Konzert-Highlights

Die Konzert-Highlights im Januar

Cadet Carter am 18. Januar im Folks! Club

Zeit für die Geschichten aus dem Schützengraben

Und wir sagen mal wieder: Happy Birthday, Backstage! Bereits schon zum 29. Mal feiert die langlebigste Münchner Konzerthalle für alternative Musik – irgendwas müssen die Verantwortlichen um Mastermind Hans-Georg Stocker ja richtig machen, wie man sieht. 

Am Geburtstagswochenende wird natürlich kräftig aufgespielt, da gibt es Ska mit Bluekilla und den beNuts (9.1.), tags darauf Rock aus allen Rohren mit Forced To Mode, Apron Revival Band und Q-Box in der Halle und Erdling, Florian Grey und Circus Of Fools im Club. Zum Abschluss drehen am Samstag The Busters und Fenzl in der Halle auf, im Club gibt es ein Wiedersehen mit den Münchner Crossover-Lokalhelden von Twelve After Elf, dazu gesellen sich Slamdamn, Grand Massive und The Cromptons (11.1.). Nach den Konzerten laden natürlich die DJ-Residents von Rockers, Jamaican Ting, Blackstage, These Are The Breaks, Freak Out und Popp The Trash zum Tanz bis zum Umfallen ein. (9. bis 11.1. Backstage)

Ihren Ruf als exzellente Live-Band haben die Münchner Cadet Carter seit zwei Jahren ausreichend bewiesen: In Deutschland, Österreich und Großbritannien tourte das Indie-Emo-Punk-Quartett seit dem Release ihres DebütAlbums beim renommierten Label Uncle M Music und waren auch als Support für Acts wie Itchy, Roam, Blackout Problems oder Dave Hause unterwegs. Nach mehreren Monaten im Studio steht für 2020 der Release des zweiten Albums an, das unter Mitwirkung von Fabian Tormin (Biffy Clyro, The Kills) entstand. Nun stellt das Quartett die neuen Songs bei einem exklusiven, intimen Konzert vor und läutet damit das neue Jahr laut ein. Support: Lonely Spring, Mailänder (18.1. Folks! Club)

Alle tagesaktuellen Konzerttermine auf events.in-muenchen.de

Sie gehören zu den wirklich authentischen Vertretern amerikanischer Rootsmusik, obwohl sie aus Schwabach bei Nürnberg stammen: Smokestack Lightnin’ standen zuletzt in München zusammen mit dem Countrybluessänger Jake La Botz aus Chicago auf der Bühne, das Konzert war einfach mitreißend gut. 24 Jahre Bandgeschichte, 11 Alben und Erfolge auf unterschiedlichen Spielfeldern und Bühnen von Moskau, über London und den USA, sind nur denkbar, wenn Musiker sich blind verstehen und die gleichen Leidenschaften teilen. Bei Smokestack Lightnin‘ spürt man das bei jedem Ton, schön, dass sie wieder ihre Liebe zu Country, Blues und Rock’n‘Roll bei uns ausleben. (17.1. Import Export)

Und noch ein Jubiläum: 20- jähriges bei Neoangin und Nova Huta. Wahrlich eine Sensation, sofern man sich die beiden als Eintagsbiene und Wattwurm vorstellt. Der eine – Neoangin aka Jim Avignon – steu - ert unermüdlich jede noch so bescheidene Blüte an, als gäbe es kein Morgen, der andere – Nova Huta aka Reznicek – liegt beleidigt im Schlick, es wurmt ihn, dass ihm so selten ein Gummistiefel aufs Dach steigt und ihn hervorlockt. So gehen sie nun auf gemeinsame Jubiläumstour, um ihre denkwürdigen von spontanen Einfällen geprägten Konzerthappenings zu veranstalten. Nova Huta als verstiegener Hohepriester des Hüftschwungs und Neoangin als singendes Ein-Mann-Imperium ohne Bremse. Wie immer ein schräges Vergnügen der ganz anderen Art, dazu gesellen sich die DJs Afrodermitis und Booty Carrell. Paaarty! (19.1. Unter Deck)

Er fiel bereits vor zwei Jahren als Support bei einer Clubshow von Jesper Munk im Milla positiv auf und kommt jetzt mit seiner neuen EP „Operationen am faulen Zahn der Zeit“ für eine Soloshow wieder vorbei: Tristan Brusch. Der Sänger, Songschreiber und Komponist hat sich nun dem Ganzen bewusst sehr reduziert angenommen und bei den Aufnahmen lediglich Klavier und Gitarre zu Ton kommen lassen. Darüber legt sich kompromisslos und dringlich seine markante Stimme. Auch live wird das so umgesetzt, man darf gespannt sein, wie Bruschs Großstadtchansons so pur beim Publikum ankommen. (19.1. Zehner)

