Konzert-Highlights

Die Konzert-Highlights im Mai

Peter Doherty & The Puta Madres am 21. Mai im Backstage Werk

Der Singer/Songwriter-Boom hat die Stadt schwer im Griff

Produzent, Videoregisseur und Multiinstrumentalist Wolfgang Möstl verbindet Indie-Rock mit verrückten Sound-Collagen, spielt elektronisches Schlagzeug, Keyboard, Gitarre und singt. Sein Projekt Mile Me Deaf ist seit 2004 die Spielwiese seiner experimentellen Soundscapes, die bereits 2013 für den Amadeus Austrian Music Awardnominiert wurden. Mittlerweile hat er unter diesem Projektnamen diverse Alben aufgenommen und auch noch Zeit gefunden, Künstler wie Nino aus Wien und Voodoo Jürgens zu produzieren. (17.5. Rote Sonne)

Er erschien erstmals 2007 auf der Bildfläche, als sein Debütalbum „Hand Built By Robots“ in den Charts bis auf Platz eins vorstieß. Seitdem tourte Newton Faulkner unermüdlich um die Welt und 2009 erschien sein zweites Album „Rebuilt By Humans“. Sein neuestes Werk „Write It On Your Skin“ wird nun mit einer multimedialen Bühnenshow vorgestellt: dazu gehören Kameras, hintergrundbeleuchtete Bildschirme, Orgelpedale, Trommeln und sogar ein funktionierender Kassettenrekorder. Alles live gespielt, versteht sich, von Loop Stations und Einspielungen keine Spur, häufig plaudert er zwischen den Liedern aber auch noch mit dem Publikum. Support spielt der Brit-Münchner Xavier Darcy –schönes Doppelpack. (17.5. Feierwerk Orangehouse)

Der Mann ist einer jener Songwriter, der auch als Ausnahme-Gitarrist Karriere machen könnte: Nick Mulvey. Sein Saitenspiel, sein stilles Charisma und seine warme, melodische Stimme würden dem Briten schon reichen, um ein Publikum zu finden und für sich zu gewinnen. Aber die Musik, die er im Studio zaubert, kann mehr als das. Schon sein Debüt „First Mind“ mit seinem Hit „Fever To The Form“ und vor allem das Nachfolgealbum von 2017 „Imogen“ waren voll von Rhythmen, Instrumenten und Stimmungen, die man bei einem Engländer nicht unbedingt erwartet hätte. Mulvey hat eine Weile in Kuba Kunst studiert hat und später in London Musikethnologie, auf Reisen hat er sich weiterreichende weltmusikalische Skills angeeignet. Der Sommer kann kommen. (20.5. Feierwerk Kranhalle)

Florian Kreier ist ein umtriebiger Künstler und Musiker in dieser Stadt, als Angela Aux ist er ein popmusikalischer Wiedergänger, der vergessene Schätze sammelt und funkelnde Tracks daraus extrahiert. Seine Songs „sickern langsam durch die Gehörgänge ins Gehirn und entfalten sanft ihre psychedelische Wirkung, sie fixieren die Aufmerksamkeit bei den Hörern, schleichen sich auf leisen Sohlen ins Bewusstsein.“ Wunderbare, meist ruhige und anspruchsvoll instrumentierte Popmusik ist jedenfalls auf dem neuesten Werk „In Love With Demons“ versammelt, live wird das Ganze mit Musikern wie Maria Dal Ciüf, Henny McCartney, Joe McCartney, Peti Pazmandi und Mac De Marcus vorgestellt. (20.5. Einstein)

Die vier Musiker hinter The Slow Readers Club haben einen langen Weg hinter sich, bevor sie sich nun seit dem vergangenen Jahr ganz auf die Musik konzentrieren konnten. Eine erste Inkarnation der Band fand sich bereits 2003 unter dem Namen Omerta, veröffentlichten drei Singles, lösten sich wieder auf. 2009 kehrten sie unter dem aktuellen Namen zurück, veröffentlichten in zehn Jahren zwei Studiound zwei Live-Alben. Bevor sie ihren ersten Plattenvertrag unterschrieben, konnten die Indie-Rocker selbst die größten Hallen in ihrer Heimat Manchester ausverkaufen. Mit dem dritten Studioalbum „Build A Tower“sind sie in die Top 20 der UK-Charts einge - stiegen, nun versucht die Band, auch (Rest-) Europa von ihrem Sound zu überzeugen. Support: Aggressive Swans. (20.5. Milla)

