Jazznotes 

Die ersten Jazz-Konzerttipps im September

Marc Ribot am 9. September in der Unterfahrt

So ganz allmählich schließt sich das Sommerloch, werden JazzKonzertreihen fortgesetzt, beginnt die Herbst-Saison, machen musikalische Highlights dem Biergarten wieder Konkurrenz.

Vom 5. bis 7. September kann sich der Haimhauser Schlagzeuger Xaver Hellmeier über prominente New Yorker Mitstreiter auf der Bühne freuen – lauter Jazz-Szene-Größen, die er während seiner New Yorker Ausbildungszeit kennen lernte. Muss ein tolles Gefühl für einen hiesigen Senkrechtstarter sein, jetzt als Bandleader für Asse wie die Saxofonisten Eric Alexander (Tenor) und Vincent Herring (Alt) und den Pianisten Mike LeDonne zu swingen und sie anzutreiben. Den Fünften in Hellmeiers Quintett sollte man nicht unterschlagen: es ist der Bassist Giorgos Antoniou (Unterfahrt).

Der Verein „Offene Ohren“ ist aus der Sommerpause zurück und beendet das lange Schweigen mit einem Duo-Konzert: im MUG improvisieren der Klarinettist Andreas Røysum und der Trompeter Axel Dörner miteinander (6.9.).

Kaum einer schrammelt so schön wie der legendäre Gitarrist Marc Ribot – in der Unterfahrt intoniert er, begleitet vom Saxofonisten / Flötisten Jay Rodriguez, dem Bassisten Brad Jones, dem Schlagzeuger Ches Smith und dem Percussionisten Reinaldo de Jesus, eine Kollektion von Widerstands-Songs aus aller Welt (9.9., Unterfahrt).

So ganz anders als Ribot spielt der in Berlin lebende Israeli Tal Arditi Gitarre. Er profitiert derzeit von seinem Wunderkind-Nimbus und macht nicht nur in der Hauptstadt von sich reden. Sogar Pat Metheny soll hingerissen gewesen sein, als er den 20jährigen hörte. Bei „Jazz+“ in der Seidlvilla stellt Arditi mit dem Bassisten Matt Adomite und dem Schlagzeuger Tobias Backhaus nun sein Debüt-Album „Portrait“ vor (10.9.).

Noch ein Gitarrist. Und wieder ein ganz schönes Kaliber: Mark Lettieri gehört zum Musiker-Pool der texanischen Kult-Band Snarky Puppy, ist Hip Hop-erfahren, Rock- und Fusion-gestählt. Mit seinem Trio will er am 10. September die Unterfahrt aufmischen.

Der Club hat sich mit der Reihe „Unheard“ der ehrenvollen Aufgabe verschrieben, dem aufstrebenden Jazz-Nachwuchs ein regelmäßiges Forum zu bieten, meist in Doppel-Konzerten. Am 11. September gehört die Unterfahrt-Bühne zuerst einem Vokal-Quartett mit dem kuriosen Namen Of Cabbages And Kings. Nach der Pause kann der von zig Einflüssen inspirierte Bassist Tom Berkmann mit seiner Band Side Effect an seinem Bekanntheitsgrad schrauben.

Wer bei Stockholm Underground, dem Projekt des schwedischen Flötisten / Saxofonisten Magnus Lindgren mit schmutzig-subversivem Sound rechnet, ist in der Unterfahrt am 12. September bestimmt falsch aufgehoben, denn sein Quartett versteht sich eher auf ziemlich slicke Klänge.

Autor: Ssirus W. Pakzad

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