Jazznotes 

Die ersten Jazz-Konzerttipps im Oktober

Mathias Eick am 9. Oktober in der Unterfahrt

Einer verbeugt sich vor seinen Heroen, einer klettert auf den Familienstammbaum, eine erinnert sich an die wichtigste Ausbildungsphase.

Sie gehören zu den Besten ihres Fachs und haben sich jetzt zum Duo zusammen geschlossen: der Pianist Kevin Hays und der aus Benin stammende Gitarrist Lionel Loueke stellen in der Unterfahrt ihr Album „Hope“ vor (2.10.).

Manch einer hält große Stücke auf das Kompositionstalent der Baritonsaxofonistin/ Bassklarinettistin Kira Linn, die mit einem Packen Partituren und ihrem Linntett in die Unterfahrt kommt (3.10.).

Am 4. Oktober blättert der allzu emsige Pianist Iiro Rantala in seinem „Finnish Calendar“ (Unterfahrt).

Die deutsche Schlagzeugerin Mareike Wiening hat während eines Studiums in New York ihr musikalisches Profil schärfen können. Mit dem Programm „Metropolis Paradise“ erinnert sie sich an die Zeit in der Stadt, die niemals schläft. Ihrem Quintett gehören Musiker an, die zu den gefragtesten Solisten im Big Apple gehören: der Saxofonist Rich Perry etwa oder der Pianist Glenn Zaleski (Unterfahrt, 5.10.).

Auf den Stimmbändern der Sängerin Norisha verschmelzen Jazz, Soul, R & B und Gospel (Unterfahrt, 8.10.).

Für mich ist „Value“ eines der besten Jazz-Alben des laufenden Jahres. Eingespielt hat es der in Berlin lebende englische Bassist Phil Donkin mit seinem Quartett Masterfrown, dem der holländische Bassklarinettist Joris Roelofs, der Saxofonist Wanja Slavin und der britische Schlagzeuger Martin France angehören. „Value“ ist ein autobiografisch gefärbtes Werk, eine Verbeugung vor den Heroen Donkins, aber auch eine konsequente Weiterentwicklung dessen, was seine Vorbilder musikalisch vorgelebt haben. Am 8. Oktober gastiert „Masterfrown“ bei „Jazz+“ in der Seidlvilla.

Ein Improvisations-Konzert im MUG: Gitarrist Olaf Rupp, Sopransaxofonist Frank Paul Schubert und Bassist Paul Rogers reagieren befreit aufeinander (9.10.).

Ein alter Bekannter nächtigt im Bayerischen Hof und gibt vor dem zu-Bett-Gehen ein Konzert im Nightclub: Der Saxofonist Chico Freeman vertraut am 9. Oktober auf die rhythmische Expertise zweier Eidgenossen: der Bassist Heiri Känzig und der Schlagzeuger Reto Weber, der allerlei exotische Trommeln mitbringt, sind seine Bühnenpartner (9.10.).

In der Unterfahrt erinnert der norwegische Star-Trompeter Mathias Eick in seinem Programm „Ravensburg“ daran, dass er eben auch deutsche Wurzeln besitzt (9.10.).

Vielleicht kann man die Überschrift „The Rite of Swing“ so verstehen, dass sich das Modern String Quartet bei seinem Unterfahrt-Konzert (10.10.) vornehmlich auf Strawinsky konzentrieren will.

Autor: Ssirus W. Pakzad

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