Ok, so werden Legenden gesponnen: Der italienischen Postpunkband Soviet Soviet aus Pesaro wurde (wegen des Namens, vielleicht?) die Einreise in die USA verweigert, auf dem Weg zum SXSW-Festival in Austin, Texas. Nach einem mehrstündigen Verhör wurden die Musiker zu illegalen Migranten erklärt und ausgewiesen. Schade ei - gentlich, allerdings bringt aufgrund der Masse an Bands, die sich mittlerweile beim SXWS innerhalb einer Woche auf die Füße treten, die Anreise wohl eh nicht viel mehr, außer Kosten. Schnell und sehr laut, schöne bittersüße Harmonien und eine besonders einnehmende Stimme – benvenuto, ragazzi! (19.1. Milla)

Das könnte ziemlich spaßig werden, wenn die alten Herren ein bisschen aus dem Schützengraben, bzw. Nähkästchen plaudern: nach 50 Jahren blicken die Bands Uriah Heep, Nazareth und Wishbone Ash bei dem Abend „Music & Stories“ auf ihre Karrieren zurück, und zwar, wie das Motto bereits verrät, in Songs und Erzählungen. Durch den Abend führt dabei kein Geringerer als der Sweet-Gitarrist Andy Scott, selbst eine Legende und doch der Youngster bei diesem Line-up. Natürlich werden auch Klassiker wie „Lady In Black“, „Hair Of The Dog“ und „Lorelei“ gespielt, wer das Gespräch, das Andy mit den Bandmitgliedern über Backstage-Exzesse und Studiogeheimnisse führt, simultan auch auf Deutsch verfolgen möchte, kann sich vor Ort eine Übersetzungs-App herunterladen. Doch nicht so altmodisch, die Rock-Dinos. (19.1. Muffathalle)

Der Spagat zwischen Pogo zu „Monster Mutant Boogie“ zu tanzen und in Wiener Mundart den „Kopf deiner Mutter“ zu besingen, ist ein gewaltiger und gewagter – allerdings kein Problem für die Horrorpunk-Formation Bloodsucking Zombies from Outer Space aus Österreich. Kann man Horrorfilme musikalisch umsetzen? Kann man Glamrock, Mariachi-Sounds, Blues, Wiener Lied, A-HA und Psychobilly mischen? Die Zombies können das, und zwar unglaublich lustig, trotzdem mit einer voll durchkonzipierten Bühnenshow, die die Band schon bis nach Finnland brachte. Ganz großer Spaß ist das, kurz vor Fasching genau das Richtige. (19.1. Backstage)

Die ersten drei Alben der Band Lower Dens um die Songwriterin Jana Hunter – „Twin-Hand Movement“, „Nootropics“ und „Escape from Evil“ – bildeten eine Art Erzählung, in der es darum ging, Gemeinschaft zu finden und eigene Verantwortlichkeiten zu erkennen. Diese Entwicklung wurde durch Jana Hunters persönliche Krisen unterbrochen. Frustrierende Kämpfe mit psychischer Gesundheit und eine immer noch andauernde Geschlechtsangleichung von Frau zu Mann, haben die letzten zwei Jahre ihr Leben bestimmt und hatten natürlich auch einen großen Einfluss auf das aktuelle Album „The Competition“ - musikalisch wird hier internationaler Elektro-Dreampop vom Feinsten geboten. (20.1. Milla)

Tom Rosenthal s Songs werden nicht nur millionenfach auf Spotify gestreamt, sondern auch in diversen Filmtrailern, Werbespots und TV-Shows verwendet, darunter „Skins“ und „Neighbours“ oder die US-Talkshow „Oprah“. Hierzulande wurde er bekannt durch seinen Beitrag „Go Solo“ in Til Schweigers Demenz-Dramedy „Honig im Kopf“. Sein Album „Z-Sides“ ist als eine Sammlung aus Schlafliedern konzipiert: die Songs hat er bewusst „leise“ aufgenommen im kleinen Home-Studio, mit den schlafenden Kindern im Nebenzimmer, reduziertem Sound und einigen Titeln als reine Piano/ Gitarre-Akustik-Stücke. Seine Stimme klingt dabei weich und rauchig-warm. Glas Rotwein, Kamin an, Deckchen drüber – für Romantiker die perfekte Wintermusik. (21.1. Freiheiz)

Autor: Rainer Germann

Auch interessant

Eventtipp

BMW Jazz Awards: Melodien der Nacht

BMW Jazz Awards: Melodien der Nacht

Verlosung

Cornelius Claudio und Johannes Tonio Kreusch am 30.01. im Gasteig

Cornelius Claudio und Johannes Tonio Kreusch am 30.01. im Gasteig

Klassik-Highlights

Die Klassik-Highlights im Januar

Die Klassik-Highlights im Januar

Verlosung

Für Familien: "MPHIL 360°" am 01.02. in der Philharmonie

Für Familien: "MPHIL 360°" am 01.02. in der Philharmonie