vocals ein weiteres Meisterstück seiner langen und erfolgreichen Karriere als Musiker, Komponist und Schauspieler. (22.10. Backstage)

Sechs Monate und zehn Songs genügten Palace, um in der britischen Hauptstadt zu einem der meistdiskutierten Newcomer aufzusteigen. Seit Erscheinen ihres Debütalbums „So Long Forever“ vor drei Jahren, verbreitete sich ihre getragene Indie-Melancholie durch ganz Europa. Im Sommer erschien jetzt mit „Life After“ ihr neues Album, produziert von Catherine Marks (PJ Harvey) und Luke Smith (Foals). Wieder sind große Harmonien vom Trio zu hören, über denen glasklar die Stimme von Leo Wyndham steht, die auch Freunde von Keane bis Coldplay begeistern dürfte. (24.10. Strom).

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