Jazznotes 

Die Jazz-Konzerttipps zum Monatswechsel

Louis Sclavis am 4. Februar in der Unterfahrt

So bunt wie dieser Tage ging es selten zu im Jazzleben der Stadt

Mit ihrem Brazilian Experience Quartet machen der schwedische Gitarrist Ulf Wakenius und sein deutscher Kollege Paulo Morello Zuckerhut-Musik (Unterfahrt, 24.1.).

Auf nach Dachau: in der dortigen Kulturschranne ist ein formidables, von Tom Rainey geleitetes Trio zu hören. Dieser Weltklasse-Schlagzeuger lässt sich auf der Bühne von zwei weit mehr als patenten Frauen inspirieren – seiner Gattin, der Saxofonistin Ingrid Laubrock und der unvergleichlichen Mary Halvorson an der Gitarre (25.1.).

Wer es musikalisch noch freier mag, ist dann vielleicht im MUG im Einstein gut aufgehoben. Dort improvisieren der deutsche Bassist Sebastian Gramss, die schwedische Stimmkünstlerin Sofia Jernberg und der Niederländer Etienne Nillesen an der präparierten Snare als So Seet miteinander (25.1.).

Die tagesaktuelle Übersicht über alle Konzerte auf events.in-muenchen.de

Und wer es deutlich gediegener braucht, sollte sich ein paar Türen weiter in die Unterfahrt begeben, wo der PianistJoe Haider mit seinen Mannen die lange Karriere Im Programm „As Time Goes By“ Revue passieren lässt (25.1.).

Big Band-Nights in der Unterfahrt: die Munich Lounge Lizards führen ein Swing-Special auf, das den Schlagzeuger Arthor van Blomberg featured (27.1.) und die Hard Days Night Big Band macht Pilzkopf-Jazz (3.2.).

Zweimal Solo-Piano: in der Unterfahrt zeigt der Amerikaner John Medeski seine stilistische Bandbreite (28.1.) und im MUG entfernt sich der SchweizerJacques Demierre vom Wohltemperierten. Er wird in seinem Programm The Well-Measured Piano den gesamten Flügel vermessen (31.1.)

Im Ampere trommelt der französisch-ivorische Star-Schlagzeuger Manu Katché die Stücke seines Albums „The Scope“ (29.1.).

Bei „Bühne Frei im Studio 2“ beruft sich das Quartett Brändle / Schwager / May / Morton auf den klassischen soulig-bluesig-hardboppigen Organ Trio-Sound der 60er Jahre (Funkhaus, 29.1.).

In der Unterfahrt pflegt die Band Seba Kaapstad eine südafrikanisch-deutsche Freundschaft (30.1.).

Nicht für die String Theory, sondern für reinste Praxis stehen drei Streicher, die sich um Genregrenzen nicht scheren und als Duck Tape Ticket in der Bar Gabanyi auftreten (30.1.).

Heißt Bransch, ist aber nichts zum Essen, sondern ein umwerfend virtuoses, komödiantischkabarettistisches Schmäh-Duo aus Österreich, das aus dem Trompeter Thomas Gansch und dem Bassisten Georg Breinschmid besteht. Bei „JazzIt!“ in der Stadthalle Germering wollen die Beiden die Gehörgänge und Zwerchfelle ihrer zahlenden Gäste stimulieren (31.1.).

Mit Frederik Köster tritt einer der besten europäischen Trompeter in der Unterfahrt auf. Das Konzert seiner Band Die Verwandlung wird vom Deutschlandfunk mitgeschnitten (31.1.).

Am nächsten Abend schreddert Marc Ribot dort in seinem Solo-Programm die Saiten (Unterfahrt, 1.2.).

Das Focus On Jazz Octet um Schlagzeuger Michael Keul swingt im Nightclub des Bayerischen Hofs (2.2.).

Der französische Klarinettist Louis Sclavis ließ sich für das Programm seines Quartett-Albums „Characters on a Wall“ von den schwarzweißen Mauerbildern des Künstlers Ernest Pignon-Ernest inspirieren (Unterfahrt, 4.2.).

Blues- und Boogaloo getränkten Spelunken-Jazz will uns ein Trio kredenzen, das aus Thomas Krakowczyk (Gitarre, Horn, Gesang), Titus Waldenfels (diverse Saiten-Instrumente) und Ludwig Bergner (Schlagzeug) besteht (4.2., Nightclub im Bayerischen Hof).

Dort könnte der nächste Abend ein Fest werden, denn als The Deadly Bros. treten Helge Schneider (Orgel), Pete York (Schlagzeug) und Henrik Freischlader (Gitarre) auf (5.2.).

Der französische Trompeter Erik Truffaz heult mit der Musik des Albums „Lune Rouge“ den Blutmond an (Unterfahrt, 5.2.).

Am nächsten Abend lässt sich eine exzellente deutsche Pianistin und Komponistin im Club bestaunen: Julia Kadel kommt mit ihrem Trio (Unterfahrt, 6.2.).

Generationen-Treff in der Bar Gabanyi: dort musiziert Gitarrist Philipp Schiepeck mit Saxofonist Jason Seizer (6.2.).

Autor: Ssirus W. Pakzad

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