Built To Spill am 20. Mai in den Kammerspielen

Das ist ein Pflichttermin für die Freunde von 90ies-Alternative Rock: Zum 20jährigen Jubiläum des Albums „Keep It Like A Secret“ sind Built To Spill wieder auf Tour unterwegs. Der Erfolg und die Wertschätzung, die diesem Album entgegengebracht werden, wäre wohl keinem der Musiker damals in den Sinn gekommen, haben sie doch eine Woche im Studio in Seattle einfach nur gejammt – erst am Ende wurde von Mastermind, Sänger, Gitarrist und Keyboarder Dough Martsch das ganze Album zusammengebastelt. Seit der Gründung der Band 1992 in Boise, Idaho, ist nur Martsch festes Mitglied und bis heute Frontmann der Band, Einflüsse von Neil Young, Pavement oder Dinosaur Jr sind unschwer von der Hand zu weisen. (20.5. Kammerspiele)

Die Yellow Press und die Paparazzi sind ihm auf den Fersen, er pendelt ständig zwischen Genie, Wahnsinn, Vollrausch und Entzug: Peter Doherty. Nach seiner Arbeit mit den Libertines und Babyshambles veröffentlichte er 2009 sein erstes Soloalbum „Grace/ Wastelands“, 2016 folgte dann „Hamburg Demonstrations“. Peter Dohertys Musik ist immer ein Spiegel seiner Persönlichkeit – eine raue Fassade voller Ecken und Kanten, doch im Inneren steckt eine sensible Seele und ein großer Poet. Das beweist er auch wieder auf seinem aktuellen Album, das er zusammen mit seiner neuen Band namens The Puta Madres aufgenommen hat. Man darf gespannt sein – ob er kommt, wie er spielt und wie er drauf ist. (21.5. Backstage Werk)

Was steht bei der Verführung von Kansas auf dem Spiel? Man höre die neue Platte „The Seduction of Kansas“ von dem PostPunk-Trio Priests aus Washington DC. Die politische Haltung der Band spiegelt sich auch in der ersten, gleichnamigen Single wieder, die Musik ist dunkel und glitzernd, dekadent und unruhig zugleich. Das Trio regt zum Nachdenken an, konfrontiert uns mit komplexen Fragen, statt einfache Antworten auf die Realität zu geben. Was den Verführungsaspekt betrifft: lange Zeit war das Wort mit Vergnügen oder Sex konnotiert –es kann aber auch zu Propagandazwecken missbraucht werden, zu einer Taktik der Manipulation, zu einem Trick in der Politik der Überzeugung. Support: The Pearl Harts. (22.5. Import Export)

Irgendwo zwischen Raum und Zeit reist die chinesische Band Nocturnes: Atmosphärische Beats treffen auf sorgsam geformte Gitarrenriffs, die sich durch das Publikum hindurchschlängeln. Dazu die Stimme der Sängerin Leslie, die mal auf Chinesisch, mal auf Englisch Geschichten aus Pekings Underground erzählt. Die Musik des Duos, das sich 2015 ebendort gründete, ist geprägt von Bands und Künstlern wie Bonobo oder den Foals. In China spielten sie 2018 zahlreiche Konzerte in insgesamt 13 Städten, darunter natürlich auch Peking, Shanghai und Guangzhou, nun folgt ihre erste Europa-Tournee. (23.5. Glockenbachwerkstatt)

All Tvvins landeten einen phänomenalen Karrierestart: Das Debütalbum des irischen Duos landete auf Platz zwei der Charts, wurde als Platte des Jahres nominiert und zig Millionen Mal gestreamt, die Konzerte von Conor Adams und Lar Kaye waren meist ausverkauft. Nach einer tollen Single, betreut von dem Sänger, Songwriter und Produzenten James Vincent McMorrow, arbeiteten sie alleine unermüdlich am zweiten Album, nur um irgendwann entnervt aufzugeben. McMorrow klinkte sich wieder ein, und plötzlich war das Eis gebrochen und alles wieder da: neue Sounds, musikalische Ideen, fette Beats, schwere Bässe –der alte Sound von All Tvvins ist leicht herauszuhören, aber er hat mehr Funk, ist nun auf „Just To Exist“ vielfältiger und abwechslungsreicher geworden. (25.5. Zehner)

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