Konzert-Highlights

Die Konzert-Highlights im November

Jessica Pratt am 18. November in den Kammerspielen

Die Hochsaison hat nachdenkliche Künstler zu bieten, die Licht in den grauen November zaubern

Gitarrist Max Kakacek und Schlagzeuger und Sänger Julien Ehrlich (Unknown Mortal Orchestra) haben sich in Chicago während eines sehr strengen Winters unter dem Projektnamen Whitney zusammengefunden. Das Ergebnis war das 2016 veröffentlichte Album „Light Upon A Lake“, zehn fantastische und soulige Countrysongs, eingespielt mit engen Freunden. 

Es folgten Tourneen rund um den Globus, die den Ruf von Whitney auch als tollen Liveact weiter festigten. Als fast schon sommerlich kann man die Musik bezeichnen, das neue Album „Forever Turn Around“ schließt direkt an den Vorgänger an und zaubert dabei etwas Sonne in die kalte Jahreszeit. (14.11. Strom)

„Münchner Legenden“ versammeln sich: Mit Land Of Sex & Glory steht die wohl dienstälteste GarageRock’n’RollTrashPunk-Band der Stadt auf der Bühne, wer immer schon einmal wissen wollte, wie eine Mischung aus AC/DC, Cramps und den Sex Pistols klingt, sollte die Show des Trios nicht verpassen. Bei Eisner sind ebenfalls gute alte Bekannte von Bands wie Condom und Spika In Snüzz versammelt, Gitarrist und DJ Reini „Duke“ Eggersdorfer nennt das Ganze Acid Trash, der ein bisschen nach Link Wray, MC5, Jon Spencer und Slayer klingen soll. Dritter im Bunde ist das Disco-Krautrock-Duo Wildes, dürfte ein netter Abend werden. (14.11. Unter Deck)

„Why Hasn‘t Everything Already Disappeared?“, der Titel des achten Studioalbums von Deerhunter ist doch hoffnungsvoller, als er auf den ersten Blick erscheint. Auch die Musik der Indierockband aus Atlanta, die ihre eigenen Songs einst als Ambient-Punk bezeichnete, klingt auf dieser Platte so berührend wie nie zuvor. Vorbei der Noiserock der Nullerjahre, als Kammerpop könnte man die Musik heute bezeichnen. Mit dabei beim Doppelkonzert sind die Black Lips, ebenfalls aus Atlanta, die für den lauteren Teil des Abends zuständig sind, das Garagepunk-Quintett macht seit Jahren mit wüsten Bühnenperformances von sich reden. (16.11. Technikum)

„Quiet Signs“ heißt das dritte Album von Jessica Pratt aus Los Angeles und die so zerbrechlich scheinende Künstlerin hat diesmal ein eher kraftvolles Werk geschaffen. Pratt arbeitete vier Jahre an den Songs, legte wie eine Bildhauerin, Schicht für Schicht die Form und Struktur der Lieder frei, herausgekommen ist eine beeindruckende Platte. Tolle Songs, die allerbeste kalifornische und englische Folk-Elemente der Sechziger und Siebziger Jahre verbinden und trotzdem absolut zeitgemäß klingen. (18.11. Kammerspiele, Kammer 2)

Mit seinen vier gefeierten Soloalben und unzähligen Kollaborationen, gehört Kevin Morby zu den interessantesten Künstlern der letzten Jahre. Jetzt lieferte er mit dem Doppelalbum „Oh My God“ einen vorläufigen Höhepunkt seines Schaffens ab. Das Konzeptalbum produzierte er zusammen mit Sam Cohen, der bereits bei Morbys Durchbruchsalbum „Singing Saw“ hinter den Reglern saß. Nun stellt er das Werk bei einem intimen Solokonzert vor, man darf gespannt sein, wie die großartigen Songs dann total reduziert klingen. (21.11. Feierwerk Hansa 39)

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